
FREUDE
Die Sonne des Herzens
Das Einzige, worauf es im Leben wirklich ankommt,
ist Freude zu erleben.
Nicht jene Freude,
die von äußeren Umständen abhängt,
nicht jene Freude,
die kommt und wieder vergeht,
wenn Wünsche erfüllt oder Erwartungen bestätigt werden.
die von äußeren Umständen abhängt,
nicht jene Freude,
die kommt und wieder vergeht,
wenn Wünsche erfüllt oder Erwartungen bestätigt werden.
Sondern jene grundlose Freude,
die einfach da ist.
Sie steigt auf
wie eine Quelle aus den Tiefen des Seins,
ohne Ursache,
ohne Forderung,
ohne Ziel.
Sie fließt aus einem übervollen Herzen,
das nichts festhalten muss,
weil es weiß,
dass seine Fülle unerschöpflich ist.
Diese Freude braucht keine Rechtfertigung.
Sie fragt nicht nach dem Warum.
Sie verlangt keinen Besitz,
keinen Erfolg,
keine Anerkennung.
Sie ist einfach.
Sie gehört zu dir,
wie das Licht zur Sonne gehört,
wie der Duft zur Blüte,
wie die Wärme zum Feuer.
Niemand hat sie dir gegeben,
und niemand kann sie dir nehmen.
Freude kann nicht gemessen werden.
Sie kann nicht beschrieben werden.
Sie kann nur erfahren werden.
Freude ist die Essenz des Glücks.
Das ist keine Tautologie.
Das ist erfahrene Wahrheit.
Wenn Freude gegenwärtig ist,
ist das Leben weit.
Die Seele erinnert sich an ihre Herkunft.
Der Mensch ist Ausdruck des Lichts.
Freude entsteht dadurch,
dass sie fließt.
Je mehr sie geteilt wird,
desto größer wird sie.
Sie nährt die Liebe.
Sie stärkt das Vertrauen.
Sie verwandelt Begegnung in Verbundenheit.
Sie ist das wahre Elixier.
Wenn ich Freude spüre,
gibt es nichts,
das ich mehr erleben möchte.
Ich bin erfüllt.
Und das genügt.
Quelle: Otfried Weise
die einfach da ist.
Sie steigt auf
wie eine Quelle aus den Tiefen des Seins,
ohne Ursache,
ohne Forderung,
ohne Ziel.
Sie fließt aus einem übervollen Herzen,
das nichts festhalten muss,
weil es weiß,
dass seine Fülle unerschöpflich ist.
Diese Freude braucht keine Rechtfertigung.
Sie fragt nicht nach dem Warum.
Sie verlangt keinen Besitz,
keinen Erfolg,
keine Anerkennung.
Sie ist einfach.
Sie gehört zu dir,
wie das Licht zur Sonne gehört,
wie der Duft zur Blüte,
wie die Wärme zum Feuer.
Niemand hat sie dir gegeben,
und niemand kann sie dir nehmen.
Sie ist Teil deiner wahren Natur.
Sie ist die Sprache deiner Seele.
Sie lebt in deinem unsterblichen Lebenskern,
in jener Essenz,
die älter ist als Zeit
und weiter reicht als die Grenzen eines einzelnen Lebens.
in jener Essenz,
die älter ist als Zeit
und weiter reicht als die Grenzen eines einzelnen Lebens.
Freude kann nicht gemessen werden.
Sie kann nicht beschrieben werden.
Sie kann nur erfahren werden.
Du spürst sie,
ohne an sie zu denken.
Du atmest sie ein,
du atmest sie aus.
ohne an sie zu denken.
Du atmest sie ein,
du atmest sie aus.
Und während sie durch dich fließt,
beginnt sie ihre Herzensarbeit:
Sie segnet.
Sie heilt.
Sie erhellt.
beginnt sie ihre Herzensarbeit:
Sie segnet.
Sie heilt.
Sie erhellt.
Wie ein Leuchtfeuer breitet sie sich aus,
berührt Menschen,
ohne sie zu belehren,
öffnet Herzen,
ohne sie zu drängen.
berührt Menschen,
ohne sie zu belehren,
öffnet Herzen,
ohne sie zu drängen.
Freude ist die Essenz des Glücks.
Das ist keine Tautologie.
Das ist erfahrene Wahrheit.
Wenn Freude gegenwärtig ist,
ist das Leben weit.
Die Seele erinnert sich an ihre Herkunft.
Der Mensch ist Ausdruck des Lichts.
Freude entsteht dadurch,
dass sie fließt.
Je mehr sie geteilt wird,
desto größer wird sie.
Sie nährt die Liebe.
Sie stärkt das Vertrauen.
Sie verwandelt Begegnung in Verbundenheit.
Sie ist das wahre Elixier.
Wenn ich Freude spüre,
gibt es nichts,
das ich mehr erleben möchte.
Ich bin erfüllt.
Und das genügt.
Nur eine kleine Korrektur:
AntwortenLöschen„Freude […]
Sie kann nicht beschrieben werden.
