Warum also komme ich? Warum nicht Erzengel Michael mit seinem Schwert, der sagt, "Ihr seid nun frei", oder warum nicht irgendeiner von den anderen, und warum wurde ich zudem zu dieser heiligen Zusammenkunft gerufen? Weil es das Mitgefühl ist, das euch an den Ort der Freiheit bringen wird.
Das Mitgefühl, ihr Geliebten, ist es, was das Herz öffnet, und wenn ihr euer Herz öffnet – ob ihr es nun aus Kummer oder Trauer oder aus der Sorge um einen anderen öffnet oder weil ihr gern zu Diensten sein möchtet –, dehnt dieses Mitgefühl euer Herz mehr aus, als es überhaupt beschrieben werden kann. Stellt euch einmal ein Herz vor, das millionenfach größer wird. Und das ist es, was ihr dann ausströmt. Ihr bringt es nicht nur hin zu jedem, den ihr berührt, und zu jedem Teil eurer Essenz, sondern es ermöglicht euch auch, an jenem Ort innerer Freiheit, inneren Friedens zu leben. Und nein, es ist nicht so, dass Traurigkeit nötig ist, damit sich dieses Herz öffnet. Wenn dies auch oft der Fall ist, dass ihr dadurch euer Herz wirklich fühlen könnt.
Ihr Geliebten, schon wenn ihr euch selbst eine freundliche Tat erweist, öffnet ihr euer Herz und verkörpert ihr die Freiheit, nach der ihr euch so sehr sehnt: die Freiheit, ganz zu sein, die Freiheit, in Freude zu sein, die Freiheit, das zu erschaffen, was ihr erschaffen möchtet. Und so bitte ich euch – und nein, das ist nicht egoistisch – an euer geliebtes Selbst, an euer heiliges Selbst zu denken, denn genau das ist notwendig: dass ihr zuerst euch selbst dient. Ihr habt davon gehört, dass man in einem Flugzeug zuerst sich selbst mit Sauerstoff versorgen muss, bevor man einem anderen helfen kann. Genau das ist erforderlich, und wenn ihr Mitgefühl für euer heiliges Selbst habt, dann ist der nächste Schritt, Mitgefühl für alle zu haben, die euch umgeben, für alle auf der Welt.
So lasse ich euch nun mit diesen Worten und mit einem Geschenk des Feuers. Denn wärmt das Feuer nicht die Hände, wärmt es nicht den Körper? Wenn das Herz offen wird, wärmt es den Körper. Das Feuer ist präsent und es ist jene Art von Feuer, die sanft ist, die ruhig flackert, die Art von Feuer, die man betrachten möchte, wenn man an einem Lagerfeuer sitzt. Ein Feuer, das euch mit der köstlichsten Wärme erfüllen wird, mit der köstlichsten Liebe, der süßesten Liebe, der süßesten Freude. All dies entsteht daraus, dass ihr euch selbst mit Mitgefühl behandelt.
So verlasse ich euch. Wenn ihr eine Kerze anzündet, denkt an diese Worte, und wenn ihr die Flamme betrachtet, werdet ihr mich sehen, wie ich euch anlächle und euch daran erinnere, euch selbst zu segnen, mitfühlend mit euch selbst zu sein und es sich dann ausbreiten zu lassen.
Gehabt euch wohl.
Quelle: ©Lee Degani
Übersetzung: Yvonne Mohr - https://www.lichtderwelten.de/

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