2026-07-24

Adrianna Garay: Deshalb lohnt es sich nicht, das Leben allzu ernst zu nehmen


Diese Welt ist nur eine von vielen Stationen auf unserer unendlichen Reise. Sie ist eine Bühne, auf der wir eine bestimmte Rolle spielen – mit festgelegter Kulisse, Partnern und Handlung –, doch wenn der Akt endet, fällt der Vorhang, die Lichter gehen aus, und wir kehren „nach Hause“ zurück. Dort, in unserer wahren Realität, betrachten wir die gesamte Aufführung mit einem Lächeln und erkennen, dass alles nur ein Fragment eines größeren Ganzen war.

Das Problem ist, dass wir hier, während des Spiels, oft vergessen, dass es sich um ein Spiel handelt. Wir schlüpfen so vollständig in unsere Rolle, dass wir uns vollkommen mit ihr identifizieren. Dann wird die Arbeit zu einer „Frage von Leben und Tod“, die Schule erscheint als einziger Maßstab für unseren Wert, und die Meinungen anderer Menschen können einen Tag oder sogar einen ganzen Monat ruinieren. In diesem Zustand gerät man leicht in die Falle der Matrix – der kollektiven Illusion, dass wir ständig etwas anstreben, uns vergleichen und der Welt etwas beweisen müssen.

Was aus der Perspektive des Körpers katastrophal erscheint – den Job zu verlieren, eine Prüfung nicht zu bestehen, das Ende einer Beziehung –, ist aus der Perspektive der Seele jedoch lediglich eine weitere Episode in der Serie, eine weitere Aufgabe im Spiel. Diese „Abenteuer“ sollen uns nicht brechen, sondern uns erwecken, uns andere Möglichkeiten aufzeigen und uns eine andere Perspektive vermitteln.

Das Leben ist eine Schule, aber keine, in der ein strenger Lehrer darauf wartet, dass du einen Fehler machst, um dir eine schlechte Note zu geben. Es ist eher eine universelle Akademie der Erfahrungen, in der du jede Prüfung so oft wiederholen kannst, wie du möchtest. Du kannst Geduld, Mut und Empathie lernen, und wenn etwas beim ersten Mal nicht klappt, kannst du später darauf zurückkommen – in dieser oder einer anderen Inkarnation.

Wenn du das Leben zu ernst nimmst, dich krampfhaft an deine Pläne klammerst und jede Abweichung als Tragödie betrachtest, verpasst du den Blick für das große Ganze. Behandelst du es jedoch als Abenteuer, wird dir plötzlich klar, dass die Welt voller alternativer Wege ist. Der Job, dessen Verlust du befürchtet hast, ist nur einer von vielen Wegen. Die Schule, der du so viel Bedeutung beigemessen hast, ist nur ein Kapitel deiner Bildung, und das wahre Lernen findet in alltäglichen Begegnungen, Gesprächen, Höhen und Tiefen statt.

Viele Menschen, die Nahtoderfahrungen gemacht haben, sagen, ihr tiefstes Bedauern sei es, dass sie sich von Angst und Stress die Freude am „Hier und Jetzt“ haben lassen. Sie bedauern, dass sie so selten ohne Grund gelacht haben, dass sie ihre Träume „auf später“ verschoben haben und dass ihnen so viele Momente durch die Finger geglitten sind, weil sie zu sehr mit „wichtigen Dingen“ beschäftigt waren.

Doch die Seele kommt aus einem ganz anderen Grund hierher – um Erfahrungen zu machen. Sie möchte spüren, wie es ist, sich zu verlieben, jemanden zu vermissen, zu verlieren und zu gewinnen. Sie möchte einen Sonnenuntergang sehen, das Lachen eines Freundes hören, den Regen riechen. Sie möchte sich auch Herausforderungen stellen, denn diese stärken sie. Aber nicht, um in eine Spirale der Angst zu geraten, sondern um zu entdecken, dass selbst im größten Chaos Frieden möglich ist.

Wir sind nur kurz hier. Wie Touristen in einem fremden Land können wir die Sehenswürdigkeiten bewundern, lokale Köstlichkeiten probieren, uns manchmal in den Straßen verlaufen und manchmal etwas entdecken, wonach wir gar nicht gesucht haben. Wenn wir uns diese Leichtigkeit gönnen, wird das Leben zu einer faszinierenden Reise und nicht zu einer Liste von Pflichten.

Deshalb lohnt es sich nicht, das Leben zu ernst zu nehmen. Es ist besser, seine Rolle mit Leidenschaft zu spielen, aber dabei nicht zu vergessen, dass es nur eine Rolle ist. Besser im Regen tanzen, als auf perfektes Wetter zu warten. Besser über seine Fehler lachen, als über ein Drehbuch zu weinen, das anders verlief als geplant. Denn wenn der Vorhang fällt, wird es darauf ankommen, wie sehr wir diesen einzigartigen, kurzen Besuch auf der Bühne namens Erde lieben, erleben und genießen konnten.

Quelle: Adrianna Garay

[übersetzt von max: Herzlichen Dank liebe Adrianna💖Wir freuen uns über eure Unterstützung, Von Herzen Danken wir Euch💖]

1 Kommentar:

  1. DAS sehe ich komplett anders. Wenn ich davon ausgehe, dass es Evolution gibt und das tu ich, dann ist es höchste Zeit, dass auf der Erde getan wird in erster Linie - was dann Alles-das -Ist auf einen neuen Stand bringt. Um zu diesem Ergebnis zu kommen, hat es eine lange Geschichte des Forschens gegeben. Aber jeder mag es anders sehen. Das ist meine Sicht der Dinge Die Erde bietet die Möglichkeit, alles auf eine andere Ebene zu heben. Wenn ich das nicht für mich wüsste, dann hätte ich kaum dieses Durchhaltvermögen, die Kraft, alles durchzustehen, so bin ich aber zutiefst motiviert.

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