Sie kann nur erfahren werden.“
Nur der, der sie erfahren hat, kann sie wirklich beschreiben. Wer sie nicht selbst erfahren hat, sondern nur von ihr gehört hat, kann doch nur immer das Gehörte bloß wiederholen. Er ist noch geistig blind, weshalb er auch immer nur aus der Perspektive beschreiben kann, wie sie ihm von anderen beschrieben wurde. Daran erkennt man den geistig Sehenden, dass er die Perspektiven zu wechseln im Stande ist, indem er das zu Beschreibende umkreist. Dann kann man auf das Gesuchte zeigen, als würde man einen Punkt auf dem Ozean dadurch bestimmen, indem man immer mehr Peilungen zu Landmarken oder Sternen vornimmt oder so als würde beim Handy die Standortbestimmung umso genauer, mit umso mehr Satelliten das Telefon einen Kontakt herstellen kann.
Manchmal fallen solche Beschreibungen etwas umfangreicher aus, als könnte man sie mit einem einzigen Wort oder einer kurzen Definition fassen. So manchen Zuhörer wird dabei die Ungeduld überkommen und Blinde werden einem sagen, man würde zu viel der Worte machen. Aber wer blind ist und dann noch nicht einmal zuzuhören bereit ist, der hat den Auszug aus dem Garten Eden immer noch nicht überwunden, wo er noch Kleinstkind war, für das andere noch die volle Verantwortung trugen, und dem noch keinerlei Eigenverantwortung und Selbstermächtigung zugemutet werden konnte.
Und dennoch reichen Worte niemals aus ...um das Wahrhaftige und auch Erfahrene zu beschreiben...
AntwortenLöschenBeides ist zugleich richtig, weil es kein Ende in der Tiefe der Beschreibung gibt. Erfahrung gleicht nicht einem Topf, der irgend wann einmal gefüllt wäre und dann passt nichts mehr hinein, sondern gleicht einem Fass ohne Boden. Der obere Rand des Fasses, wie des Topfes, lässt sich als genau lokalisierter Kreis beschreiben. Beim Topf schaut man auf einen Boden, beim Fass ohne Boden schaut man auf die Unendlichkeit. Ein Hamsterrad nimmt nicht viel Raum ein und dennoch kann man in ihm traben ohne dabei an ein Ende zu gelangen. Der Finger, der auf den Mond zeigt, ist nicht der Mond. Aber ein Blinder ist nicht in der Lage auf den Mond zu zeigen, während ein Sehender dazu imstande ist.
LöschenGleichzeitig befindet sich der im Irrtum, der glaubt, es gäbe etwas, was man mit Worten nicht beschreiben könnte. Das ist in der Regel nur Flucht vor der Eigenverantwortung, weil die eigenen Gedanken nicht klar sind oder man Wortfindungsschwierigkeiten hat. Wie häufig hörte man hier den Vorwurf, der andere würde einen nicht verstehen. Das lädt die Verantwortung beim anderen ab. Wer sie nicht einfach beim anderen abladen will, der würde sagen, so meine ich das nicht, sondern so. Der Dieter Broers möchte sich ja nun die Fähigkeiten der Geistheilung andichten und verspricht kommende Telepathie, sowohl bei „Plan A“, wie „Plan B“. Das sind Träume für Zauberlehrlinge, die man in Hamsterräder setzt, wo sie dann fleißig traben und Energie erzeugen, die man dann abschöpfen kann. Wer sich im Mangeldenken befindet, dem wird Lösung versprochen, dass man ein Fass ohne Boden füllen könne, wenn man einfach nur genug hineinfüllen würde. Da gibt es Bilder von Q-Enthüllungen, GESARA, Med-Betten die man als Horizont im Hamsterrad befestigt, dann traben die Leute in ihrem Hamsterrad und kommen dabei doch nicht von der Stelle. Die Medizin der Zukunft kommt nicht von Außen, wo dann Technik die Schäden reparieren soll, sondern die Lösung liegt im Innen, im Erkennen, so dass man erst gar nicht krank wird, keine Schäden mehr auftreten, die es dann zu reparieren gölte. Telepathie ist keine Lösung für unklare Gedanken oder Wortfindungsschwierigkeiten. „Du weißt, schon, was ich meine“, ist nur die Hoffnung, dass einem Verantwortung abgenommen werden könnte. Man kann ein Bild oder einen Gedanken nur übertragen, wenn da nicht nur eine diffuse Wolke im Geist vorhanden ist. Zuerst müssen die Gedanken klar sein und Wortfindungsschwierigkeiten beseitigt sein, dann kann man wiederum auf die Worte beim Mitteilen verzichten. Trittbrettfahrer machen verzweifelten Kranken unrealistische Hoffnung, um sich damit die Taschen füllen zu können. Wozu will ein Georgi Stankov Gold von den Leuten im Umtausch für sein Spielgeld, wenn er doch sagt, er könne soviel Gold erzeugen, wie er wolle? Wäre Lüge einfach ein Umdrehen der Wahrheit, dann wäre sie leicht zu erkennen. Deswegen fügt man der Wahrheit nur gerade soviel Unwahrheit hinzu, dass der Pfeil die Zielscheibe dann nicht trifft. Ein normaler Lügner hat noch Respekt vor der Wahrheit, versucht sie möglichst kunstvoll zu deformieren, möchte unerkannt dabei bleiben. Luzifer als Lügner hat dagegen jeden Respekt vor der Wahrheit verloren. Er sieht in ihr eher eine Hure, die er in aller Öffentlichkeit mit brutaler Gewalt vergewaltigen könne. Da wird einfach die Quantität der Wiederholung gesteigert, dann werden die Leute es schon glauben. Da wird erst gar nicht versucht, kunstvoll nachzuahmen, sondern „die Wahrheit“ ganz einfach neu erschaffen. Wahrheit ist aber das Fundament der Schöpfung, nicht das Haus, was man erschafft. Das Erkennen der Wahrheit und sich mit ihr zu vereinen zu einem Endziel der Vereinigung, die in Ununterscheidbarkeit durch Kongruenz besteht, das ist es, was einen frei macht und worin die Heilung liegt.
