2026-09-12

Frank Schwede: Wie unsere Gedanken die Realität erschaffen



Gedanken sind ein kraftvolles Instrument: Sie formen unsere Realität, steuern unsere Wahrnehmung, unsere Gefühle und unser Handeln. Schon lange ist Forschenden bekannt, dass Gedanken das Potential haben, sich in Form von Gedankenbildern zu einem Glaubensmuster zu entwickeln. Gedankenbilder entstehen im Wesentlichen durch Erziehung, täglichen Erfahrungen und Interaktionen mit unserer Umwelt.

Im Laufe des Lebens formen und verfestigen sich die Gedankenbilder und werden zu festen Überzeugungen und Mustern, die das Leben maßgeblich beeinflussen. Mehrfach schon konnte in Experimenten nachgewiesen werden, dass wir auf diese Weise unsere Realität erschaffen.

Die russische Okkultistin Helena Petrovna Blavatzky ging, wie später auch viele andere Verfechter des Resonanzgesetzes, von der Theorie aus, dass Gedanken Schwingungen erzeugen, die sich auf die Umwelt übertragen. Egal, ob Gefühle, Ängste, Sorgen oder Wünsche. Es spielt noch nicht einmal eine Rolle, ob wir uns dieser Tatsache bewusst sind.

Aus neurologischer Sicht betrachtet, ist ein Gedanke das Ergebnis eines elektrischen Impulses zwischen unzähligen Hirnzellen. Obwohl die Forschung mittlerweile sehr viel Kenntnis über die biochemischen Prozesse hat, die der Reizweiterleitung zwischen den Synapsen der Nervenzellen zugrunde liegen, ist es Wissenschaftlern bis heute ein Rätsel, wie aus unzähligen elektrischen Impulsen ein zusammenhängender Eindruck entsteht.

Wie aber kann ein Gedanke sich manifestieren und zur Realität werden? Unser Gehirn erzeugt unentwegt Projektionen, die wir für real halten und die wir durch ständige Wiederholung festigen. Daraus entsteht eine subjektive Normalität, eine selbst erzeugte Wirklichkeit, die irgendwann zur Routine und schließlich zur subjektiven Realität wird.

In diesem Zusammenhang fällt oft der Begriff der selbsterfüllenden Prophezeiung, wenn jemand der Überzeugung ist, dass durch bestimmte Verhaltensmuster, die eigene Überzeugung zur Wirklichkeit wird. Selbst erfüllende Prophezeiungen sind meistens das Resultat aus negativen Erfahrungen in bestimmten Situationen, etwa nach einer nicht bestandenen Prüfung, dass man beim zweiten Anlauf mit dem Gedanken in die Prüfung geht, sie wieder nicht zu bestehen.

Eine Überzeugung ist ein inneres Bild, das mit bestimmten Verhaltensmustern verknüpft ist. Jeder wird bestätigen können, dass die Aufgabe bestimmter Verhaltensmuster nicht leicht ist. Unser Unterbewusstsein tut nämlich alles dafür, dass wir unser Verhalten nicht ändern, dass wir das Bild und den Gedanken in uns bewahren und Wirklichkeit werden lassen - egal ob positiv oder negativ.

Die Quantenphysik legt nahe, dass Realität nicht objektiv existiert, sondern durch Beobachtung und Bewusstsein entsteht, was die Idee stützt, dass Gedanken, als Form von Energie und Bewusstsein, unsere Realität tatsächlich aktiv mitgestalten können, indem sie Frequenzen erzeugen, die sich anziehen und unser Erleben formen.

