2026-05-25

Otfried Weise: DER DUFT VON LIEBE


ein Strömen aus unsichtbaren Welten,
sanft fließend durch Räume und Herzen,
hauchend wie Morgentau
auf den Blütenblättern einer samtigen Rose.

Rosen öffnen ihr süßes Geheimnis,
Iris tragen das Blau der Sehnsucht,
Tulpen neigen sich hingebungsvoll der Erde zu,
Nelken glühen würzig und warm,
Lupinen vertrauen sich sanft dem Wind an,
Narzissen leuchten wie goldene Sonnen,
erinnern an das Glück des inneren Friedens.

Alles duftet.
Die Luft pulsiert, feinstoffliche Berührungen,
unsichtbare Verbindungen zwischen Wesen,
ein Geben und Aufnehmen,
ein Trinken der Schönheit,
ein Atmen des Seins.
Liebe versprüht sich,
wie kostbares Parfum,
zuckersüß und betörend,
verführerisch, wie eine Umarmung
zwischen Himmel und Erde.

Gefühle der Erinnerungen tauchen auf,
für ein paar kostbare Augenblicke,
die Wärme im Herzen spüren und andere damit beglücken.
Liebe ist der Urgrund des Seins,
sanft durchdringend,
benetzend wie Sommerregen
auf ein Kornfeld.

Und irgendwo zwischen Duft und Licht
wirkt jene stille Kraft,
die inneren Frieden trägt,
innere Stärke webt
und den Menschen glückselig macht,
allumfassend liebend.

Quelle: Otfried Weise

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