2017-05-05

Johnson & Johnson zu 110 Millionen Dollar Schadenersatz an krebskranke Frau verurteilt


Das Gericht der Stadt St. Louis im US-Bundesstaat Missouri hat die Holding Johnson & Johnson verpflichtet, eine 110 Millionen US-Dollar hohe Entschädigung an eine Frau zu zahlen, die nach dem Gebrauch der Produktion des Unternehmens an Krebs erkrankt war. Ihren Worten zufolge hatte sie 40 Jahre lang sein Körperpuder verwendet. Die Firma behauptet, dass das Kosmetikmittel doch harmlos sei, und hat trotz des Mitleides mit der Frau vor, das Urteil anzufechten.

In den USA laufen derzeit weitere Gerichtsverfahren, bei denen einem Unternehmen vorgeworfen wird, dass ihre Erzeugnisse krebserregende oder erbgutschädigende Wirkungen haben. In Kalifornien gingen kürzlich 60 Menschen, die von der bösartigen Non-Hodgkin-Lympherkrankung betroffen sind, gegen Monsanto vor Gericht. Anschließende Ermittlungen brachten interne Dokumente des Konzerns zum Vorschein, aus denen hervorgeht, dass es geschönte Studien zum Herbizid Glyphosat veröffentlichen konnte, bevor ein Urteil von Krebsforschern der WHO publik gemacht wurde.

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