Es war einmal eine kleine Motte namens Patanga. Ihr Leben war unscheinbar, ihr Flug zart wie ein Hauch im Wind. Nacht für Nacht umkreiste sie das Licht der Kerze, ohne zu begreifen, warum ihr Herz von einer Sehnsucht erfüllt war, die größer war als ihre kleinen Flügel tragen konnten.
Sie fragte die Sterne:
"Warum zieht mich dieses Licht so unwiderstehlich an?"
Die Sterne antworteten nicht. Sie schwiegen, denn manche Antworten kann nur das Feuer geben.
DAS SEHNEN
Patanga glaubte lange, sie sei nur ihre kleine Gestalt, ihre Flügel, ihre Gedanken und ihre Ängste.
Doch tief in ihr wohnte etwas, das älter war als jede Nacht und heller als jedes Licht.
Quelle: Otfried Weise
Es war ihre unsterbliche Seele.
Die Seele hatte keine Angst vor der Flamme. Sie wusste, dass Feuer nicht ihr Ende bedeutete. Sie wollte erfahren, wie sich das Leben in der Dichte anfühlt, Freude und Schmerz, Nähe und Verlust, Hoffnung und Vergänglichkeit.
Das Bewusstsein erweitert sich durch Erfahrungen wie der Himmel Sterne sammelt.
Die Seele bleibt dabei unberührt.
Nur das kleine Ich (kleine Ego, die Persönlichkeit) fürchtet das Feuer.
Eines Nachts erkannte Patanga:
"Nicht ich als Persönlichkeit werde gerufen, ich höre meine innere Stimme."
Da verstand sie das Geheimnis.
Nicht der Körper muss unsterblich werden.
Nicht die Persönlichkeit.
Nicht der Name.
Nicht die Geschichte.
Es ist das kleine Ich, das in den Hintergrund geht und nicht mehr die Führung übernimmt,, damit das größere Leben sichtbar werden kann.
So flog Patanga der Kerzenflamme entgegen.
Nicht aus Verzweiflung.
Nicht aus Todesangst
sondern aus Liebe.
Die Flamme verbrannte nicht ihre Seele,
sie verbrannte nur die VORSTELLUNG getrennt zu sein.
DER WEIN DER UNSTERBLICHKEIT
Die Mystiker des Sufismus sprechen vom Wein der Liebe.
Es ist kein Wein aus Trauben.
Er wird aus Hingabe gekeltert,
aus Vertrauen.
Aus dem Mut, alles loszulassen, was man zu sein glaubt.
Wer diesen Wein kostet, erkennt:
Der Tod nimmt nichts von dem, was wirklich ist,
er nimmt nur die Masken.
DER WEG DES SUFI
Der Sufi flieht nicht vor der Welt.
Er liebt sie, er arbeitet,
er begegnet Menschen, er lacht, er weint,
er kennt Freundschaft und Verlust.
Denn ohne die physische Form könnte die Seele keine Erfahrungen machen.
Die Erde ist ein Lernplanet der Liebe.
Der Sufi verzichtet deshalb nicht auf das Leben,
er verwandelt das Leben.
Er macht jede Begegnung zu einem Gebet,
jede Arbeit zu einem Dienst,
jeden Atemzug zu einer Erinnerung an das Göttliche.
Es gibt Männer und Frauen auf diesem Weg.
Die Liebe kennt keine Unterschiede.
DER TANZ DER MITTE
Wenn der Sufi sich dreht, scheint sich die Welt aufzulösen.
Der Körper kreist,
das Herz ruht.
Je schneller sich die Welt bewegt, desto stiller wird seine Mitte.
So wird der Wirbel zum Sinnbild des Lebens.
Außen verändern sich die Illusion der Zeit.
Innen bleibt die Seele unbewegt.
Der Tänzer erinnert daran, dass der Mensch mitten im Lärm der Welt den stillen Ort in sich finden kann.
Dort wohnt die Liebe.
DAS WOLLENE GEWAND
Man sagt, der Name Sufi gehe auf das schlichte Wollgewand (ṣūf) zurück, das viele frühe Mystiker als Zeichen von Einfachheit und innerer Hinwendung trugen.
Doch nicht das Gewand macht den Sufi.
Es ist die Wärme seines Herzens.
Denn ein Mantel kann Wolle tragen.
Aber nur die Liebe trägt das Licht.
RUMI UND DAS GEHEIMNIS DER FLAMME
Der große Mystiker Dschalal ad-Din Rumi schrieb immer wieder von der Liebe als einem Feuer, das den Menschen verwandelt. Seine Worte kreisen um die Erfahrung, dass das Göttliche nicht durch Besitz oder Wissen erreicht wird, sondern durch Hingabe.
PATANGAS ERKENNTNIS
Als Patanga schließlich das Licht berührte, geschah etwas Unerwartetes.
Sie verschwand nicht,
nur die Motte verschwand.
Die Liebe blieb,
die Seele blieb,
das Licht blieb.
Da erkannte sie:
Sie ist das Licht, das sich selbst in einer Motte erfahren wollte.
DAS GEHEIMNIS DER LIEBE
Der Sufi ist, wie es oft in der mystischen Überlieferung anklingt, ein Wesen der Liebe.
Nicht eine physische Liebe, die besitzen möchte,
sondern jene Liebe, die die Essenz ausmacht.
Die Liebe zu allem Lebendigen:
darum reist der Mystiker,
darum dichtet er,
darum tanzt er.
