2026-09-19

Adrianna Garay: Die magische Art, wie Kinder die Welt sehen


Die Seele kommt in diese Welt, um eine Erfahrung zu schaffen, die ihrer Stärke, Weisheit und ihrem Potenzial würdig ist. Wie ein Regisseur, der die Bühne betritt und zum Schauspieler in seinem eigenen Stück wird, darf die Seele die wunderschöne Schöpfung erleben, die sie selbst ins Leben gerufen hat.

Doch während sich die Geschichte entfaltet, beginnt der Regisseur zu vergessen, dass er das Stück selbst geschaffen hat. Er vergisst, dass er jede Figur geschrieben, jeden Satz geplant, die Handlung gestaltet, die emotionalsten Momente geschaffen und alle Wendungen und Herausforderungen sorgfältig miteinander verwoben hat.

Und nun ist er selbst zu einer der Figuren geworden, die genau die Geschichte erlebt – und manchmal auch durchleidet –, die er selbst erschaffen hat.

Er geht vollkommen in den Handlungen der Menschen um sich herum auf – in ihrem Mangel an Mitgefühl, ihrer Kälte, ihren Ängsten und ihren Besessenheiten. Er liebt und verliert. Er gewinnt und steht bisweilen mit leeren Händen da. Er sucht nach einem Ausweg aus der Geschichte, ohne zu erkennen, dass der wahre Ausweg darin besteht, einen Schritt zurückzutreten und das große Ganze zu betrachten..

Aus dieser erweiterten Perspektive heraus kann er zu verstehen beginnen, dass seine Rolle in der Geschichte keine Strafe ist, sondern eine Gelegenheit, zu erfahren, zu lernen, zu erschaffen und die eigene Stärke inmitten einer Realität zu entdecken, an deren Erschaffung er selbst mitgewirkt hat.

Manchmal, bevor wir zu diesem tieferen Bewusstsein erwachen, erreicht unser Leiden einen Punkt, an dem wir das Leben nicht mehr auf dieselbe Weise betrachten können. Und vielleicht beginnt sich genau hier etwas in uns zu verändern.

Leiden kann ein Teil der Reise zur Freiheit des Geistes werden. Es kann uns an den Punkt bringen, an dem sich alles so offenbart, wie es wirklich ist: eine Erfahrung, eine Schöpfung, ein Spiel und ein zutiefst kreativer Moment des Daseins.

Doch wie sonst könnten wir den verbissenen Ernst ablegen, mit dem wir dieser Welt oft begegnen? Wie sonst könnten wir beginnen, jene Überzeugungen, Regeln und Vorstellungen zu hinterfragen, die wir als absolute Wahrheiten akzeptiert haben?

Die magische Art, wie Kinder die Welt sehen, ist nicht einfach nur eine Folge ihres jungen Alters. Vielleicht ist es die Weisheit des reinen Bewusstseins, das noch unberührt ist von den vielen Regeln und Einschränkungen dieser dichten Realität.

Kinder scheinen eine natürliche Verbindung zu etwas zu bewahren, das wir als Erwachsene oft vergessen. Sie kommen mit einem Sinn für Staunen, Fantasie, Neugier und Offenheit auf die Welt. Sie stammen aus einer feinstofflichen Ebene reiner Kreativität, Freiheit und bedingungsloser Freude – und vielleicht erinnert sich ein Teil von ihnen noch daran.

Vielleicht sind Erwachsene nicht immer dazu da, Kindern beizubringen, wie man lebt.

Vielleicht sind Kinder dazu da, uns daran zu erinnern.

Denn Kinder erinnern sich noch daran, was viele Erwachsene vergessen haben: wie man das Leben erlebt.

Zu spielen. Frei zu sein. Voll und ganz im Moment präsent zu sein. Sich schnell zu erholen, sich leicht anzupassen und voranzugehen, ohne das Gestern ins Heute mitzuschleppen. Jeden Morgen mit dem Gefühl aufzuwachen, dass das Leben ein neues Abenteuer ist, das darauf wartet, entdeckt zu werden.

Spontan zu sein. Der Neugier zu folgen. Unbeschwert zu lachen. Zu erkunden, ohne ständig auf den inneren Kritiker zu hören, der uns sagt, was wir tun oder nicht tun sollten.

Wie ein Kind zu sein bedeutet nicht, unreif zu sein.

Es bedeutet, sich daran zu erinnern, wie man das Leben mit offenem Herzen erlebt.

Es bedeutet, wieder eine Verbindung zu Staunen, Freiheit, Kreativität und Freude herzustellen.

Denn vielleicht bedeutet es, wie ein Kind zu sein, einfach nur, sich daran zu erinnern, wie man ein kleines Stück der himmlischen Dimension erlebt – genau hier, genau jetzt, in diesem wunderschönen menschlichen Leben.

Alle hier geteilten Beiträge stammen von mir und spiegeln meine eigenen Gedanken, Perspektiven und Erkenntnisse wider. Die Bilder, die meine Beiträge begleiten, sind KI-generiert und dienen dazu, die besprochenen Ideen visuell zu veranschaulichen.

Quelle: Adrianna Garay

[übersetzt von max: Herzlichen Dank liebe Adrianna💖Wir freuen uns über eure Unterstützung, Von Herzen Danken wir Euch💖]

1 Kommentar:

  1. Nicht umsonst sagte Jesus:
    Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel kommen!

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