
Ein Tier hat sein Gehirn in der Region des Sonnengeflechts, während das Menschliche dirigierende Organ im Kopf lokalisiert ist.
Diese Aussage von Alice Bailey stammt aus ihrem esoterischen und spirituellen Lehrsystem, nicht aus der modernen Biologie oder Neurowissenschaft.
Bailey verwendet den Begriff „Sonnengeflecht“ meist nicht nur anatomisch, sondern als Bezeichnung eines Energiezentrums (Chakra), das mit Gefühlen, Instinkten und Begierden verbunden ist.
• Das Tierreich wird von Instinkt, Gruppenbewusstsein und unmittelbaren emotionalen Reaktionen geleitet.
• Deshalb sagt Bailey sinnbildlich, das „Gehirn“ oder das steuernde Zentrum des Tieres befinde sich im Sonnengeflecht.
• Der Mensch hingegen besitzt nach ihrer Lehre eine stärker entwickelte Denkfähigkeit und Selbstreflexion.
• Daher verlagert sich das „dirigierende Organ“ symbolisch in den Kopf, also zum Verstand und zur bewussten mentalen Steuerung.
Nach Bailey, ist bei Tieren anatomisch ihr Gehirn im Bauch. Biologisch haben Wirbeltiere selbstverständlich ein Gehirn im Kopf. Die Aussage ist vielmehr eine spirituelle Metapher über unterschiedliche Bewusstseinsebenen.
Es ist interessant, dass es tatsächlich ein reales Nervengeflecht im Bauchraum gibt, den sogenannten Solarplexus (Sonnengeflecht). Dieses enthält viele Nervenzellen und ist Teil des autonomen Nervensystems. Manche Autoren sprechen deshalb vom „Bauchhirn“. Allerdings steuert dieses Nervensystem nicht das Denken in derselben Weise wie das Gehirn.
In der Lehre von Alice Bailey ist die Entwicklung des Menschen im Wesentlichen eine Entwicklung des Bewusstseins. Die verschiedenen Zentren (Chakren) dienen dabei als Symbole und Werkzeuge für unterschiedliche Bewusstseinsstufen.
Die Rolle des Sonnengeflechts
Das Sonnengeflecht (Solarplexus-Zentrum) ist nach Bailey das Hauptzentrum für:
• Emotionen
• Wünsche und Begierden
• Ängste
• persönliche Reaktionen
• Sensitivität gegenüber Stimmungen und Einflüssen
In ihrer Darstellung ist die Menschheit über lange Zeit hauptsächlich durch dieses Zentrum geprägt. Der Mensch lebt dann vorwiegend aus seinen Gefühlen, Wünschen und emotionalen Bindungen heraus.
Die Verlagerung zum Kopfzentrum
Nach Bailey besteht die spirituelle Entwicklung darin, dass die Herrschaft allmählich vom Sonnengeflecht auf höhere Zentren übergeht.
Insbesondere nennt sie:
• das Herzzentrum (Liebe, Mitgefühl, Gruppenbewusstsein)
• das Kehlzentrum (kreativer Ausdruck)
• das Ajna-Zentrum zwischen den Augenbrauen (bewusste Lenkung)
• das Kronenzentrum am Scheitel (geistige Erkenntnis)
• Der entwickelte Mensch beginnt, aus dem Denken und später aus der Intuition heraus zu handeln.
• Angst wird zu verantwortlicher Wachsamkeit.
• Persönliche Liebe wird zu universeller Liebe.
• Wunsch wird zu geistigem Willen.
Die Chakren gelten als Empfangs- und Verteilungszentren der Energien der Sieben Strahlen, mit diesen habe ich mich in einem eigenen Buch, die Sieben kosmischen Strahlen, ein Weg zur wahren Selbsterkenntnis, beschäftigt. (Erschienen im Arkana Verlag)
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