Es ist schon kurios, dass die Seele Leben für Leben nach dem Stoff sucht, aus dem sie selbst gemacht ist, denn sie hat etwas vergessen, das sie doch in Wahrheit nie verloren hat. In jedem neuen Leben scheint sie sich erneut auf den Weg zu machen, durch Erfahrungen, Begegnungen, Krisen und Freuden, immer in der leisen Hoffnung, sich selbst wiederzuerkennen. Das Vergessen spüren wir in Form von Sehnsucht, die uns auf der Suche nach der scheinbar verlorenen Liebe vorantreibt. Eine Sehnsucht, die sich in vielen Gestalten zeigt, nämlich in der Suche nach Nähe, nach Sinn, nach Heimat oder nach einem Ort, an dem wir uns wirklich erkannt fühlen. Diese Sehnsucht ist nichts anderes als die leise Erinnerung der Seele an ihren Ursprung. Sie treibt uns durch das Leben, lässt uns fragen, zweifeln, hoffen und immer wieder neu beginnen. Wir glauben oft, etwas im Außen finden zu müssen, einen Menschen, eine Aufgabe oder eine Erfahrung, die diese innere Leere füllt. Doch je länger wir suchen, desto mehr ahnen wir, dass das, wonach wir uns sehnen, nicht wirklich verloren gegangen sein kann. Es ist die Liebe, nach der wir suchen, der Stoff selbst, aus dem die Seele gemacht ist und die Sehnsucht ist nichts anderes als ihr innerer Kompass, eine stille Kraft, die uns immer wieder daran erinnert, wer wir in Wahrheit sind. Würde sie sich vollständig erinnern, gäbe es keinen Weg mehr, keine Suche und keine Fragen. Doch so tastet sie sich durch das Leben, sammelt Eindrücke, irrt manchmal, verliert sich und findet sich wieder und in manchen stillen Momenten, in der Begegnung mit einem Menschen, in der Natur, in der Stille oder im tiefen Fühlen, scheint für einen Augenblick etwas auf, nämlich eine Ahnung dessen, was sie wirklich ist, dann erkennt sie, dass sie gar nicht nach etwas Fremdem gesucht hat. Sondern nach sich selbst. Nach jener Quelle, aus der sie einst hervorgegangen ist und zu der sie sich immer wieder hingezogen fühlt, als wäre sie zugleich der Weg, die Suche und das Ziel.
In Momenten, wenn sich das Auge der Wahrheit öffnet, blicken wir in eine Welt, die aus göttlicher Liebe gewebt ist. Für einen Augenblick fällt dann der Schleier, der unsere Wahrnehmung gewöhnlich bedeckt, und wir erkennen, dass hinter all den Formen, Geschichten und Trennungen ein und derselbe lebendige Ursprung wirkt. In solchen Momenten wird spürbar, dass das Leben selbst von einer tieferen Ordnung getragen ist, einer stillen, allumfassenden Liebe, die alles durchdringt. Nichts scheint mehr wirklich getrennt zu sein. Alles steht in Beziehung zueinander, alles ist Teil eines großen, lebendigen Ganzen. Doch diese Augenblicke sind oft nur von kurzer Dauer. Der Alltag, die Gedanken, die Sorgen und die Gewohnheiten des Verstandes legen sich wieder wie ein Schleier über diese Erfahrung und dennoch hinterlassen solche Momente eine Spur in uns. Sie erinnern uns daran, dass hinter der sichtbaren Welt noch eine andere Wirklichkeit liegt, eine Wirklichkeit, die nicht aus Angst oder Mangel besteht, sondern aus Liebe. Das sind die kurzen Augenblicke der Klarheit, die die Seele immer wieder sucht. Augenblicke, in denen sie sich selbst erkennt und für einen Moment spürt, dass sie nie wirklich getrennt war von dem, wonach sie sich so lange gesehnt hat.
