2017-01-03

Botschaft von Arthos: Der Raum des Übergangs


Der Raum des Übergangs

Heute ist ein guter Tag, um dich fest in deinem Herzen zu verankern. Dein Herz ist der einzige Raum, der dir Halt und Schutz bietet. In deinem Herzen findest du Zugang zu dem, was du wirklich bist. In deinem Herzen findest du die Anbindung an Gott im Inneren, und Gott im Inneren ist das, was du auf der anderen Seite des Schleiers bist. Du möchtest so gerne einen Blick hinter den Schleier werfen, und das ist auch möglich. Aber dieser Blick hinter den Schleier lässt sich nur mit dem Herz ausführen. Deine Augen sind nicht dafür ausgelegt, das zu sehen, was es dort zu sehen gibt. Auch dein Denken ist nicht dafür ausgelegt, zu verstehen, was es dort zu verstehen gibt. Die Person, die du glaubst zu sein, wenn du deinem Verstand folgst, ist nicht fähig, das für wahr zu nehmen, was hinter dem Schleier der Illusionen liegt.

Der Tag wird kommen, an dem du dich entscheiden musst, und wenn du dich entschieden hast, wird es kein zurück mehr geben. Sobald du deine wahre Aufgabe erkannt hast und sie ernst nimmst, gelangst du in den Raum des Übergangs. Dieser Übergang ist vielschichtig, und er ist multidimensional. Der Übergang ist der Übergang von dem, der du gelernt hast, zu sein, zu dem, der du bist, wenn du das Gelernte vergessen hast und dein wahres Wissen nutzt.

Gleichzeitig ist es ein Übergang vom Kopf ins Herz. Wenn du diesen Übergang vollzogen hast, bist du nicht mehr Diener deines Kopfes, sondern sein Herrscher. Und ein wahrer Herrscher herrscht zum höchsten Wohle des Ganzen. Somit geht es nicht darum, deinen Kopf, deinen Verstand oder auch dein Ego als unnötig oder schlecht abzutun und ins Abseits zu drängen. Es geht darum, dich in deinem Herzen zu verankern und deinen inneren Kompass einzusetzen, um dich durch das, was du Leben nennst, zu navigieren.

Dein innerer Kompass ist die Liebe, die du bist. Diese Liebe ist die Kraft der Einheit, sie kommt aus der Einheit und führt in die Einheit. Diese Liebe ist Gott am Wirken. Wenn du verstehst, dass die Einheit Gott ist, und dass Gott alles ist, und dass du die Einheit nur in dir finden und erhalten kannst, dann verstehst du mit dem Herzen. Und wenn du beginnst, mit dem Herzen zu verstehen, dann bist du der wahre Herrscher deines Königreichs, denn dein Antrieb ist die Liebe, und diese Liebe dient dem gesamten Reich und nicht nur dem Ego.

Wenn du dich also in deinem Herzen verankerst, führt dies dazu, dass der Schleier der Illusionen immer dünner und durchlässiger wird. Du erkennst jede Illusion als das, was sie ist und durchschaust den dünner werdenden Nebel aus Manipulationen. Und wenn du diesen Schleier durchschaust, wird das, was dahinter liegt, immer klarer hervortreten. Die unendliche Ewigkeit des Seins wartet hinter dem Schleier auf dich, denn das ist, was du hinter dem Schleier bist.

Wenn du dich also in deinem Herzen verankerst, trittst du den Weg nach Hause an, und dieser Weg führt dich tiefer und tiefer in dein Inneres, bis irgendwann das Innere zum Äusseren wird. An diesem Punkt gibt es kein Zurück mehr. An diesem Punkt hast du dich entschieden den Weg ins Herz, den Weg zur Quelle, anzutreten. An diesem Punkt wird sich die Tür in die Illusionen hinter dir schliessen und du wirst dich in dein wahrhaftiges Licht begeben und es fortan scheinen lassen. Dieses wahrhaftige Licht ist die Liebe, die wirkt, wenn du die Trennung zwischen Gott und dir aufgehoben hast.

Heute ist ein guter Tag.




Was genau ist der Unterschied zwischen Tun und Sein und welche Rolle spielt das Ego dabei?

Der Unterschied zwischen Tun und Sein liegt darin: Sein ist die bewusste Offenbarung des Göttlichen, das du bist. Tun ist die zwanghafte Handlung der Person, für die du dich hältst. Sein ist Liebe in Aktion, und Liebe in Aktion dehnt die göttliche Einheit aus. Tun ist von Angst getriebene Aktion und führt tiefer in die Illusion der Trennung. Sein ist Ausgeglichenheit und Tun Unausgeglichenheit. Das Göttliche ist die Ausgeglichenheit des Sichtbaren und Unsichtbaren, des Positiven und Negativen, des Lichts und der Dunkelheit, die das Ganze bildet. Illusion ist der unausgeglichene Teil der Einheit, geschaffen, um Erfahrungen der Trennung zu ermöglichen, die dem Wiedererwachen der eigenen Göttlichkeit dienen - sofern du es zulässt.

Auch aus dem Sein heraus ist Tun möglich, und dieses Tun ist das Wirken Gottes. Tun ohne Sein hingegen entspringt immer der Illusion, dient der Befriedigung des Egos, der Angst oder der Triebe und stärkt nicht das Göttliche, sondern die Illusion der Abwesenheit von Gott. Aber Gott ist niemals abwesend - Gott kann nicht abwesend sein, da er alles - somit auch die Illusion - ermöglicht und enthält. Wenn das Tun nun durch den Verstand hervorgerufen wird und den Anweisungen seines Herrschers, dem Ego, entspringt, dann verstärkt es die scheinbare Trennung innerhalb der Illusion von Trennung. Entspringt das Tun dem reinen Herzen, schafft es eine Ausdehnung der Einheit.

