2026-08-20

Sie entscheiden, wie die Begegnung abläuft" – 700 UFO-Fälle unter Wasser | Richard Dolan

Radar tot. Sonar tot. Funk weg. Und das immer genau dann, wenn das Objekt am nächsten ist.

Der Historiker Richard Dolan hat rund 700 Fälle unbekannter Unterwasserobjekte zusammengetragen — und in seiner Tabelle ein Muster gefunden, das ihn selbst überrascht hat: In den 1970er Jahren fielen bei Begegnungen dreimal so häufig elektronische Systeme aus wie sonst. Nicht irgendwann, sondern im Moment der größten Nähe. Dolan nennt das „Datenverweigerung" und zieht daraus einen unbequemen Schluss: Nicht wir untersuchen diese Objekte. Sie entscheiden, was wir sehen dürfen.

Es geht um den Bergungsversuch vor Lummi Island 1984, bei dem zwei Tauchern die Aufzeichnungsgeräte ausfielen, sobald sie am Objekt waren — und das Objekt zwei Tage später spurlos verschwunden war. Um eine silbrige Scheibe, die 1972 vor einem Angler aus dem Eriesee brach. Und um die Frage, warum mehr als zwei Drittel aller Fälle transmedial sind, also mühelos zwischen Wasser und Luft wechseln.

Der US-Kongress hat die Definition inzwischen erweitert: UFOs heißen jetzt UAP, und ausdrücklich zählen auch getauchte Objekte dazu. Damit liegen USOs offiziell auf dem Tisch in Washington. Gleichzeitig gibt das US-Kriegsministerium Akten frei — Dolan hält sie für ein Sammelsurium ohne jede Auswertung und sagt: „Disclosure wäre so einfach, wenn man es wirklich wollte."

Zum Schluss wird er grundsätzlich. Der verbreiteten Hoffnung, die Besucher würden die Menschheit retten, erteilt er eine Absage, die in der Szene vielen nicht gefallen wird.

Richard Dolan ist Historiker und Autor von „UFOs and the National Security State".

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