2026-02-17

James William Kaler: Das Okkulte ist nicht dunkel – es ist verborgen.


Und es war schon immer das Rückgrat aller alten Weisheit.

Das Wort „okkult“ bedeutet nicht böse, dämonisch oder unheimlich.

Das hat es nie.

Okkult bedeutet einfach verborgen – nicht aus Bosheit verborgen, sondern vor den Unvorbereiteten.

In jeder authentischen alten Tradition wurde heiliges Wissen aus einem einzigen Grund verborgen:

Macht in den Händen der Uneingeweihten zerstört sowohl den Wissenden als auch das Wissen selbst.

Hier setzt die Hermetik an.

Hermetik: Das Rückgrat alter Weisheit

Die hermetische Lehre, die Hermes Trismegistos zugeschrieben wird, ist keine Religion.

Sie ist kein Glaube.

Sie ist eine Wissenschaft des Bewusstseins.

Die Hermetik lehrt:

Die Realität ist strukturiert.

Der Geist geht der Materie voraus.

Innere Transformation verändert die äußere Realität.

Die Seele muss geläutert werden, bevor die Wahrheit erfasst werden kann.

Dies ist Okkultismus in seiner reinsten Form.

Keine Zaubersprüche.

Kein Aberglaube.

Keine Fantasie.

Innere Gesetze, die die Existenz bestimmen.

Warum alle alten Traditionen okkult waren

Jedes alte Weisheitssystem hatte dieselbe Struktur:

Ägypten: Einweihungen in Tempelkrypten

Griechenland: Mysterien von Eleusis

Indien: Guru-Schüler-Übertragung

China: Taoistische innere Alchemie

Hebräische Mystik: Kabbala, nur für Vorbereitete gelehrt

Frühes Christentum: Gnostische Einweihung, bevor Dogmen sie auslöschten

Diese Traditionen verstanden alle eines:

Wahrheit kann nicht geschenkt werden. Sie muss erweckt werden.

So verschlüsselten sie Weisheit in:

Symbolen

Gleichnissen

Mythen

Geometrie

Rätseln

Stille

Deshalb war das Okkulte schon immer symbolisch.

Wörtliches Denken verkennt es völlig.

Okkultismus ist innere Alchemie

Wahrer Okkultismus hat nichts mit der Kontrolle über andere zu tun.

Es geht um die Meisterschaft über sich selbst.

Die hermetischen Lehren konzentrieren sich auf:

Transformation der Psyche

Überwindung des falschen Selbst

Integration des Schattens

Ausrichtung auf kosmische Gesetze

Deshalb sprechen antike Texte von:

Tod vor dem Tod

Wiedergeburt

Erleuchtung

dem Stein der Weisen

Dies waren niemals rein physische Fantasien.

Sie beschreiben psychologische und spirituelle Transformation.

Wer sie liest, offenbart damit seine Unreife.

Warum das Okkulte gefürchtet und unterdrückt wurde

Als Institutionen erkannten, dass:

Wissen Souveränität schafft

Bewusstsein Kontrolle bricht

Innere Autorität äußere Herrschaft auflöst

wurde das Okkulte verteufelt.

Nicht weil es gefährlich war –

sondern weil es Menschen unregierbar macht.

So wurden Symbole ihrer Bedeutung beraubt.

Initiation wurde durch Glauben ersetzt.

Mysterium wurde durch Gehorsam ersetzt.

Die Hermetik überlebte nur fragmentarisch – bewahrt von jenen, die verstanden, dass die Wahrheit vor Missbrauch geschützt werden muss.

Die moderne Verwirrung

Heute wird „Okkultismus“ verwechselt mit:

Ego-Fantasien

Größenwahn

Dämonen und Engeln im wörtlichen Sinne

Apokalyptischen Angsterzählungen

Nichts davon ist hermetisch.

Nichts davon ist uralte Weisheit.

Authentisches okkultes Wissen erdet den Geist, schärft das Urteilsvermögen und macht den Suchenden demütig.

Wenn es das Ego aufbläht, ist es falsch.

Wenn es die innere Arbeit umgeht, ist es falsch.

Wenn es Auserwähltheit oder Überlegenheit behauptet, ist es falsch.

Die hermetische Erinnerung

Die alten Meister waren sich einig:

„Die Lippen der Weisheit sind verschlossen, außer für die Ohren des Verstehens.“

Okkultes Wissen ist nicht geheim, weil es verboten ist –

es ist verborgen, weil die meisten nicht bereit sind, sich so weit zu verändern, dass sie es erkennen können.

Hermetik verspricht keine Erlösung.

Sie fordert Verantwortung.

Sie bietet keine Macht über andere.

Sie fordert Selbstbeherrschung.

Und sie schreit nicht.

Sie flüstert zu denen, die bereit sind.

Quelle: James William Kaler

[übersetzt von max: Lieben Dank James💖Wir freuen uns über eure Unterstützung, Von Herzen Danken wir Euch💖]

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