2016-10-18

Ein Israeli erfindet ein 9€ Fahrrad aus Pappe, welches auch im Regen hält

Von Natália Kassner auf social-startups.de 




Ein Fahrrad, das komplett aus Pappe besteht, hat jetzt ein israelische Erfinder entwickelt. Izhar Gafni dachte sich, es kann nicht sein, dass auf der ganzen Welt nur Fahrräder unterwegs sind, die aus Metallen hergestellt sind. Also schloss sich der 50jährige in seiner Garage ein und entwickelte seine Idee weiter. Er musste das Fahrrad wasserfest und stabil bekommen. Das war wohl mit das größte Rätsel, welches es zu lösen galt.


SCHNITZSTUNDE IM SCHUPPEN: “ES IST WIE BEIM JAPANISCHEN ORIGAMI”, SAGT GAFNI. “DU FALTEST DEN KARTON EINMAL, DOCH DAS ERGEBNIS IST NICHT DOPPELT, SONDERN GLEICH DREIMAL SO STARK.”

Der aktuelle Prototyp besteht zwar noch in Teilen aus Metall, doch das nur aus Sicherheitsgründen. Er lässt sich seine Idee gerade patentieren und möchte nicht, dass diese Ihm vorher geklaut wird. Erst einmal in der Produktionsphase angekommen, wird das Rad keine Metallteile mehr besitzen. Dann wird alles, aber auch wirklich jedes kleine Teil aus Pappe bestehen.


TEST BESTANDEN: “DIE LEBENSDAUER HÄNGT NATÜRLICH DAVON AB, WIE STARK ES BEANSPRUCHT WIRD – WIE BEI JEDEM ANDEREN PRODUKT AUCH”, SAGT DER ERFINDER. MINDESTENS ZWEI JAHRE SOLL EIN PAPPRAD LAUT GAFNI HALTEN.

Das Ganze funktioniert mit einem Lack aus rein biologischen Materialen, dessen Rezept Gafni nicht verrät. Durch diesen Lack löste er das Feuchtigkeitsproblem und auch Feuer kann nun besser standgehalten werden. Auch einen Menschen trägt das Fahrrad nun, ohne sich zu verbiegen. Weltweit löst diese grüne Idee Bewunderung aus. Ein Geschäftsmann aus New York dazu:“ Was für eine schöne, grüne Innovation.“

Gafni selbst wünscht sich, dass die Fahrräder in kleinen Betrieben weltweit und nachhaltig produziert werden. Er wünscht sich auch, dass seine Fahrräder von Menschen mit körperlichen Einschränkungen zusammengebaut werden, damit auch diese eine Chance im beruflichen Leben bekommen können. Auch die Materialkosten sind nicht zu hoch, um eine solche Produktion zu ermöglichen. Diese belaufen sich lediglich auf ca. neun Euro.

So könnte der Drahtesel bereits für 20 Euro verkauft werden und auch Menschen in ärmeren Ländern könnten sich ein solches Fahrrad leisten. Gafni will in wenigen Monaten mit der Massenproduktion beginnen und hofft, das Rad überall dort zu sehen, wo er hinreist. Er hofft sein Papp-Rad in Europa, Israel und den USA verkaufen zu können.

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