Das „Herz“, wenn man es nicht sentimental versteht, steht eher für eine integrative Wahrnehmung, eine Form von Intelligenz, die Beziehung, Bedeutung und Stimmigkeit erfasst, ohne alles zerlegen zu müssen. Was heute oft wie ein Kampf wirkt, entsteht dadurch, dass viele Menschen fast ausschließlich in erlernten mentalen Mustern operieren, also in „Programmen“, die aus Reaktionsketten, Bewertungen und Identitäten bestehen und automatisiert ablaufen. Diese Programme geben Sicherheit, aber sie reduzieren Lebendigkeit und da entsteht Spannung, denn das Leben selbst ist offen, dynamisch, nicht vollständig vorhersagbar. Programme hingegen versuchen, es festzuhalten.
Präziser gesagt, ist es kein Kampf zwischen zwei gleichwertigen Kräften, sondern ein Konflikt zwischen Gewohnheit und Gegenwärtigkeit. Zwischen dem, was bereits gedacht wurde, und dem, was jetzt tatsächlich ist. Die Lösung liegt deshalb nicht darin, den Verstand zu besiegen, sondern ihn wieder an seinen Platz zu bringen. Wenn der Verstand dient, statt zu dominieren, entsteht Kohärenz, dann widersprechen sich nicht mehr Gedanken und Empfindungen, sondern ergänzen sich. Dann verliert auch das Bild vom Kampf an Bedeutung.
Was bleibt, ist eher ein Prozess des Erinnerns, daran das wir mehr sind als unsere Programme und dass Leben nicht entsteht, wenn alles kontrolliert ist, sondern wenn wir wieder in Beziehung treten zu dem, was gerade wirklich da ist. Dieser Übergang geschieht nicht im Großen, sondern in sehr konkreten Momenten, nämlich immer dann, wenn wir bemerken: „Das ist gerade nur ein Muster“ und ich entscheide mich, ihm nicht zu folgen. Wer still werden kann und sein Aufmerksamkeit nach innen richtet, wir bemerken wie hartnäckig diese inneren Programme agieren. Denn wer still wird und seine Aufmerksamkeit nach innen richtet, beginnt zu sehen, was sonst im Lärm verborgen bleibt, wie Gedanken sich wiederholen, wie Emotionen sich selbst verstärken, wie vertraute Muster immer wieder dieselben Wirklichkeiten hervorbringen. Diese Programme sind hartnäckig, weil sie nicht oberflächlich sind. Sie sind über Jahre, oft über Generationen, gewachsen, verknüpft mit Erfahrungen, Schutzmechanismen und Identität. Deshalb verschwinden sie nicht, nur weil man sie einmal erkannt hat.
Was bleibt, ist eher ein Prozess des Erinnerns, daran das wir mehr sind als unsere Programme und dass Leben nicht entsteht, wenn alles kontrolliert ist, sondern wenn wir wieder in Beziehung treten zu dem, was gerade wirklich da ist. Dieser Übergang geschieht nicht im Großen, sondern in sehr konkreten Momenten, nämlich immer dann, wenn wir bemerken: „Das ist gerade nur ein Muster“ und ich entscheide mich, ihm nicht zu folgen. Wer still werden kann und sein Aufmerksamkeit nach innen richtet, wir bemerken wie hartnäckig diese inneren Programme agieren. Denn wer still wird und seine Aufmerksamkeit nach innen richtet, beginnt zu sehen, was sonst im Lärm verborgen bleibt, wie Gedanken sich wiederholen, wie Emotionen sich selbst verstärken, wie vertraute Muster immer wieder dieselben Wirklichkeiten hervorbringen. Diese Programme sind hartnäckig, weil sie nicht oberflächlich sind. Sie sind über Jahre, oft über Generationen, gewachsen, verknüpft mit Erfahrungen, Schutzmechanismen und Identität. Deshalb verschwinden sie nicht, nur weil man sie einmal erkannt hat.
Aber etwas Entscheidendes geschieht in dem Moment, in dem wir sie bemerken und uns nicht mehr vollständig mit ihnen identifizieren. Zwischen uns und dem Programm entsteht ein Abstand und in diesem Abstand liegt Freiheit, nicht als sofortige Befreiung, sondern als Möglichkeit. Die Programme lassen sich nicht mit Anstrengung oder gewaltsam auflösen. Oft genügt es, sie klar zu sehen, ohne ihnen sofort zu glauben oder zu folgen. Mit der Zeit verlieren sie an Selbstverständlichkeit. Sie laufen vielleicht noch ab, aber sie bestimmen uns nicht mehr in gleicher Weise. Hieraus entsteht die hoffnungsvolle Erkenntnis, dass Leben in uns nicht starr ist, sondern wandlungsfähig und offen. Was lange automatisiert war, kann bewusst werden und was bewusst wird, kann sich verändern. Es geschieht nie abrupt und nicht perfekt, aber real und wir erkennen mit der Zeit, dass die Hartnäckigkeit dieser Programme stark ist, aber nicht stärker als die stille Präsenz, die sie überhaupt erst wahrnehmen kann.
Klaus Praschak
Bild: printerest.com
Klaus Praschak
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