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2026-01-10

Zachary Fisher: Wie du dein Nervensystem selbst korrigierst, wenn du ständig reagierst 🔥


Die meisten Menschen „überreagieren“ nicht, weil sie schwach oder unaufmerksam sind. Sie reagieren, weil ihr Nervensystem im Überlebensmodus feststeckt. Wenn der Körper glaubt, ständig bedroht zu sein, priorisiert er Geschwindigkeit vor Weisheit. Deshalb fühlt sich alles dringend, persönlich und belastend an. Du reagierst nicht auf den gegenwärtigen Moment … du reagierst auf gespeicherten Stress.

Der erste Schritt zur Selbstkorrektur besteht darin, zu lernen, die Reaktionsschleife im Körper zu unterbrechen, bevor du versuchst, die Geschichte im Kopf zu korrigieren. Wenn du merkst, dass du ausrastest, dich verschließt, in einen Strudel gerätst oder dich in Grübeleien verlierst, halte inne und orientiere dich. Schau dich buchstäblich im Raum um und benenne, was du siehst. Das signalisiert dem Gehirn, dass du hier und jetzt bist und nicht in Gefahr. Verlangsame dann deine Atmung, insbesondere die Ausatmung. Längere Ausatmungen signalisieren Sicherheit direkt an den Vagusnerv und helfen dem System, den Kampf-oder-Flucht-Modus zu verlassen.

Als Nächstes folgt die somatische Erdung. Reaktionen sitzen in Brust, Kiefer, Schultern und Bauch. Sanfter Druck hilft, sie zu beruhigen. Lege eine Hand auf deine Brust oder deinen Bauch. Drücke deine Füße fest auf den Boden. Lehne an etwas Festes an. Das sind keine symbolischen Gesten … der Körper interpretiert sie als Stabilität und Halt.

Sobald sich der Körper auch nur ein wenig beruhigt hat, kannst du wieder bewusst entscheiden. Stelle dir eine einfache Frage: Was braucht mein Körper gerade? Nicht, was ich tun soll … nicht, was er erwartet … sondern was ihm guttut. Manchmal ist die Antwort Wasser. Manchmal ein Schritt nach draußen. Manchmal Bewegung. Manchmal Stille. Selbstregulation ist oft unspektakulär und einfach … und genau deshalb wirkt sie.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Reduzierung ständiger Reize. Unaufhörliche Nachrichten, Benachrichtigungen, Streitigkeiten und Scrollen halten das Nervensystem aktiv, selbst wenn nichts passiert. Baue bewusst Pausen in deinen Tag ein. Fünf Minuten ohne Reize. Zehn tiefe Atemzüge. Ein Spaziergang ohne Kopfhörer. Diese Auszeiten trainieren das System, Stille wieder zu tolerieren.

Selbstkorrektur bedeutet auch, Muster zu erkennen, anstatt sie zu bewerten. Reagierst du jeden Tag zur gleichen Zeit, in der Nähe derselben Personen oder nach denselben Auslösern, ist das eine Information. Es ist kein Fehler, sondern eine Art Landkarte. Die Regulation verbessert sich, wenn du mit dem Muster arbeitest, anstatt dagegen anzukämpfen.

Mit der Zeit, wenn das Nervensystem lernt, sich sicher zu fühlen, weicht die Reaktion der Antwort. Du musst dich nicht mehr ständig verteidigen. Du denkst klarer. Du fühlst wieder, ohne dich überfordert zu fühlen. Es geht nicht darum, ständig ruhig zu sein, sondern darum, resilient genug zu werden, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Die meisten Menschen sind nicht kaputt. Sie sind nur aus dem Gleichgewicht geraten. Und sobald sich der Körper wieder sicher fühlt, beginnt sich alles andere neu zu ordnen.

ZF🔥

Quelle: Zachary Fisher

[übersetzt von max: Lieben Dank Zachary💖Wir freuen uns über eure Unterstützung, Von Herzen Danken wir Euch💖]

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