Seiten

2026-07-21

Jenny Schiltz: Alles Gute zum Festtag, Maria Magdalena


Ich bin katholisch erzogen worden, und wie viele andere wuchs ich in dem Glauben auf, Maria Magdalena sei eine Prostituierte gewesen. Ich habe das nie hinterfragt. Es war einfach die Geschichte, die mir vermittelt worden war.

Im Jahr 2010 änderte sich jedoch alles. Ich hatte einen schweren gesundheitlichen Zwischenfall, der zu einer Nahtoderfahrung führte. Als mir die Wahl gestellt wurde, zu bleiben oder zu gehen, begegnete ich Jeschua, Mutter Maria und – zu meiner Überraschung – Maria Magdalena.

Dieser Moment war der Beginn meiner unglaublichen Reise des Lernens, des Erwachens und des Erinnerns. Er öffnete mir eine Tür, die ich mir niemals hätte vorstellen können.

Seitdem hat sich meine Beziehung zu Maria Magdalena Schicht für Schicht entfaltet. Sie ist zu einer meiner größten Lehrerinnen geworden, die meinen Weg tiefgreifend geprägt hat. Sie möchte nicht, dass wir sie verehren, sondern dass wir uns an uns selbst erinnern.

Für mich verkörpert Maria Magdalena das Göttlich-Weibliche in seiner ganzen Fülle. Sie ist stark, ohne kontrollierend zu sein, hingebungsvoll und mitfühlend, ohne dabei ihr inneres Zentrum aus den Augen zu verlieren. Sie hat mir so viel über Grenzen, Neutralität und das Zulassen beigebracht.

Sie ist eine Frau, die an der Seite von Jeschua ging, als sein Gegenstück, und das Christusbewusstsein verankerte.

Jahrhundertelang wurde ihre Geschichte auf etwas viel Geringeres reduziert. Sie wurde als Hure, als Sünderin dargestellt – als eine Frau, deren Wert nur durch Scham und Erlösung verstanden werden konnte. Doch in den Schriften wird sie eigentlich nie als Prostituierte bezeichnet. Diese Erzählung entstand erst später, und zwar aus politischen Gründen.

Selbst wenn sie nicht als Hure dargestellt wurde, galt sie als trauernde Frau, die ihr Leben in Einsamkeit verbrachte. Dabei wurde völlig außer Acht gelassen, dass sie in Frankreich eine unglaubliche Bewegung ins Leben gerufen und ein bedeutendes Vermächtnis hinterlassen hat. Ihr Werk hallt bis heute in uns allen nach.

Ich glaube nicht, dass dies nur geschah, um das Weibliche herabzusetzen. Ich glaube, dass etwas noch Größeres verschleiert wurde: das Geheimnis und die Kraft der göttlichen Vereinigung.

Nicht nur die heilige Vereinigung des Männlichen und Weiblichen in jedem von uns, sondern auch die Tatsache, dass zwei souveräne Wesen, die vollständig in ihrer Verbindung zum Göttlichen und zueinander verankert sind, unsere Welt massiv verändern können.

Diese Art von Vereinigung lässt sich nicht kontrollieren. Sie kann nicht auf Hierarchie, Angst oder Abhängigkeit aufgebaut werden. Sie fordert jeden Menschen dazu auf, in sich selbst ganz zu werden. Diese Art der Vereinigung öffnet Portale. Sie verändert das Bewusstsein. Sie erschüttert das Gefüge des Kollektivs.

Ich glaube, dass dies der Grund ist, warum die Wahrheit über die göttliche Vereinigung von Maria Magdalena und Jeschua sowie die tieferen Geheimnisse der Auferstehung und des Lichtkörpers über die Jahrhunderte hinweg verborgen, verschleiert und heruntergespielt wurden.

Ob du Maria Magdalena nun als historische Figur, als aufgestiegene Meisterin oder als heiligen Archetyp betrachtest – ihre Präsenz ruft uns.

Sie fordert uns auf, jene Teile von uns zurückzugewinnen, die uns Geschichte, Kultur und Prägung zu vergessen gelehrt haben.

Das Göttlich-Weibliche war nie wirklich verloren. Es hat einfach darauf gewartet, dass wir uns daran erinnern.

Alles Gute zum Festtag, Maria Magdalena.

Quelle: Jenny Schiltz

[gern übersetzt von mascha: Herzlichen Dank liebe Jenny, so wahre Worte💖Wir freuen uns über eure Unterstützung, Von Herzen Danken wir Euch💖]

3 Kommentare:

  1. Vielen Dank für die Erinnerung, liebe Jenny 💖
    Ich mag sie sehr und bin mit ihr in Verbindung ~ wie auch mit allen anderen 💞

    AntwortenLöschen
  2. Die Bibel wird allgemein sehr oberflächlich verstanden. Meistens entspricht das Wissen der Menschen dem, was sie im Religionsunterricht gelernt haben.
    Ich glaube, dass viele wichtige Lehren ausgelassen und viele „Tatsachen” verfälscht wurden. Das gilt für das NT und das AT gleichermaßen.
    Aber mal ehrlich, was wäre daran so schlimm, wenn Maria Magdalena eine Prostituierte gewesen wäre?
    Sie begegnete Jesus und wurde eine Jüngerin. Ist ihr Leben davor wirklich so wichtig, dass es so viel Platz bei so vielen Menschen einnimmt und für so viele Kontroversen, Zündstoff, Streitigkeiten und oft eine Abkehr vom Glauben sorgt?
    Das Ganze sieht mir sehr nach Ablenkung aus.☮️💞🌈

    AntwortenLöschen
  3. Vielen Dank, auch ich bin sehr mit ihrer Seelenenergie verbunden und zutiefst dankbar dafür, sie ist mein Vorbild 🙏☯️🕊🤍🤍🤍

    AntwortenLöschen

Bei Kommentaren bitten wir auf Formulierungen mit Absolutheitsanspruch zu verzichten sowie auf abwertende und verletzende Äußerungen zu Inhalten, Autoren und zu anderen Kommentatoren.

Daher bitte nur von Liebe erschaffene Kommentare. Danke von Herzen, mit Respekt für jede EIGENE Meinung.