2026-08-19

Sommernewsletter von Gerald Hüther


Liebe Interessierte an dem, was mich bewegt,

Zumindest vorübergehend ist die Gluthitze vorbei und es hat seit Wochen endlich wieder einmal geregnet. Der verdorrte Rasen beginnt schon wieder seine grünen Spitzen auszustrecken und ich habe Lust, ein wenig Zuversicht zu verbreiten.

Die brauchen wir mehr als alles andere, wenn wir spüren, dass die Welt, wie wir sie bisher kannten, immer stärker austrocknet und zu verdorren beginnt oder umgepflügt wird. Wenn die Hoffnung verloren geht, breitet sich zunächst Verunsicherung und Ratlosigkeit aus.
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Und dann, wenn wir spüren, dass sich das beängstigende Geschehen und die damit einhergehenden Verwicklungen und Probleme nicht aufhalten lassen, übernimmt unser Hirnstamm mit seinen archaischen Notfallprogrammen die Steuerung des Verhaltens. Wer kann, haut ab, wer nicht abhauen kann, beißt sich durch oder schlägt wild um sich und wer beides nicht kann, versinkt in ohnmächtiger Erstarrung und ergibt sich willenlos seinem Schicksal.

Kürzlich hatte ich einen Traum. Ich stand am geöffneten Fenster einer Wohnung in einem der oberen Geschosse eines Plattenbaues und beobachtete eine Familie die unten auf dem Gehweg mit ihrem kleinen Kind unterwegs war. Als ich mich dazu etwas weiter nach vorn beugte, stieß ich versehentlich eine auf dem Fensterbrett stehende leere Flasche um, die lautlos und immer schneller werdend nach unten fiel. Der Schrei, mit der ich die Familie unten warnen wollte, blieb mir im Hals stecken. So bin ich schweißgebadet in ohnmächtiger Erstarrung aufgewacht. Ich kann nicht tatenlos zusehen, wie Menschen von etwas bedroht werden, das sie nicht sehen können. Des Geschehen mit der Flasche hat sich mein Hirn ausgedacht, aber das Empfinden, ohnmächtig zuschauen zu müssen, wie etwas aus den Fugen gerät, war real und hat mich tief im Inneren aufgerüttelt.

Deshalb schreibe ich jetzt diesen Newsletter. Mir ist völlig klar, dass ich nichts von all dem korrigieren oder reparieren kann, was wir als Folge unserer bisherigen und sehr gedankenlosen Lebensweise gegenwärtig erleben: die sinnlos angezettelten und mörderisch geführten Kriege, die inzwischen an vielen Schulen herrschenden Zustände, die fortwährende Bedrohung durch fanatische Terroristen oder völlig verwirrte Psychopathen, den Schuldenberg, den unsere Regierungen aufgetürmt haben, die Bedrohungen unserer inneren Sicherheit und des Zusammenhaltes, die sie ermöglicht und tatenlos zugelassen haben...ich höre lieber auf. Diese Bedrohungsliste ist noch lange nicht zu Ende.

Es ist nicht ganz leicht in dieser gegenwärtigen Welt mit all den Schreckensmeldungen zuversichtlich zu bleiben. Das geht mir genauso wie allen anderen, die noch mit offenen Augen und einem denkenden Hirn unterwegs sind. Aber ich habe auch bemerkt, dass es möglich ist, sich auf das zu besinnen was mir wirklich wichtig ist und meine Aktivitäten auf das auszurichten, was ich auch wirklich verändern kann. So wird alles viel klarer und auch einfacher, handhabbarer, gestaltbarer. Das tut sehr gut, und es führt dazu, dass ich nun viel mehr Zeit habe als vorher. Gegenwärtig lerne ich zum Beispiel mit sehr großer Freude meinen eigenen Körper kennen. Was der braucht, damit es mir gut geht, war mir leider ziemlich lange aus dem Blick geraten. Und damit ich mich nicht immer wieder in den vielen Einzelheiten verliere, die mir den Blick für das Ganze und Wesentliche völlig zerfleddern, suche ich nach tiefer liegenden, zwar nicht sichtbaren aber durchaus erkennbaren Organisationsprinzipien, die für das Zustandekommen der im Bereich des Lebendigen beobachtbaren Phänomenen verantwortlich sind.