Da die Menschenseele dicht verwoben ist mit dem Gemüt, aus dem sie ihre Erfahrungen sammelt und sie oft unbewusst in der Dichte festhält, trägt sie vieles in sich, was im Laufe eines Lebens - und vielleicht sogar über viele Leben hinweg - angesammelt wurde. Gefühle, Erinnerungen, Prägungen und unausgesprochene Sehnsüchte bilden gleichsam ein Gewebe, in dem sich die Seele bewegt und aus dem heraus sie die Welt wahrnimmt. So geschieht es, dass wir manches in uns tragen, ohne genau zu wissen, woher es kommt. Freude und Schmerz, Vertrauen und Angst, Nähe und Trennung, all diese Erfahrungen prägen das Gemüt und formen den inneren Raum, in dem die Seele ihre Wege sucht. Doch in diesem Geflecht liegt auch eine Möglichkeit zur Wandlung. Denn immer dann, wenn wir beginnen, bewusst hinzuschauen, zu fühlen und das in uns Bewegte anzunehmen, kann sich etwas lösen. Was lange unbewusst gebunden war, beginnt sich zu klären, und das Gemüt wird wieder durchlässiger für jene tiefere Wirklichkeit, aus der die Seele stammt und darin besteht ein Teil unseres Weges, nämlich Schritt für Schritt das zu erkennen, was wir in uns festgehalten haben und es in das Licht des Bewusstseins zu heben, doch nicht um es zu verurteilen, sondern um es zu verwandeln. Denn dort, wo das Gemüt stiller wird und sich öffnet, kann die Seele wieder leichter atmen und sich an das erinnern, was sie im Innersten immer schon ist.
In Momenten, wenn sich das Auge der Wahrheit öffnet, blicken wir in eine Welt, die aus göttlicher Liebe gewebt ist. Für einen Augenblick fällt dann der Schleier, der unsere Wahrnehmung gewöhnlich bedeckt, und wir erkennen, dass hinter all den Formen, Geschichten und Trennungen ein und derselbe lebendige Ursprung wirkt. In solchen Momenten wird spürbar, dass das Leben selbst von einer tieferen Ordnung getragen ist, einer stillen, allumfassenden Liebe, die alles durchdringt. Nichts scheint mehr wirklich getrennt zu sein. Alles steht in Beziehung zueinander, alles ist Teil eines großen, lebendigen Ganzen. Doch diese Augenblicke sind oft nur von kurzer Dauer. Der Alltag, die Gedanken, die Sorgen und die Gewohnheiten des Verstandes legen sich wieder wie ein Schleier über diese Erfahrung und dennoch hinterlassen solche Momente eine Spur in uns. Sie erinnern uns daran, dass hinter der sichtbaren Welt noch eine andere Wirklichkeit liegt, eine Wirklichkeit, die nicht aus Angst oder Mangel besteht, sondern aus Liebe. Das sind die kurzen Augenblicke der Klarheit, die die Seele immer wieder sucht. Augenblicke, in denen sie sich selbst erkennt und für einen Moment spürt, dass sie nie wirklich getrennt war von dem, wonach sie sich so lange gesehnt hat.
Da die Menschenseele dicht verwoben ist mit dem Gemüt, aus dem sie ihre Erfahrungen sammelt und sie oft unbewusst in der Dichte festhält, trägt sie vieles in sich, was im Laufe eines Lebens - und vielleicht sogar über viele Leben hinweg - angesammelt wurde. Gefühle, Erinnerungen, Prägungen und unausgesprochene Sehnsüchte bilden gleichsam ein Gewebe, in dem sich die Seele bewegt und aus dem heraus sie die Welt wahrnimmt. So geschieht es, dass wir manches in uns tragen, ohne genau zu wissen, woher es kommt. Freude und Schmerz, Vertrauen und Angst, Nähe und Trennung, all diese Erfahrungen prägen das Gemüt und formen den inneren Raum, in dem die Seele ihre Wege sucht. Doch in diesem Geflecht liegt auch eine Möglichkeit zur Wandlung. Denn immer dann, wenn wir beginnen, bewusst hinzuschauen, zu fühlen und das in uns Bewegte anzunehmen, kann sich etwas lösen. Was lange unbewusst gebunden war, beginnt sich zu klären, und das Gemüt wird wieder durchlässiger für jene tiefere Wirklichkeit, aus der die Seele stammt und darin besteht ein Teil unseres Weges, nämlich Schritt für Schritt das zu erkennen, was wir in uns festgehalten haben und es in das Licht des Bewusstseins zu heben, doch nicht um es zu verurteilen, sondern um es zu verwandeln. Denn dort, wo das Gemüt stiller wird und sich öffnet, kann die Seele wieder leichter atmen und sich an das erinnern, was sie im Innersten immer schon ist.
Klaus Praschak
Bild: Netzfund...danke

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