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2017-10-31

Alles Schall und Rauch: Die wahre Geschichte der Ermordung von JFK

Bereits mit 16 Jahren begann die "Karriere" von Lee-Harvey Oswald für den amerikanischen Geheimdienst CIA. Er kam unter die Fittiche von David Ferrie, der von der CIA gedeckte Geheimoperationen gegen Kuba durchführte.

Mit 17 meldete sich Oswald beim US Marine Corps und durchlief eine Militärausbildung. Er war dort ein unterdurchschnittlicher Schütze. Wie viele potentielle Agenten wurde Oswald auf zukünftige Aufgaben vorbereitet und bekam eine falsche Fassade. Das heisst, er musste sich als Kommunist ausgeben, um Pro-Castro-Bewegungen zu infiltrieren. Deshalb bekannte er sich als Marxist-Leninist.


Der CIA-Agent Lee-Harvey Oswald

Er lernte während dieser Zeit Russisch und hatte die Prawda abonniert. Am 22. August 1957 wurde er nach Abschluss seiner Ausbildung auf dem geheimen Luftwaffenstützpunkt Atsugi in Japan stationiert, von wo aus die Lockheed U-2 – damals eines der geheimsten Projekte der United States Air Force – zu Spionageflügen in Richtung Sowjetunion und Volksrepublik China startete. Unmöglich wenn er ein echter Kommunist gewesen wäre, denn dort kam Oswald das erste Mal mit streng geheimen Informationen in Berührung. Im November 1958 wurde Oswald auf der Marinebasis El Toro in Kalifornien stationiert. Am 11. September 1959 wurde er nach Ablauf seiner Dienstzeit entlassen.

Mit dieser Tarnung als Kommunist war ursprünglich geplant, Oswald nach Kuba zu schicken, um in Fidel Castros Bewegung hineinzukommen, die am 26. Juli 1959 die Macht übernommen hatte. Aber die CIA änderte die Pläne und schickte ihn in die Sowjetunion, wo er über Helsinki einreiste und am 16. Oktober 1959 in Moskau ankam. Die sowjetischen Behörden wussten zu diesem Zeitpunkt nicht, ob sie Oswald vertrauen konnten oder ob er ein amerikanischer Agent war. Um seine Vertrauenswürdigkeit zu beweisen ging er am 31. Oktober 1959 in die amerikanischen Botschaft in Moskau, um seine amerikanische Staatsbürgerschaft aufzugeben. Oswald wurde jedoch "abgewiesen", da die zuständige Abteilung an diesem Tag "nicht besetzt" war.

Am 8. Januar 1960 traf Oswald in Minsk ein. Am 13. Januar trat er dort in einer Fabrik, die unter anderem Radio- und Fernsehgeräte herstellte, eine ihm von den sowjetischen Behörden zugeteilte Stelle als Metallarbeiter an. Später lernte er die Pharmakologiestudentin Marina Nikolajewna Prussakowa, die Nichte eines Obersten des sowjetischen Geheimdienstes, die ihn auf Grund seines Akzents zunächst für einen Balten hielt. Sie heirateten am 30. April 1961. Ihr erstes Kind, June Lee Oswald, wurde am 15. Februar 1962 geboren. Schon bald war aber Oswald in der Sowjetunion "unzufrieden": Die Sowjets hätten die Lehre von Karl Marx "pervertiert", behauptete er. Am 13. Februar 1961 bat er die amerikanische Botschaft um Hilfe bei der Rückkehr.

Am 10. Mai 1962, teilte man ihm mit, dass seine Rückreise in die Vereinigten Staaten arrangiert sei. Kein Wunder als CIA-Agent. Auch die sowjetischen Behörden legten dem Ehepaar keine Steine in den Weg. Am 13. Juni 1962 kehrte Oswald mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten zurück. Das Aussenministerium schoss ihm sogar die Reisekosten vor und stellte ihm einen Pass aus. Unter normalen Umständen wäre das alles unmöglich gewesen, aber die "helfende Hand" arrangierte alles. Der dreijährige Aufenthalt in der Sowjetunion diente ja dazu, um seine Biographie passend zu vervollständigen.

