2017-02-10

Dem Ziel so nah…

  von Eva Maria Eleni


Dem Ziel so nah…

Einer der schwierigsten Momente im Leben ist jener,
in dem zu das Ziel schon sehen kannst,
beinahe als müsstest du nur die Hand danach ausstrecken.

Und doch bist du noch nicht angekommen.

Kümmerst du dich nun sehr um das Ziel
übersiehst du die Hürden die noch vor dir liegen.

Daher mach deine Augen auf und sieh bewusst an was da ist,
ohne etwas auszublenden.

Manche Hürden sind individuell –
noch hie und da gilt es Personen/Situationen/Konventionen/etc loszulassen,
um sich selbst zu erlösen.

Eine Hürde aber müssen wir alle nehmen:

Die Hürde der Ungeduld,
die uns die Bewusstheit über den Augenblick entreißen würde.

Es ist eine wahre Kunst, jetzt zu erkennen, wann es Zeit ist, locker zu lassen
und mitzufließen, wann es an der Zeit ist zu handeln.

Es die Meisterschaft nicht zu ziehen oder zu zerren,
aber ebenso wenig zu bremsen oder was geschehen will zu behindern.

Das klingt kompliziert, das ist es im Grunde aber nicht.
Dennoch verlangt es Aufmerksamkeit, Aufrichtigkeit
und die entsprechende Hingabe an diesen Moment.

Es erfordert unser Erkennen der großen Bedeutsamkeit
die diese Meisterschaft mit sich bringt.

Das bewusste Durchschreiten dieser Aufgabe
bringt neuerlich eine große Befreiung mit sich!

Oben Beschriebenes betrifft im Grunde alle Lebensbereiche
in welchen Neuland betreten wird.

Geht es um Liebesbeziehungen so sind spezielle Herausforderungen zu meistern:

Frauen müssen die Meisterschaft der Hingabe wieder neu zu integrieren –
bei sich zu sein und gleichzeitig den Mann einzuladen,
ihn wirklich willkommen zu heißen.

Viele Grenzüberschreitungen der Vergangenheit,
Verletzungen, Unterwerfungen, so viele Male einen fremden Willen aufgezwungen
bekommen zu haben, macht dies zu einer enormen Herausforderung.

Denn wenn die Frau bei sich selbst ist und bleiben will,
dann spürt sie dies alles.

Doch nur auf diese Weise kann sie es letztlich auch entlassen
und sich selbst wie ihren Geliebten erlösen.

Hingabe ist in unserem wahren Frau-Sein angelegt,
Teil unserer wahren Natur.

Wir müssen nichts neu erfinden.

Es reicht aus, all den unnützen alten Unrat zu beseitigen welcher sich offenbart,
um einfach wieder in der Natürlichkeit mitfließen zu können.

Männer haben die Aufgabe des Handelns –

Handeln an sich das können die meisten
(sind wir doch allesamt vorrangig handlungsorientiert erzogen worden).

Doch klappt dieses gewohnte Handeln immer schlechter.

Es kann sich anfühlen als wären die Beine gelähmt, die Hände gebunden.

Es stellt eine enorme Herausforderung dar, das alte Handlungsschema zu durchbrechen und alte, destruktive Gewohnheiten zu enttarnen.

Es ist wahre Kunst eine neuartige, ungewohnte Form des Handels zu entfalten –
ein Handeln das aus der inneren Quelle erwächst
und vom Herzen aus gelenkt wird anstatt von Stress und Druck.

Doch ist sie natürlicher Teil der Instinktnatur eines wirklich sensitiven,
fühlenden Mannes.

Daher braucht auch hier nichts erfunden zu werden.

Gebraucht wird das Loslassen der alten Strukturen,
geprägt von übereiltem, zu schnellem Losrennen,
welches ein echtes Ankommen zunichte macht.

Das Herz und die Seele müssen die Chance haben,
bei den Handlungen Schritt zu halten!

Ein bewusstes, bestimmtes Voranschreiten ohne jede Hast will erarbeitet werden.

Dies geht einher mit Bewusstheit –
also Verbundenheit mit Herz und Seele –
als alleinige Führung.

Teil dieser Aufgabe ist auch das Unterscheiden
was nicht wirklich aus dem Herzen kommt,
sondern aus Missverständnissen, alten Verletzungen
oder gekränkter Eitelkeit geboren wurde.

Nichts davon ist leicht,
ganz besonders dann nicht, wenn das Ziel schon so spürbar, in Sichtweite ist.

Es braucht beide Pole.
Frau und Mann müssen beide ihre Aufgaben annehmen
um diese Hürde zu meistern.

Jeder einzelne Moment ist der eine Augenblick, der zählt.
Das Ziel erreichen wir dann wie von Zauberhand.


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