Schließlich sind wir hierhergekommen, um diese menschliche Erfahrung zu machen. Wir sind hier, um tief zu fühlen, zu lieben, zu kämpfen, zu erschaffen, Fehler zu machen, bis zum Bauchweh zu lachen und herauszufinden, wer wir sind – durch all das, was das Leben uns in den Weg legt.
Lange Zeit glaubte ich, spirituelles Wachstum bedeute, sich über die menschliche Erfahrung zu erheben. Ich versuchte, unangenehmen Gefühlen, dem Schmerz, der Angst und jenen Anteilen meiner selbst, denen ich mich noch nicht stellen wollte, aus dem Weg zu gehen. Ich wollte die Lektion transzendieren, noch bevor ich sie voll und ganz durchlebt hatte.
Heute verstehe ich, dass wir uns nicht weiterentwickeln, indem wir dieser Welt entfliehen. Wir wachsen, indem wir lernen, uns in ihr zu meistern. Nicht durch die Verleugnung unseres Menschseins, sondern indem wir ganz darin präsent sind. Die eigentliche Arbeit besteht darin, zu lernen, unsere Emotionen zu halten, ohne von ihnen beherrscht zu werden; offen zu bleiben, auch wenn wir verletzt wurden; und geerdet zu bleiben, wenn das Leben unsicher wird.
Ich sehe immer noch so viele Menschen, die versuchen, genau jenen Erfahrungen auszuweichen, die sie eigentlich machen sollten. Sie jagen höheren Dimensionen, ständiger energetischer Aktivierung und dem nächsten spirituellen Durchbruch nach, während sie die Beziehungen, Wunden, Verantwortungen und Entscheidungen ignorieren, die direkt vor ihnen liegen.
Doch vielleicht ist das Spirituellste, was wir tun können, einfach ehrliche, verantwortungsbewusste und mitfühlende Menschen zu sein. Vielleicht liegt Erleuchtung nicht irgendwo jenseits dieses Lebens, sondern in der Art und Weise, wie wir uns entscheiden, es zu leben.
Ich möchte der menschlichen Erfahrung nicht mehr entfliehen. Ich möchte ganz für sie da sein. Voll und ganz, bewusst und mit offenem Herzen.
ZF 🔥
Quelle: Zachary Fisher
[übersetzt von max: Herzlichen Dank Zachary💖Wir freuen uns über eure Unterstützung, Von Herzen Danken wir Euch💖]

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