2017-03-16

Lob der Erde von Lunaria


Der Frühling kommt langsam. Aber er kommt. Dieser Gedanke begleitet mich seit Tagen und tröstet mich über alles Liegengebliebene der letzten Monate hinweg. Wofür ich bisher keine Energie hatte, löst sich nun in Bedeutungslosigkeit auf. Macht Platz für anderes. Dabei folgt der innere Motor einem eigenen Rhythmus: Mal Vollgas, dann Schneckentempo, dann Stillstand mit Weitblick.

Zwischen Alt-Chaos und Neo-Kosmos greife ich nach dem roten Faden. Sortiere Gedanken, Träume und Kleidungsstücke. Was passt noch, was nicht mehr? Was spürt sich wichtig und was nichtig an?
Mit diesem Vollmond tut sich ein Ordnungsfeld für die kommenden Monate auf. 

Wir richten Koordinaten neu aus, verlagern Gewichtungen, entsorgen Materie, bevor zum nächsten Neumond der Vulkan ausbricht. Oder zumindest der Frühling.

Von all den Vollmonden ist dieser von seiner Qualität her ursprünglich der ungefährlichste. Die Qualität der Jungfrau ist ordnungsliebend, sachlich, achtsam – und heilsam in all ihren Details. 

Dieses Schwellen-Land im Vorfrühling ist die Zeit des Aufräumens, Nachsinnens, Voraus-Schauens. Alles hat seinen Platz. Und wer diesen findet und alles andere danach organisch ausrichtet, erschafft ein Kraftfeld, dessen Magnetismus größer und stärker wirkt, als unser Verstandesrechner es berechnen kann.

Irgendwie muss das Überdimensionale nun mundgerecht zerteilt werden. Als würden sich die großen Visionen und Träume in kleine Scheiben portionieren lassen – wie Marmelade, die man in Gläser abfüllt und haltbar macht. Ehe wir uns an dieser Schwelle selbst auflösen, drängen sich wichtige Fragen auf: Wie baust du das Neue nun in den Alltag ein? Womit wirst du beginnen? Welcher Schritt folgt als erster? Welcher als zweiter? Hast du einen Plan? Oder ist diese Vorgangsweise immer noch völlig unbrauchbar?

Für eine Berufs-Träumerin wie mich ist diese nüchterne Pragmatik ungewohnt, ja fremd. Kreative Einfälle zu empfangen ist eine Sache. Sie auf die Welt zu bringen, ist eine andere Sache. Dazwischen liegen im wahrsten Sinne des Wortes Dimensionen. Dabei haben meine neptunischen Anteile solche Sehnsucht danach, sichtbar zu werden. Furchtbar!

Entweder es geschieht Selbstauflösung im großen Ozean (Fisch) oder Selbstverwirklichung auf der Erde (Jungfrau). Zwischen diesen beiden Polen oszillieren unsere Identitäten. Habe ich mich schon ganz aufgelöst oder gibt es mich noch?

Hinzu kommen energetische Informationsblöcke aus der Vergangenheit. Sie schieben sich fast unbemerkt ins Emotionalfeld und tischen mir Erinnerungen auf. Ich wünschte, ich wäre so cool, um all das zu ignorieren. Aber das Gegenteil ist der Fall: ich lasse mich berühren. Auch das noch.
Bei diesen Aufräumarbeiten wird erst bewusst, was „Stellen-Wert“ bedeutet. Was hat sich seit dem Winter von selbst verschoben? Was war bisher vorrangig? Was war beiläufig?

Wie verteilen wir nun die Möbel im Raum? Wie verteile ich die Themen im Energiefeld? Vor allem: wo stelle ich mich in diesem Chaos selbst hin, so dass eine neue Ordnung im besten Sinne wirken kann?

Vielleicht ergeben sich ja auch Veränderungen in der Wahrung des eigenen Raumes? Es gibt auch einen energetischen Grenzschutz. Und ich fange an, damit auch zu experimentieren.

Ihr Lieben, nutzt diese letzten Tage vor der berühmten „kosmischen Spalte“ (diesmal am 20.3.), um eure eigenen Felder voll aufzuladen. Wer noch Reste des alten Musters der Selbstausbeutung in den Zellen gespeichert hat, tut gut daran, diese Programmierungen nun ganz zu löschen. „Selbst-Achtung“ lautet das Zauberwort, mit dem heilsame Wellen in alle Richtungen ausbreiten. Be-achtet das, was euch am Herzen liegt und wichtig ist. Dort öffnet sich’s…

So ist es.

With LOVE from earth & above
Amadea | Falcamea | Lunaria
http://lunaria.at/zeitqualitaten/

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