2018-06-18

Lichtrose: Das nennt man „Erwachen“


Jetzt ist es bei mir soweit … ich befinde mich in meinem ganz persönlichen Prozess des tiefen Erwachens, einem Prozess, der mir gerade so einiges abverlangt. Ausgelöst und unterstützt durch den letzten Neumond kommen hier Wellen an Energie an, die genau das in mir bewirken. Ich gehe gerade vom spirituellen „Ich“ zum bewussten „Ich“ … oder noch konkreter … zum „Ich“, also dem, was ich wirklich bin.

Vielleicht wundert ihr euch und meint, diesen Weg gehen wir ja schon die ganze Zeit. Ja, dem ist schon so. Doch was ich in den letzten Tagen und Stunden erfahren habe, über mich endlich zulassen konnte, ist anders. Da gibt es kein Drumherumreden. Es geht auch nicht, alles mit schönen Worten zuzudeckeln. Das, was gerade ist, ist! Heftig, schmerzhaft, befreiend und … ja, ich suche noch ein wenig Halt …

Lasst es mich mal so beschreiben: ich spürte in mir Dunkelheit aufsteigen, spürte Schmerz und dass irgendwas ganz und gar nicht mehr stimmt. Ich spürte, dass ich endlich hinschauen muss, jawohl – muss! Denn die Klarheit, die sich dann zeigte, ließ mich erkennen, dass ich lange, sehr lange, meine Augen verschloss … es war, als ob ich jahrelang eine Rolle spielte.

Warum meine ich, dass ich eine Rolle spielte, war ich doch auf meinem Weg unterwegs? Das ist richtig. Ich bewegte mich seit einigen Jahren … zuerst zu meinem „spirituellen Ich“, später dann schrittweise zu meinem „bewussten Ich“, um jetzt noch tiefer anzukommen, in meinem „Ich“. Ohne Schnörkel, ohne Anhaftungen, ohne, dass ich Dinge mache und bin, die nicht meine sind … ich erkannte … mich selbst!

Nun, dieser Neumond und alles, was gerade herein schwingt, nahm mich mit, hinein in Tiefen, hinein in Schmerzen, hinein in Ängste, wie ich sie so noch nicht erfuhr. Ich hatte nur die Wahl zwischen – weiter die Augen vor der Wahrheit, meiner Wahrheit, verschließen oder endlich hinschauen. Ich befand mich gerade in einer Medi, als mir ein Spiegel vor`s Gesicht gehalten wurde und mir gesagt wurde: „Schau endlich hin! Sei ehrlich, ganz ehrlich zu dir!“ Oh man, fiel mir das schwer, ich wand mich noch etwas hin und her, schaute zur Seite und begegnete einer Angst, die mich lehrte … diese zeigte sich mir als Angst vor dem Alleinsein, ich meinte, wenn ich diesen Schritt jetzt gehe, dann … ja, wer bin ich dann noch? Was macht mich aus? Wofür stehen ich? Bin ich dann noch Autor oder Heiler oder Wegbegleiter … oder … oder … , doch vor allem, gehöre ich dann noch dazu? Ja, ich spürte eine Todesangst, nicht mehr zum Kreis der „angesehenen“ spirituellen Menschen zu gehören, die sichtbar sind, die wahrgenommen werden, die das Ganze hier in Bewegung bringen … so eine Angst kannte ich bisher nicht, sie zermürbte mich fast und krallte sich an mir fest, brachte mich zum Schwanken und hinterließ ein Gefühl der totalen Unsicherheit. Nur, was passierte hier wirklich? Ich ließ zu, dass mich diese Angst umklammert hielt und begann nach und nach zu erkennen, worum es sich handelte. Es war ein Teil in mir, der darum rang, seiner Aufmerksamkeit entzogen zu werden, plötzlich nicht mehr gesehen zu werden, der Angst davor hatte, sterben zu müssen und dann erst recht nicht mehr gesehen zu werden. Puh … fühlt sich so sterben an? Ist das der Punkt, wenn das Ego seine Macht abgibt???

Gleichzeitig war da dieser Spiegel, der sich auch nicht verdrängen ließ. Ich musste hineinschauen und dabeibleiben, um endlich zu erkennen. Und das schmerzte so sehr. Was ich da sah, ließ mich fast verzweifeln. Ich sah mich … sah mich, wie ich so lange versucht habe, zu manipulieren, etwas „vom großen Kuchen abzubekommen“, sah, wie ich aus Mangel immer wieder bei anderen schaute, nachmachte, ähnliches anbot, Werbung hier und Werbung da, und das alles für Dinge, die nicht aus meinem Herzen kommen. Das tat besonders weh! Meinte ich doch, dass ich genau das tun sollte. Meinte ich doch so lange, dass ich hier bin, um auf diese Weise zu dienen … ach ich meinte sooo viel und muss doch jetzt erkennen, dass das meiste davon aus Mangelgefühlen, aus Angstgefühlen und Anhaftungen an Strukturen entstand.

Der erste Schritt dabei – anzunehmen, was ist, auch wenn es so schmerzt, auch wenn mir manches einfach im Nachhinein peinlich ist, auch wenn ich vieles davon nicht verstehe, warum ich es tat, wieso ich mich verlief, was das alles mit meinem Weg zu tun hat … ich musste lernen, es so anzunehmen, mich anzunehmen!

