Ein Film von Victoria Knobloch
Die Hoffnung schenkt der Zukunft Glauben und sie ist eine Geisteshaltung der Geduld, eine Sehnsuchtsform, die einen sinngebenden Horizont öffnet. Sie schafft eine spezifisch erhebende Aura der Wahrnehmung. Nur in der Hoffnung wird die Perspektive des Sinnhaften gespannt und lässt uns das Leben erfahren jenseits des Überlebens. Das Wort „Überleben“ scheint den gegenwärtigen Zeitgeist allerdings treffend zu beschreiben. Warum können wir immer weniger hoffen? Irgendwie scheint unsere Zeit von dekadenten und sinnlosen Zügen gezeichnet zu sein, sodass wir kaum noch hoffen und träumen können. Heute, in der kapitalistischen Ausbeutungskultur und digitalen "Sofortverfügbarmachung" verlieren die wahrhaft christlichen Werte und Aufgaben ihre öffentliche Relevanz. Doch die Mäntel des merkantilen Optimismus und des nihilistischen Pessimismus verbergen nur eine gewisse Verzweiflung bzw. Hoffnungslosigkeit. Wahre Hoffnung beruht allerdings nicht allein auf den natürlichen Menschen, das ist das Entscheidende. Es geht hier nicht um die Überzeugung, dass etwas immanent gut ausgeht, sondern um die Gewissheit, dass etwas Sinn hat - egal wie es ausgeht, unabhängig vom innerweltlichen Lauf der Dinge. Der Film möchte die Bedeutung der Hoffnung am Zeitgeist entlang beleuchten und gleichzeitig hineinführen in sie selbst.
Interviewpartner: Eugen Drewermann (Theologe, Schriftsteller und Psychotherapeut) Gerd B. Achenbach (Philosoph) Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz (Religionsphilosophin und Autorin) Elisabeth Lukas (Psychologin)
Spendenkonto: DKB IBAN: DE36 1203 0000 1080 5487 36
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