LöschenNein, mein Lieber, zu sagen man könne mit Worten etwas nicht beschreiben hat nichts mit Flucht vor Eigenverantwortung zu tun. Mangel an klaren Gedanken ist sicher oft der Grund, wenn man gerne was beschreiben möchte, dann aber sagt, das kann man nicht beschreiben, weil man merkt, dass es nicht gelingt. Aber ganz ehrlich Kai - kennst du den Zustand, diese Ruhe, diesen tiefen, UNBESCHREIBLICHEN Frieden, wenn das Bedürfnis nicht mehr da ist, auch nur irgendwas in Worte fassen zu wollen - müssen?
LöschenSorry Kai, ich glaube, ich verstehe dich einfach nicht richtig, tut mir leid. Was ich einfach für mich hinzufügen möchte: unklare Gedanken und Wortfindungsstörungen sind für mich 2 völlig unterschiedliche paar Schuhe und ich kann nachvollziehen, wie du 'du verstehst mich nicht' als Vorwurf wahrnimmst, was ich so nicht unbedingt tu, mir aber dennoch bewusst wurde durch deine Aussage, dass mir wichtig ist zu sagen: 'mir ist es nicht möglich, es in Worte zu fassen' . Und manchmal sind dann auch tatsächlich die Gedanken doch verworrener , als Anfangs gedacht. 🙃.Es gibt für mich nicht für alle klaren Gedanken, Gefühle, Empfindungen ... passende Worte, zumindest würde ich diese dann halt nicht kennen, auch möglich. Soweit so guad für heut🌞
LöschenGeliebtes Kind, du bist noch jung, hast sogar deine Augen noch nicht einmal geöffnet, weshalb du auf deinem Weg, dich noch ständig an den Steinen stößt. Weil es doch eben zwei Paar Schuhe sind, habe ich doch auch zwei Begriffe dafür verwandt. Vollkommene Schöpfung gelingt nur dem, der klare Gedanken und keine Wortfindungsschwierigkeiten hat. Was nicht in Worten ausgedrückt werden kann, das kann auch nicht erschaffen werden. Erschaffen wird aus Wasser und Geist, es bedarf also des Bildes und des Wortes. Wem es an klaren Gedanken mangelt oder an den Worten, der bringt nur fehlerbehaftete Schöpfung zustande. Wem es sowohl an klaren Gedanken mangelt, als auch an den Worten, der ist als Schöpfer unfruchtbar. Mir ist deine Flucht vor Verantwortung offensichtlich, dir nicht. Du fragst mich, als frisch Geborene, ob ich den Frieden der Ruhe kennen würde, wo ich doch jenseits dieser Welt in der Ewigkeit ruhe in Frieden. Du stehst am Anfang deines Weges, da kannst du nicht erwarten bereits über einen großen Wortschatz zu verfügen, du musst ihn dir im Laufe der Zeit ja erst erwerben. Habe also Geduld, auch mit dir selbst.
Löschen„...wenn man gerne was beschreiben möchte, dann aber sagt, das kann man nicht beschreiben, weil man merkt, dass es nicht gelingt.“
Ehrlicher wäre es eben zu sagen: „...wenn man gerne was beschreiben möchte, dann aber sagt, das kann ICH nicht beschreiben, weil man merkt, dass es nicht gelingt.“ Da liegt die Last der Verantwortung auf dir, weil DU es eben nicht kannst. Sagt man es aber so, wie du es getan hast, so ist damit ja ausgesagt, dass ES nicht beschrieben werden könne. Damit hast man die Ursache des Problems nicht in sich selbst gesucht, sondern hat sie auf das zu Beschreibende verlagert. Wenn MAN etwas nicht beschreiben kann, dann kann keiner diese Beschreibung vornehmen. Wenn etwas nicht getan werden kann, dann trägt man auch keine Last der Verantwortung, wenn man es, wie ja alle anderen auch, selbst nicht kann.
