Lange Zeit habe ich mir eingeredet, das sei „Empathie“. Dass es ein Beweis für meine Güte und Fürsorglichkeit sei, wenn ich die Drama anderer aufgesogen habe. Doch das stimmt einfach nicht. Mit Empathie hat das nichts zu tun. Es geht lediglich darum, dass andere ihren emotionalen Ballast bei dir abladen.
✨Wie sieht das in der Praxis aus?
Jemand fühlt sich überfordert, unwohl oder angespannt. Anstatt sich selbst damit auseinanderzusetzen, sucht diese Person jemanden, bei dem sie sich auslassen kann. Sie findet dich. Sie kommt zu dir, schüttet all ihren Frust, ihre Negativität und ihre Beschwerden bei dir aus – und geht dann wieder. Oft, ohne auch nur zu fragen, wie es dir geht. Sie gehen einfach und lassen dich mit all dem zurück, was sie in deinem Raum abgeladen haben.
✨Und was tust du?
Du bleibst und räumst auf. Du analysierst, machst dir Sorgen und versuchst, das Problem zu lösen. Du kommst mit Lösungsvorschlägen zurück, nur um zu hören: „Ach, jetzt geht’s mir wieder gut. Ich musste mir das einfach nur mal von der Seele reden.“
Natürlich fühlen sie sich besser. Sie haben ja alles bei dir abgeladen.
Doch hier ist die harte Wahrheit: Du hilfst ihnen damit nicht. Du bestärkst sie nur in ihrem Muster. Solange sie dich als Abladeplatz haben, müssen sie keine Verantwortung übernehmen und nichts ändern. Du wirst zu dem Ort, an dem sie ihre Probleme abwerfen, um dann unverändert weiterzuziehen.
Und was bekommst du dafür? Ein kleines „Danke“, während du dich völlig ausgelaugt und leer fühlst.
Was also tun, wenn es wieder passiert?
Sobald du merkst, dass es losgeht: Warte nicht, bis du dich überfordert fühlst. Unterbrich die Situation frühzeitig.
„Hey, ich sehe, dass du gerade etwas durchmachst, aber ich habe im Moment nicht die Kapazität, mich darauf einzulassen.“
Hinterfrage die Absicht.
„Möchtest du darüber sprechen, um tatsächlich einen Weg nach vorn zu finden, oder willst du dir nur Luft machen? Denn wenn es nur ums Dampfablassen geht, stehe ich dafür nicht zur Verfügung.“
Setz eine klare Grenze. „Ich habe fünf Minuten Zeit. Wenn wir uns nicht darauf konzentrieren können, was du diesbezüglich unternehmen wirst, muss ich das Gespräch beenden.“
Achte dann darauf, wie die Person reagiert. Wer dich respektiert, wird das verstehen. Wer nur jemanden zum Abladen von Frust gesucht hat, wird wahrscheinlich negativ reagieren. Und genau das verrät dir alles, was du wissen musst.
Warum solltest du deine Zeit und Energie darauf verwenden, eine Last zu tragen, die gar nicht deine ist?
Dein Geist ist dein eigener Raum. Schütze ihn. Achte bewusst darauf, wen und was du hineinlässt.
Investiere deine Energie lieber in dich selbst, anstatt das aufzunehmen, womit sich andere nicht auseinandersetzen wollen.
Quelle: The Soul Journey with Adrianna
[übersetzt von max: Herzlichen Dank liebe Adrianna💖Wir freuen uns über eure so wichtige Unterstützung, Von Herzen Danken wir Euch💖]

Liebe Adrianna, bist Du die eine von der Empathie geprägt, die das auf diese Weise im momentanen Weltgeschehen so erlebt? Das interessiert mich wirklich.
AntwortenLöschenIch stimme voll zu liebe Adrianna 💚☯️🕊
AntwortenLöschenDankeschön liebe Arianna 💖
AntwortenLöschenSeit Jahren wird dieses Spiel schon mit Empathen gespielt. Und wehe man spielt da nicht mehr mit.
Und manchmal schweigt man, weil man nicht weiss welche Worte jetzt gewählt werden sollen. Dass es nicht zu viel und nicht zu wenig ist. Dass es wahrhaftig ist, aber den Gegenüber nicht verletzt. Das man nicht wieder zur Opersägerin wird. Und da muss man alleine durch. Der Gott weiss, was er uns schickt und wie stark es unsere Wahrnehmung beeinflussen hat. Aber letztendlich geht es nicht um das, was wir in unseren Traümen gesehen habe. Das scheint egal zu sein, auch wenn es "furchtbar" war und Abneigung verursacht. Es geht eher viel mehr darum im Vertrauen zu bleiben, das Gott es mit uns gut meint. Und das ist nicht immer einfach. Die Vorstellung, dass Gott nur Experiment vorführt und wir als Spielzeuge auf der kleinen Bühne unseres Lebens sind, ist sehr schmerzhaft. Blindes Vertrauen wurde auch in Gottes Sendungen abgeraten. Also wir suchen unseren eigenen Weg. Und schweigen, weil wir es manchmal nicht besser wissen.
AntwortenLöschen