2017-06-07

Forscher sichten extrasolaren "Einstein-Ring"


Dank Hubble-Teleskop gibt es einen weiteren Beleg für einen wichtigen Teil der Relativitätstheorie.

Dank des Weltraumteleskops Hubble haben US-Forscher einen neuartigen Beleg für einen Teil der Relativitätstheorie von Albert Einstein gefunden. Die Astronomen von der Universität Baltimore im Bundesstaat Maryland erblickten damit einen sogenannten "Einsteinring" um einen Planeten, wie sie am Donnerstag im Wissenschaftsmagazin "Science" berichteten.

Dabei handelt es sich um einen Lichtring, der sich um einen Stern bildet, wenn ein anderer Himmelskörper genau zwischen diesen Planeten und die Erde tritt. "Einstein wäre stolz", schreibt der US-Astronom Terry Oswalt in einem Begleitartikel. "Eine seiner wichtigsten Vorhersagen ist damit durch gründliche Beobachtung belegt." Bei Einsteins These handelt es sich um den sogenannten Gravitationslinseneffekt. Er besagt, dass sich aus der Lichtkrümmung Rückschlüsse auf die Masse des im Hintergrund liegenden Planeten ziehen lassen.
Extrasolar

Einstein selbst nahm an, dass sich dieser Effekt nur dann beobachten lasse, wenn die Sonne zwischen die Erde und den zu vermessenden Planeten trete. Im Jahr 1919 wurde das Phänomen bei einer totalen Sonnenfinsternis erstmals beobachtet.

Den US-Forschern gelang es nun erstmals, Einsteins These auch mit einem anderen Himmelskörper als der Sonne zu verifizieren - und zwar mit Hilfe des Hubble-Teleskops, das gemeinsam von der US-Raumfahrtagentur NASA und der EU-Schwester ESA entwickelt wurde. Die Relativitätstheorie des weltberühmten Physikers beschreibt die Wechselwirkung zwischen Zeit, Raum und Schwerkraft.

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