2015-05-20

Der Sturm der Zeit?

Auffällig viele Sonnenstürme fanden in den letzten Wochen statt. So auch gestern, als überdurchschnittliche Erdmagnetfeldschwankungen die Folge waren und den K-Wert bis auf 6 hochschnellen ließ. Viele Sonnenstürme hatten wir auch in den Jahren 2011 / 2012, und viele dachten, das wären die Vorboten für die Veränderung und Umkehrung der Zeit, symbolisiert durch den magischen 21.12.2012, dem Ende des Maya-Kalenders. Nicht wenige Untergangspropheten sahen die Zeichen der Endzeit gekommen und deckten sich mit Lebensmittelreserven und Überlebenspaketen ein, um zu den wenigen Überlebenden zu gehören. Nichts dergleichen geschah, zumindest nicht an der sichtbaren Oberfläche. Im Untergrund sieht die Sache jedoch ganz anders aus, denn die Veränderung geht unvermindert weiter und betrifft uns alle.



Erde, Natur und Mensch ist ein Organismus

Sonnenstürme und die freigesetzten riesigen Mengen an Energie, die dabei auf die Erde rauschen können, repräsentieren die Macht der universellen Energie, die wir Menschen nicht beherrschen können, auch wenn wir dies (oder zumindest einige von uns) gerne tun würden. Sie befindet sich in Wechselwirkung mit der Erde, denn sie ist Teil des Universums und unterliegt genauso physikalischen Gesetzen wir der Organismus auf der Erde selbst. Die Menschheit bildet gemeinsam mit der Natur, mit allen Lebewesen und der Erde selbst einen in sich geschlossenen Lebenskreislauf, den man sich als ein riesiges unsichtbares Feld vorstellen kann (morphogenetisches Feld). D.h. alles, was wir tun, sagen und denken, speisen wir unbewusst in dieses Feld mit ein. Es geht nichts verloren und es hat Alles Auswirkungen, früher oder später. Da sich auch die Zeit immer schneller fortbewegt, beschleunigen sich die Auswirkungen derzeit.

Je unbewusster die Menschheit lebt, desto eher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Natur für einen Ausgleich sorgt. Und dieser kann in Form von Sonnenstürmen erfolgen und mit ihr ein geistiges Erwachen der Menschheit freisetzen oder noch mehr Verwirrung sorgen (je nach Bewusstseinszustand des einzelnen Menschen). Leider sorgt die Natur auch durch schlimme Naturkatastrophen, wie aktuell in Nepal geschehen, für einen energetischen Ausgleich.

Wie lange kann das noch gut gehen?

Sonnenstürme und Naturkatastrophen sind somit eine Art Gradmesser für den Bewusstheitszustand der Menschheit. Man muss aber nicht unbedingt die Statistiken einsehen oder Hellseher sein, um zu erkennen, in welch desolatem Zustand sich die Menschheit gerade befindet. Die Abwärtsspirale scheint kein Ende zu nehmen und man fragt sich aufgrund der Ausbeutung der Natur, der politischen und wirtschaftlichen Lügengeschichten sowie der bedrohlichen kriegs- und terrorverdächtigen Lage: Wie lange kann das noch gut gehen?

Bezüglich der jüngst schrecklichen Erdbeben in Nepal wird man aber gerade aus o.g. Gründen das Gefühl nicht los, es treffe immer die Falschen, die ohnehin Ärmsten der Armen, diejenigen, die noch im Einklang mit der Natur leben, sie respektieren und achten. Warum muss es gerade das spirituelle Zentrum der Welt treffen, das Gebiet im Himalaya, um Nepal und Tibet? Chinas jahrzehntelange Unterdrückung und Unterwerfung Tibets ist genauso eine Katastrophe wie das jüngste Erdbeben in Nepal. Wenn man an einen Gott oder an eine Schöpfung glaubt, so sollten doch gerade die spirituellen, bewussten und naturverbundenen Menschen geschützt werden und den bösen Mächten da Draußen das Handwerk gelegt werden…

Tor der Tränen

Und bildlich gesehen sehr ähnlich geht es derzeit auch uns Menschen in den westlichen Ländern. Etwas pathetisch nenne ich es als das „Tor der Tränen“, das zunächst durchschritten werden muss, denn dies ist die wahre Transformation. Viele durchaus bewusste Menschen spüren momentan selbst, wie sich ihr Leben und ihr Befinden von Tag zu Tag verändert, nicht immer zum Guten. Zumindest aus subjektiver Sicht fühlt es sich oft eher wie eine Verschlechterung an, die zu Hoffnungslosigkeit, bleierner Müdigkeit und Schwere führt. Ich denke, das ist die Aufgabe, die wir momentan zu meistern haben. Die Ängste und Schwächen, die sich uns derzeit so offen und so schonungslos zeigen, anzuschauen, hinzuschauen, sie zu akzeptieren. Gerne würde man wegsehen und sich fragen, „Was ist denn jetzt schon wieder? Kann das Leben nicht mal so verlaufen, wie ich mir das vorstelle?“ Leicht rutschen wir in die Opferhaltung hinein, die uns erst recht unfähig macht, um zu agieren. Jeder depressive Phase stellt uns derzeit auf die Probe und fragt uns in Wirklichkeit, was da noch in uns ist, was vielleicht mich selbst oder was uns auf kollektive Weise belastet?

Verbindet euch mit euren Ahnen
Denn da die Verfehlungen der Menschheit in den letzten Jahrtausenden so schwerwiegend waren und wir alle die Energien mit uns im Kollektiv herumtragen, sind wir es jetzt, die dazu aufgerufen werden, ihren Teil mit dazu beizutragen um das Licht im Dunkel zu erkennen und schließlich step by step auf der Erde zu manifestieren. Was wir bei dieser verantwortungsvollen schicksalhaften Arbeit leider völlig außer Acht lassen ist, die Hilfe unserer Ahnen anzufordern, denn sie warten nur darauf uns zu helfen. Sie sind diejenigen, die in jeder Zeitepoche mit dabei waren, die alles miterlebt haben, was wir im Kollektiv auf tiefer seelischer Ebene mit uns herumschleppen. Sie sind nun unsere geistigen Verbündeten, die in einer anderen Dimension weise geworden sind und wir sollten sie öfter um Rat fragen, wenn wir nicht weiter wissen. Es ist an der Zeit, Frieden zu schließen und Verzeihungsrituale feierlich zu zelebrieren, falls da noch traurige Reste und Anschuldigungen im Raum der längst vergangenen Zeit herumschwirren.

Leider gehören beim Prozess des Durschreitens des „Tor der Tränen“ wohl auch die schlimmen Naturkatastrophen hinzu, die derzeit die Erde bewegen. Bewundernswert mit welcher Gelassenheit die Nepalesen trotz der persönlichen Schicksale, Obdachlosigkeit und Existenzängste an die Sache herangehen. Vielleicht sollten wir die Reaktion der armen Menschen als eine Botschaft an uns verstehen, zu sehen, mit welchen Problemen wir uns eigentlich täglich herumschlagen. Und dass auch für uns der Weg der Gelassenheit meistens, wenn nicht immer, der einfachste ist, der den einst steinigen Weg mit naiver Einfachheit wieder zugänglich machen kann. Wir haben es also selbst in der Hand, ob wir die Lehren aus der Vergangenheit ziehen, wie wir die Gegenwart erleben und dass wir die Zukunft bewusst gestalten. Der Moment, an dem alles endet, und alles beginnt.


Quelle:  http://www.gehvoran.com/2015/05/der-sturm-der-zeit/
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Bilder: Sören Schaper flickr cc (Beitragsbild)

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