Der Begriff wird unterschiedlich verwendet. Er ist zunächst das Gesetz von Ursache und Wirkung und ist leicht zu verstehen. Jede Handlung (die Ursache) hat eine Wirkung, löst etwas aus. Wenn du etwas getan hast, musst du die Konsequenzen tragen. Diese können in diesem Leben, aber auch in einem zukünftigen Leben zur Wirkung gelangen. Sogenanntes gutes Karma bewirkt, dass es dir im nächsten Leben gut geht und ein sogenanntes schlechtes Karma bewirkt ein schwieriges Folgeleben. Ursache und Wirkung können auch in ein und demselben Leben geschehen. Man spricht dann von Instant- Karma.
Soweit die konventionelle Lehre. Inzwischen ist nicht zuletzt durch die Quantenphysik aber klar geworden, dass es keine Zeit im Sinne einer chronologischen Abfolge gibt. Zeit ist eine Illusion. Alles geschieht auf einmal. Es gibt weder Vergangenheit noch Zukunft, sondern nur das JETZT. Alle sogenannten Ursachen und Wirkungen finden gleichzeitig statt und können nicht einzeln wahrgenommen werden. Sie bestehen aus unendlich vielen Frequenzen, die sich durchdringen und dementsprechend nicht auseinandergehalten werden können. Mit dieser Erkenntnis wird die Vorstellung von Karma überflüssig.
Aufgrund der starken Amnesie der jungen Seelen im christlichen/moslemischen Zeitalter, wurden die Wechselwirkungen zwischen den Inkarnationen nicht wahrgenommen. Das Ursache–Wirkungs-Prinzip versagt in einer Welt der Gleichzeitigkeit. Es gibt keine bevorzugte Richtung der Wechselwirkung im Sinne einer Kausalkette. Das Kausalitätsprinzip ist eine Manifestation des Prinzips des Getrennt Seins. Dieses Getrennt Sein ist jedoch eine Illusion, mit der wir in der Matrix Erfahrungen machen. In Wirklichkeit ist alles mit allem ständig in dynamischer Wechselwirkung eng verbunden. Das ALLGANZE ist eine geschlossene Einheit, die Vielfalt nur eine zum Lernen nützliche Illusion.
Karma hat nur noch für Menschen eine Bedeutung bzw. Wirkung, die daran glauben. Das sind Menschen in der alten 3D Matrix, die am alten Zeitkonzept festhalten. Die anderen sind im Grunde genommen schon auf 4D.
IM GRUNDE GENOMMEN IST ALLES GANZ EINFACH
Die philosophisch spirituelle Betrachtung von Karma eröffnet einen weiten Raum für Reflexion über Leben, Erfahrungen und die Entwicklung des Selbst. Häufig wird das Konzept des Karmas missverstanden als ein System der Bestrafung oder Belohnung. Unseres Erachtens geht es vor allem darum, aus den Erfahrungen zu lernen und innerlich zu wachsen. Wir betonen noch einmal die Erkenntnis der Quantenphysik von der Illusion des Zeitkonzeptes, woraus sich zwanglos folgern lässt, dass alle Leben – vergangene, gegenwärtige und zukünftige – gleichzeitig existieren, ohne eine starre Reihenfolge oder ein festgelegtes Ziel. Diese Sichtweise fordert uns heraus, unser Verständnis von Ursache und Wirkung, von Schuld und Vergebung sowie von Schicksal und freiem Willen neu zu überdenken. Wir stellen dabei fest, dass wir zu viel interpretieren, anstatt einfach zu beobachten.
Quelle: Otfried Weise

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