„Und manchmal sind dann auch tatsächlich die Gedanken doch verworrener, als Anfangs gedacht.“
Das war ja eben die Tätigkeit, der sich Sokrates gewidmet hat. Wer glaubt zu etwas zu wissen, der stellt die Suche nach diesem Wissen ein. Wenn er sich aber dabei im Irrtum befindet, also nur glaubt etwas zu wissen, obwohl er dieses in Wahrheit nicht weiß, dann hält er sich diesbezüglich für bereits geheilt, obwohl er es nicht ist. Um ihn dann also wieder in Bewegung zu setzen, muss man ihm vor Augen führen, dass er dieses doch nicht weiß, obwohl er dachte er würde es wissen. Gelungen ist die Anregung, wenn der andere die Verwirrung empfindet. Dies regt ihn wiederum an, sich erneut auf die Suche nach dem Wissen zu machen, von dem er glaubte, es bereits zu besitzen. Dankbarkeit, darf man dafür aber nicht erwarten für diesen Liebesdienst, eher das Gegenteil. Die Liebe muss schon so groß sein, dass man es zu erdulden bereit ist, als Lohn für diesen Liebesdienst nur immer und immer wieder einen Schierlingsbecher gereicht zu bekommen, ans Kreuz genagelt zu werden oder eine Kugel verpasst zu bekommen. Sokrates hat den Philosophen, den Liebhaber der Wahrheit, des Wissens und der Weisheit auch als Arzt der Seele bezeichnet. Wenn man, unter Achtung des freien Willens, dem anderen ein Pflaster von einer Wunde reißt, das die Wunde nur verdeckt, sie aber nicht heilen lässt, dann kann dies Schmerzen zur Folge haben. Aber die Ursache des Schmerzes ist nicht in der Wahrheit zu suchen, denn die ist heilsam, sondern in dem Versuch, an der Unwahrheit festhalten zu wollen.
Ende Erster Teil
Anfang Zweiter Teil
LöschenAber da Menschen gern vor der Last der Verantwortung zu fliehen versuchen, wird der Seelenarzt dann angegriffen, verleumdet und zu beseitigen versucht. Sokrates und Jesus hat man verleumdet und vor Gericht gezerrt, mit Gandhi hat man gleich ohne Verhandlung kurzen Prozess gemacht. Selbst nach dem Tod muss man mit Rufmord rechnen. Der Worte Jesu hat sich die Kirche bemächtigt und sie in falsches Licht gestellt, so dass sie den Machtspielen der irdischen Obrigkeit von Nutzen sind. Doch mir kommt auch das Recht zu, hier und da mal ein Wort wieder in den ursprünglichen Wortsinn zu rücken.
Allerdings kommt man inzwischen mit dem Korrigieren gar nicht mehr hinterher. Was da in Zitatesammlungen dem Sokrates in die Schuhe geschoben hat, das geht auf keine Kuhhaut. Versucht man eine Aussage mit einem Gütesiegel aufzuwerten, dann schreibe man einem großen Namen die Autorenschaft zu. Danach wird solches von Zitatesammlung zu Zitatesammlung kopiert, genug vervielfältigt, bis es die Leute dann glauben. Dem Sokrates hat man sogar sein Motto kaputt gemacht. Denn nach dem Orakelspruch, dass sich kein weiserer Mann finden ließe als Sokrates’ hatte er sich ja auf die Suche gemacht, ob sich nicht doch ein weiserer finden ließe. Das Ergebnis dieser Suche fasste er dann in seiner Verteidigungsrede vor Gericht wie folgt zusammen:
„Und ihr wisst doch, wie Chairephon war, wie heftig in allem, was er auch beginnen mochte. So
auch als er einst nach Delphoi gegangen war, erkühnte er sich hierüber ein Orakel zu begehren;
nur, wie ich sage, kein Grollen ihr Männer. Er fragte also, ob wohl Jemand weiser wäre als ich. Da
leugnete nun die Pythia, dass jemand weiser wäre. Und hierüber kann euch dieser sein Bruder
hier Zeugnis ablegen, da jener bereits verstorben ist. [B] Bedenket nun, weshalb ich dieses sage.
Ich will euch nämlich erklären, woher doch die Verleumdung gegen mich entstanden ist. Denn
nachdem ich dieses gehört, gedachte ich bei mir also: Was meint doch wohl der Gott? Und was
will er etwa andeuten? Denn das bin ich mir doch bewusst, dass ich weder viel noch wenig weise
bin. Was meint er also mit der Behauptung ich sei der weiseste? Denn lügen wird er doch wohl
nicht, das ist ihm ja nicht gestattet. Und lange Zeit konnte ich nicht begreifen was er meinte, [E]
endlich wendete ich mich gar ungern zur Untersuchung der Sache auf folgende Art. Ich ging zu
einem von den für weise gehaltenen, um dort, wenn irgendwo, das Orakel zu überführen und
dem Spruch zu zeigen: Dieser ist doch wohl weiser als ich, du aber hast auf mich ausgesagt.
Indem ich nun diesen beschaute, denn ihn mit Namen zu nennen ist nicht nötig, es war, aber
einer von den Staatsmännern, auf welchen schauend es mir folgendergestalt erging, ihr Athener.
