2019-05-31

Heike Kühnemund: Und wieder zurück


Heute schreibe ich mal etwas anders … ich übergebe „nach oben“ (bewusst) und „lasse schreiben“ … Es kommt: „Und wieder zurück“ … Zurück wovon, fragt sich mein Verstand. Doch ich gebe ja ab und schaue mal, was mir meine Führung damit sagen mag.

Auslöser war meine heutige Krafttierkarte: die Taube. Ungewöhnlich, anders und irgendwie auch erinnernd, ja tiefgehend. Und da ist es wieder dieses: „Und wieder zurück“.

Ich erinnere mich, dass ich weit gereist bin. Ich erinnere mich auch, dass ich dabei viel erlebt habe. Dass ich tief hinab gestiegen bin. Dass ich hoch geflogen bin, um dort oben fast den Himmel zu berühren. Ich erinnere mich daran, dass ich mich dabei fast verbrannt hätte und so manches Mal abhob – nur um dann zu erkennen, Leben ist hier. Leben findet hier auf der Erde statt. Doch ich musste fliegen, um mich auch in diesem Feld zu erfahren. Und so erlebte ich beide Extreme, ich sankt tief und flog hoch. Beides ähnlich intensiv, beides auch beängstigend. Beides extrem stark fühlbar und berührend.

Und weiter ging meine Riese, gewundene Pfade entlang meines Lebensflusses, über Steine, durch Täler und Schluchten, hinauf und hinab, nur um dann festzustellen: „Oh man, hier war ich doch schon einmal!“ Diese Reise führte mich immer wieder an dieselben Orte, nur mit anderer Besetzung. Als ich das erkannte, war viel geschafft, denn ich wusste, alles hat seine Richtigkeit. Spiralförmig wand sich mein Weg, hinauf in neue Gefilde, hinein in meinen Seelenraum. Immer tiefer, immer intensiver, immer mehr Schichten beiseite schiebend oder zuschauend, wie diese sich lösten. Ich wurde leichter, gefühlt inniger, spürte mich wieder in meinem Sein. Die ganze Größe meines Ichs offenbarte sich mir, um mir erneut Angst einzujagen.

War das Ich? Bin das Ich? Bin ich dazu hier? Will ich wirklich, dass man mich sieht, so sieht, wie ich bin, mit allem, mit allem … ???

Die Antwort steigt leise in meinem Inneren auf. Sie flüstern zuerst, dann summt sie, um anschließend singend und laut rufend mich zu erinnern: ja, ja, ja!!! Dazu bin ich hier! Um mich zu zeigen, um zu sein, ja, um der Welt klar zu machen: „Es reicht, zu sein!“ So, wie ich bin, so wie ich mich fühle, mit all meinen Facetten, mit all meinen Wunden, die immer noch aufplatzen und mein Herz weinen lassen, mit all meiner Freude und Impulsivität, mit allem, was mir passt und was mir nicht gefällt … mit all meinem Mut und meiner Vision, die durch meine innere Kraft getragen wird … und durch mein inneres Wissen – dazu bin ich hier!!!

Ich bin wieder zurück, habe zurück zu mir gefunden. Noch zögernd, ein wenig tastend, alles Neue anschauend, ja manchmal auch noch zweifelnd, weil so oft noch allein fühlend … doch ich bin in mir, komme dort an und weiß, nur ich allein kann mich so wahrnehmen, so wertschätzen, so lieben. Und was das Alleinsein-Gefühl angeht, es geht und kommt, es wird aber weniger und … ich öffne mich, öffne meine Hände und mein Herz und lasse zu, dass man mich berührt … wir finden uns, jetzt und in nächster Zeit, ganz neu, ganz anders, über unsere Herzen. Wir finden uns, ganz bestimmt. Und ich finde mich, finde zu mir zurück und spüre, hier komme ich an.

So wie ich mich hier auf dieser wunderschönen Erde finde, wie ich meine Verbundenheit spüre, jeden Tag erneuere und mich den kleinen und großen Wundern öffne, sei es, wenn die Tiere mich berühren, wir uns begegnen, auf allen Ebenen mittlerweile oder sei es, wenn ich in den Himmel schaue und den Wolken hinterher sehe, sei es, wenn ich staunend dastehe und die ersten Früchte in meinem Garten ernte (nach so kurzer Zeit ) … oder sei es, wenn ich mich in mir wieder finde, so wie jetzt gerade …

Ich komme zurück, nein besser, „Ich bin zurück“ … ja, so lasse ich es jetzt stehen

Und wieder führte mich etwas, diese Worte aufzuschreiben. Vielleicht berühren sie ja dein Herz, vielleicht spürst du, dass unsere Herzen verbunden sind, vielleicht kommst du ja auch zu dir zurück – jetzt???

Jede Spende, die meine Blogarbeit wertschätzt, hilft mir gleichzeitig bei der Umsetzung meiner Gartenvision.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen