2018-04-27

Nilex A’Rhan: „Die Bedeutung unseres Zeiterlebens – inklusive ‚Time-Line-Shifting'“, 26.04.2018


Wenn es darum geht, Zeit zu verstehen bzw. unser Verständnis von Zeit zu verändern, fährt das Gehirn erst einmal Karussell. Wie soll es auch möglich sein, etwas völlig anderes als real anzunehmen, das man noch nicht einmal ansatzweise als Kostprobe erfahren hat?

Wie kann ein Fisch verstehen, dass es möglich ist, auf dem Land zu atmen und sich fortzubewegen? Gut, es wird Ausnahmen einiger Spezies geben, ich will darauf jetzt nicht herumreiten, aber du weißt, was ich meine. Meine Nase ist mitten im Gesicht, das war sie schon immer und auf dem Hinterkopf hat sie nichts zu suchen, das geht einfach nicht.

Um den Bogen wieder zur Zeit zu schlagen, muss ich als erstes einfach mal annehmen, dass sie als eine lineare Erfahrung schlichtweg ein System ist, das nur in der 3D-Welt existiert. Also, alles, was außerhalb des jetzigen Momentes ist, scheint nicht mehr oder noch nicht zu existieren. Ist real irgendwie ungreifbar. Findet im Kopf statt. Stattdessen erleben wir eine Aneinanderreihung verschiedener Ereignisse, die sich – aus dem voraus gegangen – entwickelt haben. Alles andere macht uns keinen Sinn. Wenn 1. dann 2. und dann 3. Und zwar genau in dieser Reihenfolge.

Und deshalb ist es uns logisch, dass Lernen, Wachstum oder Entwicklung ein Prozess ist, der ebenfalls nur von hier über da nach dort hin entstehen kann. Es erscheint einfach nicht möglich, es von einem Moment auf den nächsten zu erreichen. Wir erleben es als eins nach dem anderen.

Vom höheren Standpunkt aus gesehen funktioniert es allerdings nicht auf diese Art.

Je höher die Dimensionen, also die höher schwingenden Ebenen, desto mehr verschwindet diese lineare Erfahrung und wird zu einer multidimensionalen Ebene.

Alles, was du sein kannst, zu was du fähig bist, existiert bereits in dir. Es geht also darum, statt in etwas hineinzuwachsen, das du noch nicht bist, es vielmehr zuzulassen und alle Aspekte deiner Persönlichkeit zu integrieren. Somit kann es nicht linear sein – ich war dort, gehe diesen Weg und komme zu diesem Ziel – sondern multidimensional: Wie ein Schachbrett beinhaltet dein Wesen alle Quadrate, aber du erfährst in diesem Moment zum Beispiel nur Feld A1 oder C5. Indem du dein Bewusstsein erweiterst, weil du weißt, dass alle anderen Quadrate im „gleichen Augenblick“ – oder besser gesagt in anderen Dimensionen/Zeitlinien – bereits existieren, veränderst du deine Perspektive auf das Wissen, dass diese anderen Quadrate bereits in dir vorhanden sind.

Die Wahrnehmung auf einem Zeitstrahl erlaubt uns nur das bewusste Beobachten eines Prozesses.

Das ist eine Sache der Perspektive. Objekte kann ich von rechts, links, oben usw. betrachten und sehe sie teilweise als etwas komplett verändertes.

Zeit ist keine lineare Erfahrung, sondern eine Sache der Frequenz.

Wenn ich auf einem anderen Level als üblicherweise schwinge, werde ich plötzlich mehr Informationen darüber erhalten, was bereits auf meinem sogenannten inneren Schachbrett vorhanden ist. Verschiedene Quadrate sind verschiedene Erfahrungen in deinem Leben. Sowohl das gegenwärtige Leben als auch die vergangenen und zukünftigen.
Wie kann ich mir dann eine Zeitlinie vorstellen?

Eine Zeitlinie ist ein Entwurf einer möglichen Entwicklung von Bewusstwerdung in Abhängigkeit äußerer Einflüsse. Wie ein Schriftsteller verschiedene Varianten seiner Geschichte entwerfen kann, sind im Feld der universellen Kreation verschiedene Varianten dieses Bewusstwerdungsprozesses enthalten. Welche davon wähle ich?

Meistens definieren wir uns über die Erfahrungen, die wir im Laufe unserer Vergangenheit gemacht haben. Wir sind so und so auf Grund von dem und dem. Und sobald wir unsere Gegenwart und unsere Zukunft verändern wollen, arbeiten wir mit dem, was bisher geschehen ist und versuchen das auf den Kopf zu stellen. Das allerdings ist nur eine Korrektur der momentan gültigen Zeitlinie und nicht das Wechseln in eine andere!

Wenn du dir sagst „Ich verdiene es, geliebt zu werden!“ hältst du das Bild von dir aufrecht, das sagt „Ich werde nicht geliebt.“. Als nächstes versuchst du nun, Gründe dafür zu finden, welche Eigenschaften an dir denn liebevoll sind. Solange du diese Gründe als Entschuldigung dafür benutzt, dich weiterhin selbst zu bemitleiden, hältst du die alte Zeitlinie jedoch am Leben.

Erkennst du aber, dass es eine andere Version von dir in einem parallelen Universum gibt, die „zeitgleich“ – multidimensional – ebenso real existiert, und du dich dafür entscheidest, dein Bewusstsein auf dieses parallele Universum, diese andere Dimension auszurichten, dann kannst du dich tatsächlich auf diese andere Ebene energetisch einstellen und die bisherige Version deines Selbst wird in der neuen Zeitlinie nicht mehr existieren können.

Wenn du deine Zeitlinie also ändern möchtest, wirst du dir bewusst über alle anderen Möglichkeiten und Erfahrungen, um dein inneres Sein zu entfalten.

Sich darüber bewusst zu sein, dass es andere Möglichkeiten gibt und zu WISSEN, dass es möglich ist, auf eine andere Ebene umzuschalten, ist der erste Schritt dazu, den Prozess der Zeitlinien-Änderung zu beginnen. Du veränderst deine Schwingung in eine andere Version deines Selbst und erlaubst es anderen Dingen, zu dir durchzudringen. Und du veränderst damit nicht nur dein Jetzt und deine Zukunft, sondern auch deine Vergangenheit, weil du jetzt eine andere Version deines Selbst bist, das zu einem anderen Punkt deiner Perspektive deines Jetzt und Hier gekommen ist.

Es geht einfach darum, seinen Geist für neue Erfahrungen zu öffnen, wegzukommen von einem einzig gültigen System, das in Jahren verinnerlicht wurde. Etwas für möglich zu halten ist der erste Schritt, das bisher laufende Programm zu verändern. Alle Erfindungen basierten darauf, nicht mit dem vorhandenen zu arbeiten, sondern neue Möglichkeiten in Betracht zu ziehen und einfach auszuprobieren. Erfinde dich selbst also neu, schau, welche Varianten von dir im Äther herumschwimmen und welche davon verlockender sind als die abgelutschte Schreibtischvariante, die du schon seit Jahren nicht mehr sehen kannst.

Für mich ist es immer am wirksamsten, vor einer Veränderung eine Intention zu setzen. Ich will … Oder besser gesagt: Ich WERDE … Wenn ich auf dem Sofa sitze und Hunger habe, setze ich die Intention, in die Küche zu gehen. Andersrum hat es bisher noch nicht funktioniert. Also: Möglichkeiten erkennen – auswählen – Intention setzen – Veränderung realisieren.

Ist doch ganz einfach, oder?

Nilex A’Rhan

Das Multiversum in dir …

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