Im Gespräch mit ihm schien mir dieser Mann [D] zwar vielen andern Menschen auch am
meisten, aber sich selbst sehr weise vorzukommen, es zu sein aber gar nicht. Darauf nun
versuchte ich ihm zu zeigen, er glaubte zwar weise zu sein, wäre es aber nicht, wodurch ich dann
ihm selbst verhasst ward und vielen der Anwesenden. Indem ich also fortging, gedachte ich bei
mir selbst, als dieser Mann bin ich nun freilich weiser. Denn es mag wohl eben keiner von uns
beiden etwas Tüchtiges oder Sonderliches wissen, allein dieser doch meint zu wissen, da er nicht
weiß, ich aber wie ich eben nicht weiß, so meine ich es auch nicht. [E] Ich scheine also um dieses
wenige doch weiser zu sein als er, dass ich, was ich nicht weiß, auch nicht glaube zu wissen.
Ende Zweiter Teil
Anfang Dritter Teil
LöschenHierauf ging ich dann zu einem anderen von den für noch weiser als jener geltenden, und es
dünkte mich eben dasselbe, und ich wurde dadurch ihm selbst sowohl als vielen andern verhasst.
Nach diesem nun ging ich schon nach der Reihe, bemerkend freilich und bedauernd, und auch in
Furcht darüber, dass ich mich verhasst machte. Doch aber dünkte er mich notwendig des Gottes Sache über alles andere zu setzen, und so musste ich denn gehen immer dem Orakel
nachdenkend, was es wohl meine, zu Allen welche dafür galten etwas zu wissen. Und beim
Hunde, [22 St.1 A] ihr Athener, denn ich muss die Wahrheit zu euch reden, wahrlich es erging mir
so. Die berühmtesten dünkten mich beinahe die armseligsten zu sein, wenn ich es dem Gott
zufolge untersuchte, andere minder geachtete aber noch eher für vernünftig gelten zu können.
Ich muss euch wohl mein ganzes Abenteuer berichten mit was für Arbeiten gleichsam ich mich
gequält habe, damit das Orakel mir ja ungetadelt bliebe. Nach den Staatsmännern nämlich ging
ich zu den Dichtern, [B] den tragischen sowohl als den dithyrambischen und den übrigen, um
dort mich selbst auf der Tat zu ergreifen als unwissender denn sie. Von ihren Gedichten also
diejenigen vornehmend, welche sie mir am vorzüglichsten schienen ausgearbeitet zu haben, fragte
ich sie aus, was sie wohl damit meinten, auf dass ich auch zugleich etwas lernte von ihnen.Schämen muss ich mich nun freilich, ihr Männer, euch die Wahrheit zu sagen, dennoch soll sie
gesagt werden. Um es nämlich gerade heraus zu sagen, fast sprachen alle Anwesenden besser als
sie selbst über das was sie gedichtet hatten. [C] Ich erfuhr also auch von den Dichtern in kurzem
dieses, dass sie nicht durch Weisheit dichteten, was sie dichten, sondern durch eine Naturgabe
und in der Begeisterung, eben wie die Wahrsager und Orakelsänger. Denn auch diese sagen viel
schönes, wissen aber nichts von dem, was sie sagen, eben so nun ward mir deutlich dass es auch
den Dichtern erginge. Und zugleich merkte ich, dass sie glaubten um ihrer Dichtung willen auch
in allem übrigen sehr weise Männer zu sein, [D] worin sie es nicht waren. Fort ging ich also auch
von ihnen mit dem Glauben, sie um das nämliche zu übertreffen wie auch die Staatsmänner.
Zum Schluss nun ging ich auch zu den Handwerkern. Denn von mir selbst wusste ich, dass ich
gar nichts weiß um es gerade heraus zu sagen, von diesen aber wusste ich doch, dass ich sie
vielerlei schönes wissend finden würde. Und darin betrog ich mich nun auch nicht, sondern sie
wussten wirklich was ich nicht wusste, und waren in sofern weiser. Aber denselben Fehler wie die
Dichter, [E] dünkte mich, hatten auch diese trefflichen Meister. Weil er seine Kunst gründlich
erlernt hatte, wollte jeder auch in den andern wichtigsten Dingen sehr weise sein, und diese ihre
Torheit verdeckte jene ihre Weisheit. So dass ich mich selbst auch befragte im Namen des
Orakels, welches ich wohl lieber möchte: so sein wie ich war, gar nichts verstehend von ihrer
Weisheit aber auch nicht behaftet mit ihrem Unverstande, oder aber in beiden Stücken so sein wie
sie. Da antwortete ich denn mir selbst und dem Orakel, es wäre mir besser so zu sein wie ich war.
Aus dieser Nachforschung also, ihr Athener, sind mir viele Feindschaften entstanden, [23 St.1 A]
und zwar die beschwerlichsten und lästigsten, so dass viel Verleumdung daraus entstand, und
auch der Ruf, dass es hieß ich wäre ein Weiser.
