2026-10-22

Klaus Praschak: Die Rückkehr in die göttliche Ordnung


Unter diesem Titel werde ich in regelmäßigen Abständen Texte veröffentlichen, die den Schüler des Lichts auf seinem Weg begleiten und ihn dazu einladen, tiefer zu erkennen, sich innerlich auszurichten und das Erkannte im eigenen Leben zu verwirklichen.

Es sind Gedanken und Impulse, die nicht dem Verstand Nahrung geben, sondern den Geist schulen und das Bewusstsein für die göttliche Wahrheit in uns öffnen möchten.

Mögen diese Texte jene berühren, die sich auf den Weg gemacht haben, und sie daran erinnern, dass die Rückkehr in die göttliche Ordnung nicht bedeutet, etwas Neues zu werden, sondern sich wieder dem zuzuwenden, was im Innersten immer schon da war.

In der Dichte habt ihr eine Wirklichkeit erfahren, die ihr in dieser Form nicht erleben wolltet. Die Angst vor dem, was euch möglicherweise widerfahren könnte, und die Sorgen um das Morgen trennen euch zunehmend von Glück und Freude. Aus dem Bedürfnis, euch vor Verletzungen zu schützen, habt ihr Mauern um eure Herzen errichtet, die mit der Zeit immer höher und undurchdringlicher geworden sind.

Doch der Weg zurück zu euch selbst führt nicht über den Schutz dieser Mauern, sondern über die Öffnung eurer Herzen für die Liebe. Indem ihr die Liebe annehmt, die aus der göttlichen Quelle zu euch strömt, findet ihr zurück zu eurem wahren Wesen. In ihr findet ihr Führung, Erlösung, Befreiung und Heilung.

Viele von euch sind bereits erwacht und beginnen zu erkennen, dass sie einer Kraft gefolgt sind, die der wahren Liebe entgegenwirkt. Es ist eine Kraft, die trennt, die Angst nährt und euch vergessen lässt, was euch im Innersten verbindet. Solange ihr euch von ihr leiten lasst, bleibt ihr in den Mustern des Unheils gefangen. Doch wenn ihr eure Herzen der Liebe Gottes öffnet, erfahrt ihr eine Kraft, die diese Trennung überwindet und die Macht jener Kräfte auflöst, die euch von eurer göttlichen Wahrheit entfernen.

Um dauerhaft in der Schwingung der bedingungslosen Liebe zu leben, dürft ihr lernen, euch dem Leben und euren Mitmenschen in dienender Liebe zuzuwenden. Denn wenn ihr aus aufrichtiger Nächstenliebe gebt, ohne euch selbst dabei zu verlieren, öffnet ihr euch zugleich dafür, die Liebe auch zu empfangen. So findet ihr nach und nach in eure Mitte zurück – in ein natürliches Gleichgewicht von Geben und Nehmen.

Eine der schwierigsten spirituellen Aufgaben besteht darin, die Absichtslosigkeit in das menschliche Leben zu integrieren. Etwas für einen anderen Menschen zu tun, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, ohne Anerkennung einzufordern und ohne festzulegen, welches Ergebnis daraus entstehen soll, ist für viele von euch ungewohnt geworden. Und doch liegt gerade darin ein Schlüssel zu innerer Freiheit.

Denn wo ihr erwartet, dass etwas auf eine bestimmte Weise geschehen muss, entsteht Widerstand. Ihr bindet euch an eure Vorstellungen und verschließt euch damit möglicherweise dem, was sich aus der göttlichen Führung heraus entfalten möchte. Die Liebe kann sich am freiesten entfalten, wenn ihr nicht versucht, ihren Weg und ihr Ergebnis im Voraus zu bestimmen.

Lasst deshalb das ständige Erwarten los. Haltet nicht an Vorstellungen darüber fest, wie etwas zu geschehen hat, und vertraut darauf, dass sich euch der nächste Schritt zeigen wird. Absichtslosigkeit bedeutet nicht, untätig zu werden oder auf eigene Entscheidungen zu verzichten. Sie bedeutet vielmehr, aus der Liebe heraus zu handeln, ohne das Leben durch eure Erwartungen festlegen zu wollen.

Wenn ihr lernt, auf diese Weise zu leben, öffnet ihr euch für eine Führung, die über die Begrenzungen eures persönlichen Wollens hinausgeht. Ihr müsst dann nicht länger alles kontrollieren, um euch sicher zu fühlen. Ihr dürft handeln, geben, empfangen und zugleich offenlassen, was aus eurem Tun erwächst.

So kann sich euch das höchste Wohl auf eine Weise offenbaren, die ihr mit eurem begrenzten Denken vielleicht niemals hättet vorausplanen können.

Klaus Praschak
Bild: printerest. de danke

Quelle: Klaus Praschak

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