2026-08-29

Bestatterin packt aus: Die Zeitbombe tickt… (Marlies Spuhler)



Was hat sich seit der Corona-Zeit in unserem Umgang mit Tod und Trauer verändert? Über diese Frage spricht Matthias Langwasser in seiner neuen Folge mit Marlies Spuhler.

Marlies arbeitet seit 2007 als Bestatterin und begleitet Angehörige durch eine der schwersten Phasen ihres Lebens. Dabei beobachtet sie, wie sehr sich die Trauerkultur verändert hat: Abschiede finden häufiger im kleinen Kreis statt, Friedwälder und Urnen zu Hause werden beliebter und persönliche Erinnerungsstücke gewinnen an Bedeutung.

Besonders die Corona-Zeit hat tiefe Spuren hinterlassen. Marlies erinnert daran, dass viele Menschen ihre Angehörigen nicht beim Sterben begleiten durften. Sie spricht von „Trauerschäden“, die teilweise bis heute nachwirken.

Außerdem berichtet sie, dass ihr Bestattungsunternehmen seit 2021 deutlich mehr Sterbefälle betreue als früher. Sie schildert persönliche Beobachtungen an Verstorbenen und bringt einige Veränderungen aus ihrer eigenen Erfahrung mit dem Impfstatus in Verbindung. Im Gespräch geht es dabei auch um einen aus ihrer Sicht veränderten Verwesungsprozess, Spike Protein, Dunkelfeldmikroskopie und das von ihr als „Turbo-Krebs“ bezeichnete Phänomen.

Auch die RKI-Files werden thematisiert. Matthias sieht darin Hinweise darauf, dass politische Entscheidungen während der Corona-Zeit teilweise nicht wissenschaftlich begründet gewesen seien. Daraus entsteht eine Diskussion über Vertrauen in Politik, Medien und Institutionen – und darüber, wie wichtig es ist, Informationen selbst zu hinterfragen.

Marlies spricht zudem über ihre Wahrnehmung einer Unterversorgung in Krankenhäusern sowie über die gesellschaftliche Spaltung der vergangenen Jahre. Für sie hat diese Zeit gezeigt, wie schnell Angst und unterschiedliche Meinungen Menschen voneinander entfernen können.

Am Ende richtet sich der Blick deshalb auf das, was uns wieder verbinden kann. Marlies wünscht sich mehr Zusammenhalt, gegenseitigen Respekt und die Bereitschaft, wirklich zuzuhören. Matthias und Marlies sind sich einig: Veränderung beginnt dort, wo wir aufhören, uns gegeneinander aufbringen zu lassen, und wieder stärker das Verbindende sehen.

Weitere Infos zu Marlies: 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Bei Kommentaren bitten wir auf Formulierungen mit Absolutheitsanspruch zu verzichten sowie auf abwertende und verletzende Äußerungen zu Inhalten, Autoren und zu anderen Kommentatoren.

Daher bitte nur von Liebe erschaffene Kommentare. Danke von Herzen, mit Respekt für jede EIGENE Meinung.