2026-09-12

Sie wussten zu viel: Warum die Kirche die Schriften der Gnostiker vernichtete (Frank Jacob)



„Wenn du das Gegenteil von dem nimmst, was du gelernt hast und was dir als Wahrheit verkauft wird, dann liegst du meistens richtig“ – das hört Matthias Langwasser von seinen geistigen Lehrern immer wieder.

Deswegen spricht er in seiner neuen Folge mit Frank Jacob über das Thema Geschichte. Frank ist großer Fan der Gnostik und befasst sich damit seit längerer Zeit.

Ein großer Teil des Gesprächs dreht sich um Religion und die Frage, warum Menschen ihre Macht so oft an eine äußere Instanz abgeben. Frank kritisiert insbesondere Erlösermodelle, bei denen Rettung von außen erwartet wird. Zudem gibt es viele Gruppierungen, die sich wichtiger als andere Gruppierungen sehen, was Matthias als menschenfeindlich beschreibt. Für ihn liegt eine tiefere Freiheit darin, Liebe, Sicherheit und Verbundenheit in sich selbst zu finden, statt sie ausschließlich im Außen zu suchen.

Frank führt anschließend tiefer in die Gnostik hinein. Er spricht über verschiedene Schriften und die Vorstellung von Sophia. Nach der von ihm vertretenen gnostischen Deutung sei nicht ein männlicher Gott außerhalb der Erde der eigentliche Ursprung des Lebens, sondern Sophia selbst – eine schöpferische, weibliche Intelligenz, die eng mit der Erde verbunden sei. Zudem verbindet er diese Vorstellung mit dem Konzept der Panspermie und den Orionnebel.

Die Gnostik sieht in Menschen eine göttliche Intelligenz und die Fähigkeit zur Imagination.

Besonders berührend wird das Gespräch, als sich beide der Liebe zuwenden. Matthias beschreibt das Göttliche als bedingungslose Liebe und gibt viele Beispiele dafür, wo wir Liebe in unserem Alltag finden und ausdrücken können. Frank geht noch einen Schritt weiter und entwickelt die Idee, Liebe könne eine grundlegende schöpferische Kraft des gesamten Universums sein.

Die Folge gibt uns auch Hoffnung: Frank sieht die Menschheit mitten in einem noch offenen Anthropos-Experiment. Unsere Geschichte sei seiner Auffassung nach nicht abgeschlossen und unser Schicksal nicht festgeschrieben. Wir könnten bewusst eingreifen, gestalten und etwas Neues hervorbringen. Diese schöpferische Freiheit verlange allerdings Aufmerksamkeit, Arbeit und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

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Kapitel:
00:00:00 Erklärung der Gnostik
00:07:12 Religion
00:12:41 Gnostische Schriften
00:21:11 Liebe
00:30:40 Menschen-Geschichte

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