Ende Dritter Teil
Anfang Vierter Teil
LöschenEs glauben nämlich jedesmal die Anwesenden, ich
verstände mich selbst darauf, worin ich einen Andern zu Schanden mache. Es scheint aber, ihr
Athener, in der Tat der Gott weise zu sein, und mit diesem Orakel dies zu sagen, dass die
menschliche Weisheit sehr weniges nur wert ist oder gar nichts, und offenbar nicht dies von
Sokrates zu sagen, sondern nur mich zum Beispiel erwählend sich meines Namens zu bedienen,
[B] wie wenn er sagte: Unter euch ihr Menschen ist der der weiseste, der wie Sokrates einsieht,
dass er in der Tat nichts wert ist was die Weisheit anbelangt. Dieses nun gehe ich auch jetzt noch
umher nach des Gottes Anweisung zu untersuchen und zu erforschen, wo ich nur einen für weise
halte von Bürgern und Fremden, und wenn er es mir nicht zu sein scheint, so helfe ich dem
Gotte und zeige ihm, dass er nicht weise ist. Und über diesem Geschäft habe ich nicht Muße
gehabt [C] weder in den Angelegenheiten der Stadt etwas der Rede wertes zu leisten, noch auch
in meinen häuslichen, sondern in tausendfältiger Armut lebe ich wegen dieses dem Gotte
geleisteten Dienstes. Über dieses aber folgen mir die Jünglinge, welche die meiste Muße haben,
der reichsten Bürger Söhne also, freiwillig, und freuen sich zu hören wie die Menschen untersucht
werden, oft auch tun sie es mir nach und versuchen selbst andere zu untersuchen, [D] und finden
dann, glaube ich, eine große Menge solcher Menschen, welche zwar glauben etwas zu wissen,
wissen aber wenig oder nichts. Deshalb nun zürnen die von ihnen untersuchten mir und nicht
ihnen und sagen, Sokrates ist doch ein ganz ruchloser Mensch und verderbt die Jünglinge. Und
wenn sie jemand fragt was doch treibt er und was lehrt er sie, so haben sie freilich nichts zu sagen
weil sie nichts wissen, um aber nicht verlegen zu erscheinen, sagen sie dies, was gegen alle Freunde der Wissenschaft bei der Hand ist, die Dinge am Himmel und unter der Erde, und keine
Götter glauben [E] und Unrecht zu Recht machen. Denn die Wahrheit denke ich, möchten sie
nicht sagen wollen, dass sie nämlich offenbar werden als solche, die zwar vorgeben etwas zu
wissen, wissen aber nichts. Weil sie nun, denke ich, ehrgeizig sind und heftig, und ihrer viele,
welche einverstanden mit einander und nur vermutend von mir reden, so haben sie schon lange
und gewaltig mit Verleumdungen euch die Ohren angefüllt.Aus diesen sind Melitos gegen mich
aufgestanden, und Anytos und Lykon, Melitos, der Dichter wegen mir aufsässig, Anytos, wegen
der Handwerker und Staatsmänner, [24 St.1 A] Lykon aber, wegen der Redner. So dass, wie ich
auch gleich anfangs sagte, ich mich wundern müsste, wenn ich im Stande wäre, in so kurzer Zeit
diese so sehr oft wiederholte Verleumdung euch auszureden. Dieses, ihr Athener, ist euch die
Wahrheit, ohne weder kleines noch großes verhehlt oder entrückt zu haben sage ich sie euch.
Wiewohl ich fast weiß, dass ich eben deshalb verhasst bin. Welches eben ein Beweis ist, dass ich
die Wahrheit rede, und dass dieses mein übler Ruf ist und dies die Ursachen davon sind.“
Ende Vierter Teil
Anfang Fünfter Teil
Löschen„Denn es mag wohl eben keiner von uns beiden etwas Tüchtiges oder Sonderliches wissen, allein dieser doch meint zu wissen, da er nicht weiß, ich aber wie ich eben nicht weiß, so meine ich es auch nicht.“
Gemeint ist damit folgendes: „Denn es mag wohl eben keiner von uns beiden etwas Tüchtiges oder Sonderliches wissen“ Die Frage wird offen gelassen, in der Schwebe gehalten, wie denn das Wissen, was man hat, nun zu bewerten sei. Weisheit liegt in der Fähigkeit sein Wissen zu einer höheren Ordnung zusammenfügen zu können und dadurch einsichtig zu werden zur Wissensschau, dem geistigen Sehen, des ewigen Seins. Solches hat Platon dann zu seiner Ideenlehre inspiriert. Der Vorteil des Sokrates gegenüber den Menschen lag eben darin, dass er schonungslos ehrlich war, sowohl anderen gegenüber, wie auch zu sich selbst. Er hat weder andere belogen, noch sich selbst in die Tasche gelogen. Wenn er etwas nicht wusste, dann hatte er kein Problem damit, dies sich selbst und anderen gegenüber einzuräumen. Er ruhte standhaft in der Wahrheit und hat ihr einfach keine Unwahrheit dazugesellt. Dann braucht man bei sich auch nicht so viel Irrtümer aufzuspüren und dann an ihrer Überwindung zu arbeiten. Man könnte es auch so ausdrücken, dass Sokrates Wunden nicht unter Pflastern verborgen hat, sondern sich eben ihrer Heilung widmete. Dies war seine Weisheit auf die der Gott mit dem Orakelspruch zeigen wollte.