So bemühe ich mich gegenwärtig zu verstehen und für andere verstehbar zu machen, wie seit der Aufklärung versucht wird, Erkenntnisse über irgendetwas zu gewinnen: durch Beobachten, Vermessen, Zerlegen, Analysieren etc., also indem man den Gegenstand des Interesses zum Objekt macht. So läuft es in Schulen und Universitäten und eigentlich überall. Nun gibt es aber schon immer eine andere Art des Erkenntnisgewinns: Indem man sich in das zu Erkennende (einen Baum, ein Kind, ein Meerschweinchen, oder meinetwegen auch ein AfD-Mitglied) hineinversetzt. Das ist die Fähigkeit, die Innenperspektive beliebiger Wesen, Systeme oder Kontexte einzunehmen, um ihre Handlungen aus deren eigener Logik statt aus der eigenen zu verstehen. Wenn diese Betrachtungsweise mehr Geltung bekäme, wäre das ein sehr grundsätzlicher Paradigmenwechsel für alle modernen Gesellschaften. Ich bin übrigens nicht nur sehr zuversichtlich sondern fest davon überzeugt, dass sich diese bisher sehr vernachlässigte Erkenntnisstrategie in Zukunft immer stärker ausbreitet.

Zu dieser Kompetenz gehört auch die Fähigkeit, sich selbst gewissermaßen „von Innen“ anschauen zu können. Das hat schon viel mit Selbsterkenntnis zu tun, dazu gehört aber auch das Gespür für die eigenen Bedürfnisse. Nur durch diesen Blick nach innen können wir herausfinden, welche dieser Bedürfnisse authentisch sind, weil sie aus uns selbst heraus ohne die Einflüsse von außen durch andere Menschen entstehen und welche davon man sich als Teil des eigenen „Ich-Konstruktes“ als Lösungen für oftmals sehr ungünstige, verletzende Beziehungserfahrungen ins eigene Hirn gebaut hat. Und nun kommt die nächste zuversichtlich stimmende Botschaft: Es ist nicht nur möglich, diese authentischen Grundbedürfnisse von den später ins eigene Hirn gebauten Notlösungen und den damit einhergehenden, recht vielfältigen Formen individuellen Begehrens zu unterscheiden. Es ist auch möglich, sich von diesen Notlösungen und den daraus entstandenen Verwicklungen zu befreien.

Wer das einmal versuchen möchte, kann sich bei der Akademie für Entwicklungshilfe Unterstützung suchen.

Wer es noch tiefgründiger und mit noch mehr kompetenter Unterstützung versuchen möchte, kann sich den von der Firma Younity angebotenen Ausbildungsgang zum Potentialentfaltungscoach genauer anschauen. Die zuversichtlich machende Botschaft heißt: Egal, wie du es fertig bringst und wer dir dabei hilft, es ist zu jedem Zeitpunkt möglich, dich aus den im Lauf deines bisherigen Lebens entstandenen Verwicklungen zu befreien. Und ohne diese Verwicklungen sieht dann auch die ganze bisherige Welt auf einmal ganz anders aus. Denn Du betrachtest dich und sie nun mit anderen Augen (und einem etwas besser entwickeltem Gehirn).

Und wenn das alles noch nicht reicht, um dich zuversichtlicher auf all das blicken zu lassen, was das Leben für dich an Überraschungen noch alles bereithält, dann kannst du ja an dem kostenlosen online-Kongress teilnehmen, den Younity mit einer ganzen Reihe von Zuversicht-verbreitenden Mitwirkenden und mir vorbereitet hat.

Er steht unter dem Motto „Lebenslust statt Lebensfrust“ und beginnt schon heute am 19. August und dauert fünf Tage.

Und es gibt noch ein Zuversicht-verbreitendes Projekt: Die Austausch- und Aktionsplattform der Akademie für Potentialentfaltung: www.forum-humanum.com.

Schaut mal rein, es ist etwas für alle, die keine Lust darauf haben den Kopf in den Sand zu stecken, wenn es mal schwierig wird…

Mit einem herzlichen Gruß und den besten Wünschen für einen zuversichtlich stimmenden Rest dieses Sommers,

Ihr und euer

Gerald Hüther

Quelle: gerald-huether.de

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