Mit diesen "Referenzen" konnte man ihn endlich in die Pro-Castro-Bewegung einschleusen, bzw. ihn für Aktionen gegen Castro nutzen.

Er kam als US-Agent unter die Kontrolle von E. Howard Hunt und wurde in verdeckte Aktivitäten der CIA eingeführt. Hunt war einer der wichtigsten Figuren in der Organisation der schiefgelaufenen CIA-Invasion von Kuba an der Schweinebucht, mit dem Ziel, Castro zu stürzen. Hunt und viele andere in der CIA und im Militär haben Kennedy die Schuld für das Versagen gegeben und hassten ihn, weil er sich weigerte den von der CIA eingesetzten Söldnern und Anti-Castro-Kämpfern eine Luftunterstützung durch die US Air Force zu genehmigen.

Hunt war die Person, die alle Mordanschläge für die CIA gegen Castro sich ausgedacht hatte und sein ganzes Lebensziel war es, Castro zu beseitigen. Oswald wurde von ihm gesteuert und in den kochenden Kessel der Gemeinde der Exil-Kubaner in Miami und New Orleans geworfen. Oswald hatte zu diesem Zeitpunkt keine Ahnung was seine ultimative Mission sein würde, die Hunt für ihn vorgesehen hatte.

Hunt war völlig paranoid über Oswalds russische Ehefrau, denn er dachte, sie wäre eine russische Spionin, weil die sowjetischen Behörden sie ohne grosses Aufsehens nach Amerika haben ausreisen lassen. Deshalb durfte Oswald ihr nichts über seine Aktivitäten erzählen. Die waren nämlich, sich als Pro-Castro-Aktivist auszugeben und für das von der CIA gegründete Fair Play for Cuba Committee zu arbeiten, dessen einziges Mitglied in New Orleans er war. Auf Flugblättern, die er verteilte, protestierte er gegen eine mögliche amerikanische Invasion Kubas.

Um seine Glaubwürdigkeit noch mehr zu steigern gab die CIA Oswald den Auftrag, einen fingierten Mordanschlag auf den ausser Dienst stehenden rechtsradikalen Generalmajor Edwin A. Walker zu verüben. Dieser war 1961 von Präsident Kennedy seines Kommandos enthoben worden, weil er Propagandaschriften der John Birch Society unter seinen Untergebenen verteilt hatte. Am 10. April 1963 hat Oswald aus etwa 30 Meter Entfernung auf Walker durch ein Fenster seines Hauses geschossen. Die Kugel wurde durch den hölzernen Fensterrahmen abgelenkt und verletzte den Ex-General nur am Unterarm.

Die Polizei in Dallas hatte Oswald nach dem gescheiterten Mordanschlag nicht in Verdacht. Wieder die schützende Hand.

Zur Erläuterung, bei der John Birch Society (JBS) handelt es sich um eine rechtsradikale amerikanische Organisation, die in den 1950er bis Anfang der 1960er Jahre eine vermutete Infiltration durch die Kommunisten befürchtete und bekämpfte. Oswald sollte sich deshalb mit dem Versuch der Beseitigung eines Antikommunisten rühmen können.

Das Mordkomplott gegen John F. Kennedy

Hunt dachte sich die bizarrste Attentatsintriege überhaupt aus. Oswald sollte an einem fingierten Attentatsversuch auf Kennedy teilnehmen, um danach Fidel Castro als Befehlsgeber damit zu belasten. Das ganze um die Rechtfertigung vor der amerikanischen Bevölkerung und dem Weltpublikum zu haben, in Kuba einmarschieren zu können und Castro zu stürzen.