Nachdem ich diesen Hintergrund seiner Aussage beschrieben habe, sollte man erkennen können, dass die deutsche Übersetzung des wörtlichen „ich weiß mich als Nichtwissenden“ nicht in Richtung einer radikalen Skepsis gegenüber der Möglichkeit jeglicher Form von Erkenntnis zu formulieren ist, die ihn zum Schutzpatron aller Denkfaulen gemacht hat, die es sich in ihrer Unwissenheit bequem machen wollen und einem dann sagen: Ich weiß, dass ich nichts weiß.
„allein dieser doch meint zu wissen, da er nicht weiß, ich aber wie ich eben nicht weiß, so meine ich es auch nicht.“
Verkürzt ist es eben sinngemäß zu formulieren als: „Ich weiß, WANN ich nicht weiß“ oder „Ich glaube nicht zu wissen, WENN ich nicht weiß.“
Auch mir haben Perverse mein Motto kaputt gemacht, die kürzestmögliche Beschreibung von Gerechtigkeit: Jedem das Seine. Aber ich schrieb ja bereits oben, wie Luzifer mit der heiligen Mutter umgeht:
„Luzifer als Lügner hat dagegen jeden Respekt vor der Wahrheit verloren. Er sieht in ihr eher eine Hure, die er in aller Öffentlichkeit mit brutaler Gewalt vergewaltigen könne.“
So hat er dann auch mein Motto in aller Öffentlichkeit mit brutaler Gewalt vergewaltigt und mein Motto in Verruf gebracht, indem er es mit dem größten Verbrechen in der Menschheitsgeschichte in diesem Zyklus in Verbindung brachte, den Tötungsfabriken der Nazis, indem er es über dem Eingangstor der Tötungsfabrik in Buchenwald anbringen ließ. So muss ich halt auf das lateinische suum cuique ausweichen. Aber man ist ja flexibel. Sucht sich das Wasser eben neue Wege.
Vielleicht kann man da aber verstehen, wieso ich zwar zur Vergebung bereit bin, wenn er sein Unrecht einsieht, nach Hause zurückkehrt und um Vergebung bittet. Bis dahin soll mir der missratene Bruder, der die Mutter vergewaltigt, besser nicht zu nahe kommen, denn ich bin der Bringer der Gerechtigkeit.
Ende Fünfter Teil
Anfang Sechster Teil
LöschenSelig sind, die sich nicht über den Geist zu setzen versuchen; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das vollkommene Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzigen; denn ihnen wird Barmherzigkeit widerfahren. Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen. Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um der Wahrheit schmähen und verfolgen und allerlei Böses gegen euch reden und dabei lügen. Seid fröhlich und jubelt; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch hier gewesen sind.
Ende sechster Teil : Trottel
LöschenAls frisch Geborene liegt eine Anmeldung zur Reifeprüfung ja noch in etwas Entfernung, da wirst du bis dahin wahrscheinlich noch lernen, das es nicht das Klügste ist, dort beleidigend gegenüber den Prüfern auftreten zu wollen. Bei aller Nachsicht, meine Liebe, an Respekt sollte man es da nicht mangeln lassen, da scheißen sich die Leute eher in die Hose. Das haben sie aber zumindest mir den frisch Geborenen gemeinsam.
LöschenAus den Gründen des Respekts vor der Bitte Max’ und Mashas, hier auf Formulierungen mit Absolutheitsanspruch zu verzichten und des Umstandes, dass es sich ja nur um einfaches karmisches Gericht handelt, ist doch noch die Möglichkeit der Einlegung von Rechtsmitteln, eines begründeten Widerspruchs gegen das Urteil, gegeben. Beim Jüngsten Gericht wird allerdings mit Absolutheitsanspruch aufgetreten und es sind keine Rechtsmittel zulässig. Insofern wird hiermit eine aufschiebende Wirkung des Urteils verkündet.
LöschenUnvorstellbar das solche Kommentare hier durchgeschaltet werden.
LöschenWar in keinster Weise beleidigend beabsichtigt - ich schrieb es mit einem Schmunzeln - tja, so kann's gehn 🙃
Löschenein Erlebnis mit Empfindungen, die sehr spezifisch sind, sehr neu, kaum selbst einzuordnen z.B. - da habe ich oft Schwierigkeiten, wie ich es beschreiben kann, selbst, wenn ich es noch so gut beschreiben würde, was nützt es: der andere kann es nicht wirklich nachvollziehen, das könnte er aber, wenn er es selbst erlebte.
AntwortenLöschenGeliebtes Kind, du bist nur wenig älter als die Petra. Deine Augen sind nicht mehr verschlossen, aber in deinem Wachstum kommst du nun mit den ersten Lichtstrahlen in Kontakt, doch bis zur vollen Blüte ist es noch ein weiter Weg. Auch dir sei gesagt: Habe Geduld, auch mit dir selbst.