Alles, was ist, ist Einheit, die sich durch Trennung erfahren kann. Die Trennung als solche ist - ebenso, wie die Dualität - nichts, was zu verurteilen wäre. Wenn du urteilst, dann bist nicht du Derjenige, der urteilt, sondern es ist dein Verstand, der aus dem, was er gelernt hat, sich anmaßt, ein Urteil fällen zu können. Woher aber kommt die Beurteilung? Sie entspringt dem Wunsch des Egos, wichtig zu sein, gut zu sein, besser zu sein, grösser zu sein und alles im Griff zu haben. Das Ego muss etwas erschaffen, damit es sich bestätigen kann und damit es etwas ist.

Aber das Ego irrt. Über wahre Grösse entscheidet nicht der Verstand, sondern das Herz. Der Verstand bildet sich nur ein, ein Urteil fällen zu können. Doch wie könnte er urteilen - wie wäre es einem Sandkorn wie dem Verstand möglich, das, was Einheit ist, durch Urteil zu trennen? Und woher kommt der Verstand? Wer ist er? Und was ist das? Der Verstand ist das Werkzeug einer Person, die sich aus dem Göttlichen - der Einheit - abgespalten hat. Der Verstand lernt und lernt, und lernt und lernt. Er lernt, wie Illusionen funktionieren, und er lernt, das Ego zu formen und zu erhalten. Aber lernt er auch, zu Sein? Nein, der Verstand kann kein Sein erlernen, sondern nur das Tun, das von Bedingungen getrieben ist. Der Verstand sagt dir, was du tun sollst, damit du dieses oder jenes erreichst. Der Verstand sagt dir, was du tun musst, damit du etwas wirst. Er gaukelt dir Wert vor, wo kein Wert ist. Er orientiert sich an der Person, die sich aus der Einheit abgespalten hat und bewertet, was ohne Wert ist. So gaukelt er sich und dir Illusionen vor, die du letztendlich für die Realität hältst.

Aber diese Realität ist nur eine Illusion der Trennung, und der Mensch, der seinem Verstand unterliegt, der ihm einredet, er müsse etwas beurteilen, unterliegt der allgemein anerkannten und von ihm mit erschaffenen Illusion. Mit welchem Recht kann ein Mensch das Göttliche beurteilen? Mit welchem Recht kann ein Mensch trennen? Und vor allem aus welcher Sicht beurteilt und trennt er? Aus der Sicht des Grossen Ganzen, das alles beinhaltet oder aus Sicht der Person, die sich vom Grossen Ganzen getrennt hat, indem sie sich als vom Grossen Ganzen getrennt empfindet?

Der Schritt vom Tun ins Sein besteht aus der Bewusstwerdung dessen, was du bist. Solange du dich für die Person hältst, die etwas tun muss, um dann das zu sein, was sie getan hat, solange bist du dir nicht darüber bewusst, was du bist. Du hältst dich für die Illusion, die innerhalb einer Illusion agiert. Aber du bist keine Illusion. Wie könnte ein Gottesfunke eine Illusion sein?

Du kannst den Schritt vom Tun ins Sein nur machen, indem du aus dem Hamsterrad aussteigst und dein Ego dazu bringst, dir zu dienen, anstatt ihm zu dienen. Solange du tust, weil du tun musst, solange du tust, was dein Ego dir in den Kopf flüstert, solange kannst du nicht du sein. Du bist Werkzeug deines Egos, und als solches hältst du die Illusion innerhalb der Illusion aufrecht. Du kannst nur ins Sein gelangen, wenn du aus dem Tun aussteigst. Das bedeutet nicht, gar nichts mehr zu tun. Es bedeutet nicht, still zu sitzen und abzuwarten. Das Leben sitzt nicht da und wartet, bis es stattfindet.

Die Frage ist doch letztendlich: Wo ist dein Bewusstsein? Was ist dein Bewusstsein? Welche Gedanken denkst du, welche Gefühle hast du und worauf richtest du deine Aufmerksamkeit? Und aus welcher Intention heraus tust du, was du tust? Wenn ich sage Aus dem Hamsterrad aussteigen, meine ich nicht, dein Leben abzustellen und dein Sein zu beenden. Das wäre ein Rückschritt, und dieser Schritt zurück wäre aus Sicht des Grossen Ganzen lächerlich. Aber es wäre gut und durchaus hilfreich, wenn du dich fragen würdest, was mehr dem entspricht, das du tatsächlich bist: Dein vom Verstand geformtes Ego als Antrieb einer kurzzeitig im Körper inkarnierten Person oder das unendlich liebevolle Wesen, das diese Person, die dein Ego Ich nennt, erschaffen hat. Diese Frage kannst du dir nicht stellen, während du tust, was du tun musst, da dich dieses Tun in der Illusion hält, die dazu führt, dass du dich mit ihr identifizierst, anstatt mit dem, was du tatsächlich bist.

Quelle: http://www.lebensrichtig.de/fragen-an-arthos/was-genau-ist-der-unterschied-zwischen-tun-und-sein-und-welche-rolle-spielt-das-ego-dabei.html

Original auf: http://www.lebensrichtig.de/
Gefunden bei: https://nebadonia.wordpress.com/2017/01/03/neues-von-arthos/
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