
Das kam unerwartet: Die aktuelle Anzeige meldet das Erreichen von Kp6 und damit G2-Niveau um 19:14 UTC. Die Sonnenwindgeschwindigkeit liegt bei rund 524 km/s. - Die übrigen beobachteten Parameter erklären die geomagnetische Spitze auf den ersten Blick nicht. Die interplanetaren Magnetfelder sind leicht erhöht, - der Dst-Index liegt noch außerhalb des Sturmbereichs. Eine mögliche Erklärung ist eine Co-rotierende Interaktionsregion – kurz CIR, wie ich sie bereits in meinen vorherigen Energy News vermutet habe.
Solche Regionen entstehen, wenn schneller Sonnenwind auf langsameren trifft und das Plasma sowie das darin enthaltene Magnetfeld verdichtet.
Schwankungen des Magnetfelds, insbesondere seiner südlichen Bz-Komponente, können dabei die geomagnetische Aktivität verstärken. Ob uns aktuell eine solche Interaktionsregion trifft, bleibt anhand des unvollständigen Messverlaufs offen.
Damit geht es geomagnetisch unruhiger in die Nacht als in der Vorhersage erwartet. Ob weitere Spitzen folgen, werden die nächsten Messungen zeigen.
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