Löschen„...ein Erlebnis mit Empfindungen, die sehr spezifisch sind, sehr neu, kaum selbst einzuordnen z.B. - da habe ich oft Schwierigkeiten, wie ich es beschreiben kann,…“
Habe eben Geduld, beides wird sich finden. Man wird erfahrener, dann ist alles nicht mehr so neu. Gleichzeitig erschafft man sich mit der Zeit eine Ordnung, die einem beim Erkennen von Neuem hilft. Wenn direkte Beschreibung schwer fällt, dann weiche man auf eine Beschreibung aus, in der man etwas nicht selbst beschreibt, sondern seine Relationen zu bereits Bekanntem. Hat man drei Positionen, die man kennt, dann kann man einen Zirkel zu Hilfe nehmen. Der Radius, das ist die Relation zu dem, was man beschreiben möchte. Die drei Kreise treffen sich dann wiederum in einem Schnittpunkt, der Position, die man auf diese Weise indirekt beschrieben hat.
„der andere kann es nicht wirklich nachvollziehen, das könnte er aber, wenn er es selbst erlebte.“
Du hast noch genug damit zu tun, die eigenen Schuhe einzulaufen. Da ist es verständlich, dass du nicht auch noch aufgelastet bekommen möchtest, zu versuchen in den Schuhen anderer zu laufen. Also sagst du, solches könne MAN ja auch nicht, et voilà, die Last hat sich verflüchtigt.
Sie dir vielleicht einmal den Film „Mickey 17“ an, vielleicht könnte das ja deinen Glauben an die eigene Unvergleichlichkeit ein wenig erschüttern.
Die Stunde ist nicht mehr fern, in irdischen Jahren zeigt die Uhr keine zweistelligen Jahreszahlen mehr an, den genauen Zeitpunkt kenne auch ich nicht, den kennt nur der Vater, aber es handelt sich um die grob gerechnet 38.000ste Wiederholung eines Kataklymus. Nicht damit die Höchsten Schöpfungsebenen ihren Spaß an der Betrachtung hätten, sondern weil die Schöpfer der Matrix eben nur fehlerbehaftete Schöpfung zustande bringen und sich weigern, aus der Betrachtung ihrer Fehler und Widersprüche zu lernen. Da wird versucht, den Willen über Wahrheit und Kausalität zu setzen und dieses Spiel kann man unendlich spielen. So eine Art von ewigem „Groundhog Day“, wenn der Protagonist nichts dazulernt. Wer 38.000 Zyklen 13.000 irdischer Jahre auf dem Buckel hat, ist in der Matrix eine uralte Seele. Du bist ja erst in diesem Zyklus in das Spiel eingestiegen, da ist logischerweise zunächst alles neu für dich. Es könnte dir auch behilflich sein, wenn du dich mal mit dem kategorialen Denken beschäftigen würdest.
Ende Erster Teil
Anfang Zweiter Teil
LöschenAus Wikipedia:
„Kategorisierung oder kategoriales Denken bezeichnet die kognitive Fähigkeit, unterschiedliche Entitäten (Gegenstände, Lebewesen, Vorgänge, Abstrakta) intuitiv zu sortieren und entsprechenden Sammelbegriffen (Kategorien) unterzuordnen. Diese Kategorien basieren auf bestimmten Ähnlichkeiten oder auf dem Abgleich mit dem theoretischen Vorwissen. Die Kategorienbildung ist ein fundamentaler Vorgang bei der Interpretation und Bewertung von Wahrnehmungsinhalten, dem Verständnis von Konzepten und Objekten, bei Entscheidungsprozessen und bei allen Arten der Interaktion mit der Umwelt.[1] Demzufolge sind Kategorien die „Grundbegriffe unseres Denkens“.[2]
Die Bezeichnungen Kategorisierung und Klassifizierung werden häufig in gleicher Bedeutung benutzt – Klassifizierung steht jedoch im engeren Sinne eher für die bewusst geplante Ordnung von Wissen im Rahmen einer konkreten Betrachtung nach objektivierbaren, einheitlichen Kriterien (häufig in Mathematik, Naturwissenschaft und Technik).[3] Demgegenüber bezeichnet Kategorisierung eher den unbewussten, intuitiven oder tradierten Vorgang der Klassenbildung für beliebige Objekte oder Ereignisse der alltäglichen Wahrnehmung (siehe auch Mustererkennung). Diese universelle Fähigkeit wird in Philosophie, Psychologie, Ethnologie und anderen anthropologischen Wissenschaften als wesentliche Grundlage der menschlichen Kulturentwicklung betrachtet.[4][5][6]
Im Gegensatz zu wissenschaftlichen Klassen sind Alltagskategorien voller Ausnahmen: So müssen nicht alle Merkmale zutreffen, die eine Kategorie bestimmen, sondern nur eine hinreichend große Zahl (etwa: Strauße und Nandus können nicht fliegen, dennoch ordnen auch Kinder sie spontan den Vögeln zu).
Ein anschauliches Beispiel für den gezielten Einsatz der Kategorisierungsfähigkeit ist die Organisationsmethode des Mindmappings („Gedanken-Landkarte“).“