
Vergebung ist wohl eine der größten Prüfungen des menschlichen Herzens. Ich sehe, wie schwer es vielen Menschen fällt, wirklich zu verzeihen. Manche sagen: „Die Zeit heilt alle Wunden.“ und manchmal stimmt das, doch bei anderen bleibt die Narbe sichtbar, das Herz verschlossen, weil sie nicht vergeben können oder nicht wollen. Vergebung ist keine moralische Pflicht, sondern ein Akt tiefster Freiheit. Sie bedeutet nicht, das Geschehene gutzuheißen, sondern die Last aus der eigenen Hand zu legen. Solange wir festhalten am Schmerz, bleiben wir gebunden an das, was uns verletzte. Doch wenn wir vergeben, öffnen wir die Tür nach innen und lassen das Licht wieder eintreten. Denn wahre Vergebung heilt nicht nur den anderen, sie erlöst vor allem uns selbst. Es ist sicherlich leichter zu vergeben, wenn der andere bereut, wenn ein ehrliches Wort oder ein Blick sagt: „Es tut mir leid.“ Doch manchmal kommt dieses Wort nie. Dann steht der Mensch vor einer großen Aufgabe seiner Seele, zu vergeben, auch ohne Reue zu sehen. Denn Vergebung ist kein Geschenk an den, der uns verletzte, sondern ein Geschenk an das eigene Herz. Sie bedeutet: Ich lasse los, damit ich selbst frei werde und nicht weil der andere es verdient, sondern weil ich Frieden verdient habe. Auch wenn wir oft von anderen ent-täuscht wurden, ist es wichtig, dem Leben zu vertrauen. Denn jede Verletzung trägt eine verborgene Botschaft in sich, sie zeigt uns, wo wir noch heilen, wo wir wachsen dürfen. Erst wenn wir den Schmerz ins rechte Licht rücken, erkennen wir, dass er uns nicht zerstören, sondern verfeinern wollte. So wird selbst die Enttäuschung zu einer stillen Lehrerin auf dem Weg des Herzens. Wahre Reife bedeutet, zu verzeihen, ohne die Erfahrung zu vergessen. Doch echtes Vertrauen ist keine Dummheit...es entspringt der Klarheit eines offenen Herzens. Nur wer verzeiht, ohne zu verbittern, kennt den Frieden der Seele.
Die Wirkung der Vergebung wird von vielen tatsächlich nicht erkannt oder stark unterschätzt. Das liegt daran, dass die meisten Menschen Vergebung nur auf der moralischen oder zwischenmenschlichen Ebene sehen und zwar als Akt, der dem anderen zugutekommt („Ich vergebe dir, damit du dich besser fühlst“). Doch in Wahrheit ist Vergebung ein Akt der inneren Befreiung, der den Vergebenden selbst erlöst. Wenn wir nicht vergeben, halten wir unbewusst an der Vergangenheit fest. Die verletzende Situation bleibt in uns aktiv, wie eine alte Wunde, die nicht heilen darf. Vergebung aber ist keine Schwäche, sondern ein tiefer Akt der Selbstheilung. Sie löst die energetischen Bindungen an Schmerz, Groll und Schuld. Sie öffnet das Herz, sodass Liebe wieder fließen kann. In spiritueller Hinsicht ist Vergebung wie ein Lichtstrom, der durch alle Schatten fließt. Er wäscht Bitterkeit, Selbstmitleid und Angst fort. Und mit jedem Mal, wenn wir wirklich vergeben, nicht mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen, dann dehnt sich unser Bewusstsein ein Stück mehr in Richtung Liebe aus. Jesus sagte sinngemäß:
„Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“
Das war kein bloßes Gebet, sondern eine Demonstration göttlicher Freiheit.
Wenn wir vergeben, treten wir aus dem Kreis von Ursache und Wirkung heraus. Wir sagen: Ich entscheide mich nicht für Rache oder Groll, sondern für Frieden. Und dieser Frieden verändert alles, zuerst in uns, dann in der Welt.
Klaus Praschak
Bild: printerest. de danke
Quelle:
Klaus Praschak
Liebste Freunde,
AntwortenLöschenSeid gegrüßt.
Es ist das alte Paradigma, die alte Energie, die hier noch immer
"gefeiert" wird.
Der Mensch möge sich mit dem Wesen der Polarität beschäftigen.
So kann Es Sein daß er an den Punkt gelangt an dem die Erkenntniss steht :
Es gibt keine Schuld.
Es gibt kein Vergeben.
Liebste Freunde,
es ist an Der Zeit das alte ganz Einfach das zu lassen was es ist.
Wer Ohren hat Der Höhre.
In Liebe verbunden.
Kahndael
Danke lieber Klaus 💖
AntwortenLöschenVergebung ist das Beste was wir für unseren inneren Frieden und damit dem Frieden von AllemWasIst tun können 💖
Es ist eine Erkenntnis, die mit unserer Bewusst~Seins~Entwicklung in Verbindung steht. Denn nichts ist außerhalb von uns. Wir sind mit Allem und Jedem verbunden 💖
Es ist eine Prüfung ja das Stimmt. Im Grunde ist es auch richtig das Schuld eine Illusion ist. Nach meiner Erfahrung ist das was man erlebt hat so tiefgreifend und auch sehr schmerzhaft zutiefst Verstörend das man Schmerz und Leid als die einzige Wahrheit Akzeptiert man fühlt alles 1:1 das ist keine Illusion das ist Real und auch Messbar wenn man gefangen ist im Schmerz ist das wie ein Gefängnis der Seele . Der Mut hinzuschauen das kostet die meiste Kraft dann zu erkennen was dahinter steckt kostet Zeit . Zu erkennen das es nichts bringt in den Schmerz zu Verweilen . Dann versteht man wenn man sagt ich lasse das Los was mich zutiefst aus der Bahn geworfen hat und erkenne das mein gegenüber so gehandelt hat und ich so Reagiert habe in diesen Zeitpunkt . Wir beide wir lernen daraus und wachsen daran was wir erlebt haben. Und lassen los damit wir beide in Frieden sind und weiter gehen können.
AntwortenLöschenJa, seh ich zwar auch so, nur: Vergeben kann immer noch hilfreich sein, einfach vom Fühlen, auch, wenn wir wissen, dass wir mit allem einverstanden waren, wurde eben doch enormes Leid erzeugt und da ist Vergeben durchaus noch unterstützend.
AntwortenLöschenDem Ego.
Löschenach, das böse Ego, zu wirklich null nütze ;-) ne, für mich fürs Herz.
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