2026-06-10

Adrianna Garay: ✨Das ist ein Thema, über das ich bei Lesungen aus der Akasha-Chronik oft spreche✨


Wenn ich sage, dass das Leben ein Spiel ist, möchte ich damit weder das Leid herunterspielen noch das, was wir auf der Erde erleben, als belanglos darstellen. Ich meine damit nicht, dass Schmerz unwichtig ist. Ich verstehe dies in einem spirituellen Sinne – als eine Möglichkeit, die tiefere Struktur der Realität zu begreifen.

Aus dieser Perspektive betrachtet ist das Leben in einem physischen Körper eine geplante und intensive Erfahrung, die die Seele mit einem bestimmten Ziel antritt: zu wachsen und Dinge zu erleben, die auf höheren Daseinsebenen nicht in ihrer ganzen Tiefe erfahren werden können. Und während es aus der Sicht des menschlichen Alltags chaotisch wirken mag, gleicht es für die Seele einem multidimensionalen Spiel – komplex, bedeutungsvoll und heilig.

Jede Inkarnation ist wie eine Spielrunde, in der die Seele einen Charakter erschafft. Sie wählt Körper, Geschlecht, Temperament und Fähigkeiten sowie die Lebensumstände – Familie, Umfeld und Kultur – aus. Diese Dinge sind kein Zufall. Sie sind Teil eines Szenarios, das gemeinsam mit anderen Seelen entworfen wurde. Wir vereinbaren, bestimmte Rollen füreinander zu spielen: mal als Freunde, mal als Herausforderer, mal als diejenigen, die uns verletzen, und mal als diejenigen, die uns führen. All dies dient dazu, ein breites Spektrum an Emotionen und Erfahrungen zu ermöglichen.

Die Seele wählt zudem Missionen – Lektionen, die sie lernen möchte. Das können Vergebung, Mitgefühl, das Setzen von Grenzen, Vertrauen, Demut oder bedingungslose Liebe sein. Das Leben wird zum Spielfeld, auf dem diese Missionen verwirklicht werden können – solange wir uns nicht völlig in der Illusion dieser Welt verlieren.

Eines der Hauptelemente dieses Spiels ist das Vergessen. Wenn die Seele in den Körper eintritt, willigt sie ein, ihre wahre Identität vorübergehend zu vergessen. Dieses Vergessen ist essenziell, denn es macht die Erfahrung erst wirklich. Würden wir uns daran erinnern, dass wir ewige Wesen sind, die lediglich eine Rolle spielen, hätten unsere Entscheidungen nicht dasselbe Gewicht. Durch diesen Schleier des Vergessens erhält jede Entscheidung, jede Emotion und jede Reaktion eine Bedeutung – und in dieser Bedeutung liegt die Lektion.

Wenn das Leben endet, kehrt die Seele in die geistige Welt zurück – vergleichbar mit dem Beenden eines Spiels und dem Betrachten der Zusammenfassung der Spielrunde. Aus dieser Perspektive kann sie mit Abstand auf ihr Leben blicken, Ursache und Wirkung verstehen und erkennen, was funktioniert hat und was nicht. Dann kann die Seele – wenn sie das möchte – eine weitere Inkarnation planen: eine, die tiefer geht und besser auf das eigene Wachstum abgestimmt ist.

Viele Seelen bereiten sich voller Vorfreude auf eine Inkarnation vor. Sie planen gemeinsam mit ihrer Seelengruppe, wählen entscheidende Momente und Herausforderungen aus und vereinbaren bisweilen sogar, Leid zu erfahren, damit daraus Stärke, Verständnis und Transformation erwachsen können. Die Erde gilt oft als eine der anspruchsvollsten Umgebungen – nicht weil sie grausam wäre, sondern weil das Wachstum hier schnell und intensiv verläuft. Ein einziges Leben hier, inmitten dichter Materie und emotionaler Herausforderungen, kann mehr Bewusstseinserweiterung bewirken als viele Leben in feinstofflicheren Welten.

Das menschliche Leben lässt sich als Illusion betrachten – jedoch nicht im Sinne von Bedeutungslosigkeit. Es ist ein Umfeld, das für das Lernen geschaffen wurde. Es ist ein Ort, an dem die Seele Trennung, Angst, freien Willen und die Freiheit der Wahl erfahren kann. In dieser Dichte, in der wir die ständige Verbindung zur Quelle nicht unmittelbar spüren, kann sich die Seele wahrhaftig erproben.

Man könnte sagen, wir spielen ein Spiel, an dessen Wahl wir uns nicht erinnern – und genau das ist der Punkt. Denn wenn wir beginnen zu erwachen und uns daran erinnern, wer wir wirklich sind, wandelt sich das Spiel. Es geht nicht mehr nur ums Überleben, sondern um bewusstes Mitwirken. Nicht mehr nur um Reaktionen, sondern um Mitgestaltung.

Ja, das Leben ist also ein Spiel – aber ein spirituelles. Ein Spiel, bei dem es nicht ums Gewinnen geht, sondern ums Erwachen. Ein Spiel, in dem jeder Augenblick die Chance bietet, zu sich selbst zurückzufinden. Und ein Spiel, das die Seele niemals wirklich verliert; sie lernt, reift und erweitert ihr Bewusstsein.

Und nach dem Tod? Du trittst vom Spielfeld zurück, holst tief Luft und gewinnst neue Erkenntnisse. Und dann hast du die Wahl: noch einmal zu spielen – in einer neuen Konstellation, mit einem neuen Szenario, bereit für eine noch tiefere Version desselben großartigen Spiels, das wir Leben nennen.

Quelle: Adrianna Garay

[übersetzt von mascha: Herzlichen Dank liebe Adrianna💖Wir freuen uns über eure Unterstützung, Von Herzen Danken wir Euch💖]

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