2026-03-27

Susanne Lohrey: Momentaufnahme - 27.03.2026


Die Prozesse nehmen an Tempo zu. Wo ich hinschaue, wird es eng. Man fragt sich, wie sich dieses System überhaupt noch aufrecht halten kann. Behörden, Ämter, Schulen, Kliniken, Psychiatrien…alles nur noch chaotisch. Kaum noch Struktur, Flickschusterei, Interims-Manager ohne Führungsqualitäten, Personal, das am liebsten schreiend flüchten würde.

Den Menschen geht es psychisch und gesundheitlich nicht gut. Ob nun der bedrohlichen Meldungen wegen, oder wegen Nahrung, Wasser, Luft, Frequenz, Chemie….wer weiß es genau.

Auch bei mir kommen die Einschläge näher. Schicksalsschläge von nahestehenden Menschen, Todesfälle, Geld das einem zwischen Fingern zerrinnt für Haus, tägliches Leben, Steuern. Soviel, was aktuell im Außen geregelt werden muss. Manchmal zweifle auch ich, ob die viele Arbeit noch Sinn macht.

So viele Menschen da draußen sind müde, erschöpft, ein großer Teil verändert sich, wandert nach „Nirgendwo“, ein anderer Teil wird wütend, weil das Leben ihnen unfair erscheint oder ihre Erwartungshaltungen nicht mehr erfüllt werden.

Auch mich machen die Prozesse im Außen manchmal müde. Vor allem aber auch so traurig. Es riecht nach Abschiedsstimmung. Wie viele andere Feinfühlige, erlebe ich das Leid und auch die Boshaftigkeit zu der „Menschen“ (oder auch Nicht-Menschen“ imstande sind, nahezu als unerträglich. Jede neue Information des Leids, sei es in den Sitzungen oder auch in unserer Gesellschaft, unserem heruntergekommenen Land, der gesamten Welt, bohrt sich mitten ins Herz.

Was aktuell geschieht, ist ein Quälen, ein Demütigen, ein Bedrohen so vieler Unschuldiger. Es ist schwer, in all den Prozessen noch den Sinn zu erkennen.

Warum ich das schreibe? Weil ich aufzeigen will, dass es mir wie vielen von Euch geht. Ich bin nicht jeden Tag mutig, zuversichtlich, das „Vorbild“ der Anker. Es ist vielmehr ein ständiges Auf und Ab, Tage der Hoffnung und Tage des tiefen Leids, Tage des Aufbruchs und Tage des Aufgebenwollens.

Tage des Leuchtturms und Tage des Schmetterlings, der nur noch zurück in seinen Kokon will.
Vielleicht kennt Ihr diese Gefühle. Vielleicht seid Ihr auch nicht immer der Starke.
Aber mag es gut sein. Mögen wir vielleicht in einer Weile erkennen, wofür das alles im Ganzen Sinn macht.

Heute wieder einmal „laut gedacht“ – von Eurer Susanne, am 27.03.2026

Quelle: Susanne Lohrey

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