Obwohl die Makrowelt stabil erscheint, weisen quantenphysikalische Prinzipien darauf hin, dass Bewusstsein eine fundamentale Rolle spielt und unser Denken die Materie beeinflusst. 2015 erschien im renommierten Wissenschaftsmagazin „Nature“ ein Artikel, in dem steht:

„Gemäß einer bekannten Theorie der Quantenphysik, ändert sich das Verhalten eines Teilchens, je nachdem, ob es einem Beobachter unterliegt oder nicht. Sie stellt im Grunde dar, dass Realität eine Art von Illusion ist und nur dann existiert, wenn wir hinsehen. Auf Quantenebene existiert so lange keine Realität, bis wir sie beobachten.“

Das heißt, dass sich jedes Mal, wenn wir unsere Aufmerksamkeit, ob bewusst oder unbewusst, beobachtend auf etwas richten, sich durch diesen Vorgang ein Schöpfungsprozess ereignet. Wichtig sind Dauer und Intensität, die schließlich darüber entscheiden, in welcher Stärke sich der Schöpfungsprozess entwickelt.

Das heißt, ein flüchtiger Gedanke reicht noch lange nicht aus, weil er nur geringfügige Spuren hinterlässt, wohingegen ein ausgeprägtes Gedankenbild die Realitätsdeutlichkeit entsprechend erhöht. Dazu schreibt Biophysiker Dieter Broers in seinem Buch „Gedanken erschaffen Realität: Die Gesetze des Bewusstsein“:

„Das heißt, dass wir in der Tat uns unsere eigene Realität erschaffen können, eine Welt, die unseren bewusst gewählten Vorstellungen entspricht. Das setzt allerdings voraus, dass wir uns über unsere Schöpfungen bewusst sind und unsere Gedanken besser kontrollieren müssen – und im Sinne unseres evolutionären Auftrags sollten wir stets darauf achten, dass unsere Manifestationen aus Freude entstehen.“

Das Gesetz der Anziehung besagt nämlich: Wer positiv denkt, dem wird Positives widerfahren. Zugegeben: Positiv denken, ist nicht immer leicht – und positives Denken hat natürlich auch seine Grenzen. Redet sich jemand, der Schwierigkeiten hat, ein, das wird schon, aber jeden Tag aufs Neue erlebt er genau das Gegenteil, fühlt sich dieser Mensch jeden Tag ein bisschen schlechter.

Die Rede ist in diesem Fall von toxischer Positivität. Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass notorische Pessimisten in Wahrheit oft gar keine Pessimisten sind, sondern Realisten, die die Situation so sehen und beurteilen, wie sie ist. Jedem sollte also klar sein, dass eine Situation nicht besser wird, auch wenn wir sie uns schön reden.

Kaum bekannt ist, dass Gedanken und Glaubensmuster auch nach dem physischen Tod erhalten bleiben. Wenn wir in unserem Leben über lange Zeit einem bestimmten Glaubensmuster gefolgt sind und es gefestigt haben, könnte es nach Meinung von Quantenphysikern in einer Art kollektivem Bewusstsein oder in den Erinnerungen der Menschen, die wir zurückgelassen haben, weiterexistieren.

Das bedeutet nach Meinung von Forschern, dass die Art und Weise, wie wir unser Leben führen, nicht nur für uns selbst wichtig ist, sondern auch für die, die nach uns kommen. Forschungen aus der Quantenphysik haben gezeigt, dass Glaubensmuster, die wir in unser individuelles morphisches Feld einspeisen, auch in das universelle Feld der kosmischen Datenbank integriert werden und sowohl positive als auch negative Gedanken könnten ihre Wirkung über den Tod hinaus zeigen.

Das zeigt, wie wichtig es ist, dass wir sorgsam mit unseren Gedanken umgehen sollten, da jeder Gedanke sich zu einem Glaubensmuster entwickelt, der sich im morphischen Feld bewegt und das gesamte Kollektiv beeinflusst.

Über eine Unterstützung meiner unabhängigen journalistischen Arbeit würde ich mich freuen. Vielen Dank und herzlichen Dank an alle, die mich bereits unterstützt haben.

Frank Schwede
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[max: Danke, lieber Frank💖]

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