Nicht um sich selbst zu erhöhen,
sondern um anderen den Duft des Weines der Unsterblichkeit kosten zu lassen.
Denn jeder Mensch trägt eine kleine Patanga in seinem Herzen,
und kennt den Weg zur Flamme.
Er weiß, dass dort nichts verloren geht, was wahr ist.
Denn Liebe verbrennt nicht.
LIEBE ist LICHT
ICH BIN DU
ICH BIN LICHT
Die Seele hatte keine Angst vor der Flamme. Sie wusste, dass Feuer nicht ihr Ende bedeutete. Sie wollte erfahren, wie sich das Leben in der Dichte anfühlt, Freude und Schmerz, Nähe und Verlust, Hoffnung und Vergänglichkeit.
Das Bewusstsein erweitert sich durch Erfahrungen wie der Himmel Sterne sammelt.
Die Seele bleibt dabei unberührt.
Nur das kleine Ich (kleine Ego, die Persönlichkeit) fürchtet das Feuer.
Eines Nachts erkannte Patanga:
"Nicht ich als Persönlichkeit werde gerufen, ich höre meine innere Stimme."
Da verstand sie das Geheimnis.
Nicht der Körper muss unsterblich werden.
Nicht die Persönlichkeit.
Nicht der Name.
Nicht die Geschichte.
Es ist das kleine Ich, das in den Hintergrund geht und nicht mehr die Führung übernimmt,, damit das größere Leben sichtbar werden kann.
So flog Patanga der Kerzenflamme entgegen.
Nicht aus Verzweiflung.
Nicht aus Todesangst
sondern aus Liebe.
Die Flamme verbrannte nicht ihre Seele,
sie verbrannte nur die VORSTELLUNG getrennt zu sein.
DER WEIN DER UNSTERBLICHKEIT
Die Mystiker des Sufismus sprechen vom Wein der Liebe.
Es ist kein Wein aus Trauben.
Er wird aus Hingabe gekeltert,
aus Vertrauen.
Aus dem Mut, alles loszulassen, was man zu sein glaubt.
Wer diesen Wein kostet, erkennt:
Der Tod nimmt nichts von dem, was wirklich ist,
er nimmt nur die Masken.
DER WEG DES SUFI
Der Sufi flieht nicht vor der Welt.
Er liebt sie, er arbeitet,
er begegnet Menschen, er lacht, er weint,
er kennt Freundschaft und Verlust.
Denn ohne die physische Form könnte die Seele keine Erfahrungen machen.
Die Erde ist ein Lernplanet der Liebe.
Der Sufi verzichtet deshalb nicht auf das Leben,
er verwandelt das Leben.
Er macht jede Begegnung zu einem Gebet,
jede Arbeit zu einem Dienst,
jeden Atemzug zu einer Erinnerung an das Göttliche.
Es gibt Männer und Frauen auf diesem Weg.
Die Liebe kennt keine Unterschiede.
DER TANZ DER MITTE
Wenn der Sufi sich dreht, scheint sich die Welt aufzulösen.
Der Körper kreist,
das Herz ruht.
Je schneller sich die Welt bewegt, desto stiller wird seine Mitte.
So wird der Wirbel zum Sinnbild des Lebens.
Außen verändern sich die Illusion der Zeit.
Innen bleibt die Seele unbewegt.
Der Tänzer erinnert daran, dass der Mensch mitten im Lärm der Welt den stillen Ort in sich finden kann.
Dort wohnt die Liebe.
DAS WOLLENE GEWAND
Man sagt, der Name Sufi gehe auf das schlichte Wollgewand (ṣūf) zurück, das viele frühe Mystiker als Zeichen von Einfachheit und innerer Hinwendung trugen.
Doch nicht das Gewand macht den Sufi.
Es ist die Wärme seines Herzens.
Denn ein Mantel kann Wolle tragen.
Aber nur die Liebe trägt das Licht.
RUMI UND DAS GEHEIMNIS DER FLAMME
Der große Mystiker Dschalal ad-Din Rumi schrieb immer wieder von der Liebe als einem Feuer, das den Menschen verwandelt. Seine Worte kreisen um die Erfahrung, dass das Göttliche nicht durch Besitz oder Wissen erreicht wird, sondern durch Hingabe.
PATANGAS ERKENNTNIS
Als Patanga schließlich das Licht berührte, geschah etwas Unerwartetes.
Sie verschwand nicht,
nur die Motte verschwand.
Die Liebe blieb,
die Seele blieb,
das Licht blieb.
Da erkannte sie:
Sie ist das Licht, das sich selbst in einer Motte erfahren wollte.
DAS GEHEIMNIS DER LIEBE
Der Sufi ist, wie es oft in der mystischen Überlieferung anklingt, ein Wesen der Liebe.
Nicht eine physische Liebe, die besitzen möchte,
sondern jene Liebe, die die Essenz ausmacht.
Die Liebe zu allem Lebendigen:
darum reist der Mystiker,
darum dichtet er,
darum tanzt er.
Nicht um sich selbst zu erhöhen,
sondern um anderen den Duft des Weines der Unsterblichkeit kosten zu lassen.
Denn jeder Mensch trägt eine kleine Patanga in seinem Herzen,
und kennt den Weg zur Flamme.
Er weiß, dass dort nichts verloren geht, was wahr ist.
Denn Liebe verbrennt nicht.
LIEBE ist LICHT
ICH BIN DU
ICH BIN LICHT

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