Warum scheinen gerade jetzt so viele Seelen die Erde zu verlassen?
Aus spiritueller Sicht ist der Tod keine Tragödie, wie wir ihn oft aus menschlicher Perspektive wahrnehmen. Er ist ein Übergang, eine Heimkehr. Die Seele stirbt nie; sie schließt lediglich ein Kapitel ihrer Reise ab und beginnt ein neues.
Wenn sich die Menschheit tatsächlich einem großen Bewusstseinswandel nähert, dann macht es Sinn, dass nicht jede Seele sich dafür entscheidet, die nächste Phase in einem physischen Körper zu erleben.
Jede Seele kommt mit ihrem ganz eigenen Lebensplan auf die Erde. Vor der Inkarnation wählen wir bestimmte Lektionen, Erfahrungen, Beziehungen und Wachstumschancen aus. Manche Seelen kamen speziell, um die letzten Jahre der alten Lebensweise mitzuerleben. Andere kamen, um dazu beizutragen, die Menschen in ihrer Umgebung zu erwecken. Manche haben sich bereit erklärt, in schwierigen Zeiten Licht zu verankern. Und manche sind einfach gekommen, um unvollendetes Karma abzuschließen oder Versprechen zu erfüllen, die lange vor diesem Leben gegeben wurden.
Sobald dieser Zweck erfüllt ist, gibt es für die Seele möglicherweise keinen Grund mehr, im physischen Körper zu verbleiben.
Nicht jede Seele entscheidet sich dafür, am nächsten Kapitel der Erdentwicklung teilzunehmen. So wie Schüler zu unterschiedlichen Zeiten ihren Abschluss machen, schließen auch Seelen ihre Lektionen auf unterschiedlichen Zeitlinien ab. Darin liegt kein Urteil. Keine Seele ist fortgeschrittener oder weniger wertvoll, nur weil sie geht oder bleibt. Jeder Weg ist perfekt auf die Entwicklung dieser Seele abgestimmt.
Manche Seelen setzen ihre Reise vielleicht in anderen Welten oder Dimensionen fort, die besser zu der Frequenz passen, die sie als Nächstes erleben möchten. Andere entscheiden sich vielleicht dafür, später unter völlig anderen Umständen zurückzukehren. Und manche lernen vielleicht einfach weiter aus der geistigen Welt und unterstützen die Menschheit von der anderen Seite aus, anstatt aus einem physischen Körper heraus.
Diejenigen, die bleiben, haben sich vielleicht dafür entschieden, die Transformation von innen heraus zu erleben und mitzuerleben, wie die Menschheit lernt, mit mehr Mitgefühl, Zusammenarbeit und spirituellem Bewusstsein zu leben. Nach vielen spirituellen Lehren geht es bei diesem Wandel nicht darum, der Erde zu entfliehen, sondern dabei zu helfen, eine neue Lebensweise auf ihr zu schaffen.
Diese Perspektive kann uns auch helfen, den jüngsten Anstieg unerwarteter Todesfälle mit anderen Augen zu betrachten. Anstatt jeden Tod als zufällig oder bedeutungslos anzusehen, können wir die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass jede Seele genau in dem Moment geht, der ihrem höchsten Zweck dient. Auch wenn die Umstände für die Hinterbliebenen schmerzhaft sein mögen, ist die Seele selbst niemals ein Opfer. Aus einer höheren Perspektive weiß sie immer, wann ihre Aufgabe in diesem Leben erfüllt ist.
Das bedeutet nicht, dass wir nicht trauern sollten. Liebe erzeugt ganz natürlich Traurigkeit, wenn wir vorübergehend jemanden verlieren, der uns lieb und teuer ist. Trauer ist einer der menschlichsten Ausdrucksformen der Liebe, und diese Gefühle anzuerkennen, ist ein wichtiger Teil des Heilungsprozesses.
Gleichzeitig erinnern uns viele spirituelle Traditionen daran, dass unsere geliebten Menschen niemals wirklich fort sind. Sie existieren weiter, wachsen weiter und unterstützen uns oft auf Weisen, die wir vielleicht nicht sofort erkennen. Die Verbindung der Liebe endet nicht mit dem Tod, denn das Bewusstsein selbst besteht fort.
Vielleicht ist eine der größten Lektionen in dieser Zeit, darauf zu vertrauen, dass jede Seele ihrem eigenen göttlichen Zeitplan folgt.
Manche kommen an.
Manche gehen.
Manche erwachen.
Manche helfen aus der unsichtbaren Welt heraus.
Und all das ist vielleicht Teil einer viel größeren Entwicklung, als unser menschlicher Verstand vollständig begreifen kann.
Ob wir nun das gesamte Bild sehen können oder nicht – wir können uns dafür entscheiden, diesen Zeiten mit Mitgefühl statt mit Angst, mit Vertrauen statt mit Verzweiflung zu begegnen – und mit dem Verständnis, dass jede Seele auf einer Reise ist, die sowohl zutiefst persönlich als auch zutiefst heilig ist.
Quelle: Adrianna Garay
[übersetzt von max: Herzlichen Dank liebe Adrianna💖Wir freuen uns über eure Unterstützung, Von Herzen Danken wir Euch💖]

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