Erst dann wurde ein Feld frei, damit ich erkennen durfte … erst dann sah ich wirklich …

Denn, um eine Frage bin ich all die Jahre herumgeschlichen, die Frage: „Was macht mir wirklich Freude? Was kommt aus meinem Herzen? Was bin ich?“

Ok, das sind jetzt drei Fragen … doch sie gehören für mich zusammen. Denn sie sind es, die mir den Weg weisen, die jetzt Klarheit ins Geschehen bringen und mich radikal alles das aus meinem Leben entfernen lassen, was nicht zu mir gehört. Das mag vielleicht für manchen aussehen, als ob ich nicht wüsste, was ich will, denn die letzten Wochen und Monate ging echt viel hin und her, angefangen bei meinen Webseiten, meinen Angeboten …

Ich weiß nicht, ob es anderen auch so geht, vielleicht sieht man es auch bloß nicht, weil nicht jeder öffentlich schreibt, was er gerade erlebt … doch ich kann grad nicht anders. Mein Leben stellt sich in diesen Tagen ganz neu auf. Auf eine Art und Weise, die ich bis vor ein paar Tagen niemals gedacht hätte. Ich werde demnächst Dinge tun, die ich bis vor kurzem noch abgelehnt hätte. Ich hatte es ja schon erwähnt, dass ich auf Jobsuche war. Ab 1.7. werde ich für ein paar Stunden etwas ganz anderes tun als schreiben, im Internet surfen, bei Facebook meine Texte teilen usw. … es ist ein erster Schritt, aus dem System (Abhängigkeit vom Jobcenter) heraus zu finden und gleichzeitig frei zu sein, mir wirklich bewusst zu werden, was ich will, wobei mein Herz singt und was mir Freude macht. Und nur noch das will ich teilen, weitergeben und leben

Wir befinden uns gerade in einer Übergangsphase, sagen viele Botschaften, fühle ich auch so. Unser Leben wird neu, wenn wir es zulassen. Das kann auf so verschiedenen Ebenen geschehen, bei jedem anders aussehen und doch, wenn du dich ähnlich fühlst, keine Ahnung hast, wohin mit dir, wie es weiter geht, wo du gerade stehst, erinnere dich daran, wer du bist! Nimm dir die Zeit und den Raum, heraus zu finden, was du hier leben willst, egal, ob schon eine Lösung in Sicht ist oder du weißt, wie genau du dies umsetzen kannst. Sie wird kommen und sie wird leicht sein! Alles anders lass los …

Noch kurz ein Auszug aus meinem Tagebuch:

„Ich sehe ein weißes Blatt, wo nur ganz wenig draufsteht …

Ich habe zu prüfen, wobei singt mein Herz??? Was macht mir wirklich Freude? Was ist meins (und nicht irgendwas Abgekupfertes)? …

Ich muss hinschauen, muss ehrlich sein => verstecken geht nicht mehr!

Kann ich das, alles loslassen, alles zumachen (meine Webseiten), ganz neu anfangen, für mich?“

Ja, das fiel mir am schwersten, mich mit den Gedanken vertraut machen, all das doch irgendwie Vertraute gehen zu lassen, das, wo ich so viel Zeit und Arbeit hinein investiert hatte, mit einem Klick zu beenden, alles loszulassen und dann mit (fast) leeren Händen dazustehen. Ich spürte, wie mich erneut die Angst umklammerte und in mir ratterte … „Wer bin ich denn dann noch ohne all das?“ Dies war meine größte Sorge, dass ich mich selbst nicht mehr kenne, doch vor allem nicht mehr über etwas definieren kann. Nichts im Außen da, was mir dabei hilft – übrig blieb und bleibt nur: Ich bin ICH! Ein Mensch, ein Wesen, dass hierher kam, um sich zu erinnern, um all das zu erfahren (ich vergebe mir gleich mal), um zu wachsen und um irgendwann genau an diesem Punkt zu stehen und zu erkennen:
Das nennt man Erwachen!

Übrig bleibt …

Wahrhaftigkeit – Integrität – schonungslose Ehrlichkeit – Tiefe –
Erkennen – Berührung – Vertrauen

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Ein kurzer Nachtrag:

Nach all den Erkenntnissen bin ich zurück auf diese Webseite gegangen … hier werde ich ab sofort weiter meine Blogartikel schreiben und dich so daran teilhaben lassen, wie es mit dem „Erwachen“ von mir und uns allen weiter geht. Meine Angebote und weiteren Webseiten sowie der Shop werden geschlossen. Auch meine Fb-Seite lösche ich. Dort kannst du mich über mein Profil erreichen. Mir ist es wichtig, das, was ich jetzt wahrnehme, auch zu leben und mich nur noch damit zu beschäftigen, was wirklich aus tiefstem Herzen gelebt werden will, keine Kompromisse mehr!

Oben in der Leiste findest du eine Seite „Spenden„. Hier hast du die Möglichkeit, meine Blogarbeit wertzuschätzen und mir somit etwas zurück zu geben, wenn es sich für dich richtig anfühlt. Dafür danke ich dir schon einmal im Voraus!

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