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2026-10-24

System am Ende: So werden Kriege geplant (André Schmitt)

Eine Folge, die Matthias Langwasser sehr erschüttert hat. Er spricht mit André Schmitt, der jahrelang Soldat war und später für die Rüstungsindustrie sowie vermögende Familien arbeitete.

Diese Einblicke veränderten seinen Blick auf Politik, Macht und internationale Konflikte grundlegend. Irgendwann sei für ihn der Punkt gekommen, an dem er nicht mehr hinter dem stehen konnte, wofür er zuvor sein Leben riskiert hatte.

Für André entstehen große geopolitische Ereignisse nicht plötzlich. Kriege und Krisen müssten lange vorbereitet werden. Während die breite Bevölkerung überrascht werde, könnten Menschen innerhalb bestimmter Bereiche die Vorzeichen oftmals früher erkennen. Dies bezieht André unter anderem auf den Ukraine-Krieg und die Corona-Pandemie.

Doch was passiert, wenn plötzlich Systeme ausfallen, auf die wir uns jeden Tag verlassen? Unsere Gesellschaft sei stark abhängig von funktionierenden Lieferketten, Energie, Wasser und Lebensmitteln.

Deshalb ist Krisenvorsorge für André kein Ausdruck von Angst, sondern von Verantwortung. Wer einen Plan habe, könne auch in schwierigen Situationen handlungsfähig bleiben. Es gehe darum, sich frühzeitig zu fragen: Was brauche ich? Welche Alternativen habe ich? Und was tue ich, wenn das Gewohnte plötzlich nicht mehr funktioniert?

Besonders spannend wird es, als André davon berichtet, wie sich sehr vermögende Menschen vorbereiten. Aus seiner beruflichen Erfahrung kennt er weitgehend autarke Anlagen mit eigener Energie-, Wasser-, Sicherheits- und Versorgungsstruktur. Matthias und André sprechen außerdem darüber, welche Länder als mögliche Rückzugsorte gelten – und welche aus ihrer Sicht problematisch sein könnten.

Matthias beschäftigt: Was bedeutet es, wenn Menschen mit Geld und Informationen längst einen Plan B entwickeln, während große Teile der Bevölkerung darauf vertrauen, dass alles weitergeht wie bisher? Vorbereitung dürfe kein Privileg der Wohlhabenden sein. Jeder könne sich fragen: Wo möchte ich leben? Mit welchen Menschen? Welche Fähigkeiten brauche ich?

Mindestens genauso wichtig wie ein Plan B ist für André die innere Haltung. Wer jede Hoffnung auf eine gute Zukunft verliert, verliert auch die Kraft, schwierige Zeiten zu bewältigen.

Es geht deshalb um Vertrauen – aber nicht um blindes Vertrauen darauf, dass andere alles regeln werden. Krisenvorsorge bedeutet in diesem Gespräch vielmehr, sich so vorzubereiten, dass man auch dann handlungsfähig und zuversichtlich bleibt, wenn die Welt um einen herum unsicherer wird.

Weitere Infos zu André: https://andre-schmitt.com/

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