Um Oswalds Verbindung zu Kuba noch glaubhafter zu machen und die Spur nach Havanna zu legen, gab man ihn den Auftrag, die kubanische Botschaft in Mexiko City zu besuchen. Wie gesagt, Hunt glaubte, wenn man Castro in ein Attentat gegen JFK in Verbindung bringen könnte, würden die aufgebrachten Amerikaner eine Invasion Kubas unterstützen.

Interessant ist, Kennedy selber war nicht in die Pläne eines fiktiven Anschlags auf sein Leben eingeweiht. Hochrangige Offizielle in der Regierung schon. Der militärische Geheimdienst, das FBI und die CIA waren alle daran beteiligt.

Oswald war anfänglich misstrauisch über Hunts Plan, aber mit der Versicherung, hochrangige Offizielle wären involviert, sogar der Vizepräsident Lyndon B. Johnson, machte er mit. Oswald sollte einen Schuss in die Luft abgeben, sich dann verstecken und die falsch gelegte Spur würde mit Hilfe der Medien nach Kuba führen.

Man versprach ihm, er würde als Held gefeiert werden und ein normales Leben nach seiner Rückkehr führen können, wenn das US-Militär das kommunistische Kuba erledigt hätte.

Aber dann passierte etwas. Hunts fiktives Attentat wurde in ein echtes verwandelt. John F. Kennedy wurde tatsächlich ermordet. Von drei importierten Auftragskillern aus Europa!!!

Lee-Harvey Oswalds designierte Rolle dabei war am Tatort zu sein und als Sündenbock zu dienen, bzw. als "Täter" präsentiert zu werden.

Nachdem Oswald wie alle anderen mitkam, Kennedy ist wirklich ermordet worden, erkannte er seine Rolle in dieser Verschwörung und erkannte auch die Gefahr in der er sich befand. Wie alle Sündenböcke müssen diese ziemlich schnell auch getötet werden, damit sie nicht reden können.

Diese Aufgabe wurde dem Polizisten J. D. Tippit zugeteilt, der nur 45 Minuten nach dem Attentat zur Wohnung von Oswald geschickt wurde, um ihn zu ermorden.

Mittlerweile war ja die Täterbeschreibung von Oswald an alle Polizeistreifen verteilt worden und Tippit sollte nach Erfüllung des Mordauftrages sagen, er hätte Oswald erschiessen müssen, weil dieser sich der Verhaftung widersetzte.

Aber es passierte anders. Oswald erkannte sofort was ihm bevorstand, denn er kannte Tippit, den er ein Woche vorher zusammen mit Jack Rubinstein getroffen hatte, da alle drei ein Teil der Verschwörung waren. Oswald erschoss Tippit, kam ihn damit zuvor, und flüchtete ins nahe gelegenen Texas Theatre, wo eine Filmvorführung lief.

Da er ins Kino eiligst und ohne ein Billett zu kaufen reingestürmt ist, hat die Kassiererin die Polizei gerufen. Ihre Beschreibung von Oswald passte zum Fahndungsaufruf über den JFK-Attentäter und 15 Polizisten rückten an, kamen ins Kino und verhafteten Oswald.

Nach seiner Verhaftung wurde Oswald zwölf Stunden lang verhört. Dabei wurden von seinen Händen und seiner Wange Paraffinabgüsse genommen, die chemisch auf Nitratspuren untersucht wurden. Damit sollte überprüft werden, ob er in den letzten Stunden Schusswaffen abgefeuert hatte. Die Testergebnisse an seinen Händen waren positiv, der an seiner Wange negativ.

Die Analyse der Kugel, die in Tippits Leiche gefunden wurden, stimmten mit der Waffe die Oswald bei sich trug überein.

Diese Ergebnisse weisen daraufhin, Oswald hat mit seinem Revolver Tippit erschossen, aber nicht Präsident Kennedy.

Als Oswald am darauf folgenden Tag bei der ersten öffentlichen Vorstellung erfuhr, dass er des Mordes an Kennedy angeklagt werden sollte, rief er: "Ich bin nur ein Sündenbock! (I’m just a patsy!)"

Bis zu einem Drittel aller Ohrenzeugen des Kennedy-Attentats gab an, die Schüsse seien nicht aus dem Schulbuchlager gekommen, sondern von einem Grashügel am Dealey Plaza. Knapp 9 % hatten vier oder mehr Schüsse gehört. Was bestätigt, es gab mehrere Schützen.

Die drei angeheuerten Scharfschützen vom "grassy knoll" waren übrigens innerhalb von drei Stunden tot und in der Wüste von Texas beerdigt.

Der nicht besonders gute Schütze Oswald war also nicht der Einzeltäter, der den Präsidenten mit einer "Meisterleistung" zweimal als bewegliches Ziel getroffen hat, sondern nur der von den Drahtziehern designierte Sündenbock.

Diese hatten aber jetzt ein grosses Problem, Oswald lebte noch und konnte alles verraten. Also haben sie Jack Rubinstein beauftragt, den "verpatzten" Auftrag von Tippit zu vollenden.

Rubinstein wusste zu diesem Zeitpunkt, er würde sowieso bald sterben, denn er war an Lungenkrebs erkrankt, also nahm er den Auftrag an.

Am 24. November 1963, zwei Tage nach der Verhaftung von Oswald, ging Rubinstein ins Polizeigebäude von Dallas, kam unmittelbar in die Nähe von Oswald, der in das Staatsgefängnis von Dallas überführt werden sollte, und schoss ihn um 11:21 Uhr mit einem Revolver in den Bauch. Oswald starb um 13:07 Uhr im Parkland Hospital der Stadt.

Damit war der Fall "Ermordung von JFK" erledigt, Täter war bekannt, keine weiteren Untersuchungen mehr notwendig.

Rubinstein starb am 3. Januar 1967 in Dallas, Texas während er eine lebenslange Freiheitsstrafe absass.

Während einer Pause in der Gerichtsverhandlung hat Rubinstein folgendes gegenüber TV-Kameras ausgesagt:

"Das einzige was ich sagen kann. Alles, was von Bedeutung ist, alles, was geschehen ist, kam niemals ans Tageslicht. Die Welt wird niemals die wahren Tatsachen erfahren: mit anderen Worten, meine wahren Motive. Ich bin die einzige Person im Hintergrund, die die Wahrheit über alles, was sich auf meine Person bezieht, kennt."

Der Interviewer fragt Rubinstein, ob er glaube, dass die Wahrheit jemals ans Licht kommen werde. Rubinstein:

"Nein. Denn unglücklicherweise werden diese Leute, die so viel zu gewinnen haben und ein starkes Motiv hatten, mich in diese Lage zu bringen, in der ich bin, niemals zulassen, dass die wahren Tatsachen ans Tageslicht der Welt kommen."

Die anschliessende Frage eines Reporters, ob ebendiese Leute hohe Positionen bekleiden würden, bestätigt er.

Das ist die wahre Geschichte über die Ermordung von Präsident Kennedy.

Abschliessend möchte ich erwähnen, E. Howard Hunt wurde am Tag des Attentats in Dallas verhaftet, weil er wie ein "Vagabund" sich angekleidet hatte (als Tarnung) und in der Nähe des Tatorts sich befand, ja genau dort von wo oben genannte Zeugen die Schüsse hörten.

In meinem Artikel: "Kennedy Mord und das 'Geständnis am Totenbett'" habe ich das Geständnis von Hunt über seine Beteiligung an der Ermordung von JFK veröffentlicht.

Er war übrigens der Organisator des Einbruchs in die Zentrale der Demokratischen Partei im Watergate-Gebäude, den Präsident Nixon befohlen hatte, was dann die Watergate-Affäre genannt wurde.

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Die wahre Geschichte der Ermordung von JFK http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2017/10/die-wahre-geschichte-der-ermordung-von.html#ixzz4x3b69L92

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