2017-03-18

Riesiges Sonnenloch sendet starken Sonnenwind zur Erde: Kräftige Polarlichter erwartet!


Eine riesiges Loch in der magnetischen heißen Koronader Sonne wird in der kommenden Woche zu einem starken Sonnenwind führen und im Magnetfeld der Erde kräftige Polarlichter auslösen.

Das erwarten die Forscher der NASA: BIG CORONAL HOLE TURNS TOWARDS EARTH!

„Coronal holes are places–big places–where the sun’s magnetic field opens up and allows solar wind to escape. A wide stream of solar wind flowing from this coronal hole is expected to reach our planet on March 23rd. The impact of the solar wind should produce magnetic activity around Earth’s poles and could spark the first auroras of northern spring.“ Koronale Löcher sind große Flächen, auf denen sich das Magnetfeld der Sonne öffnet und dem Sonnenwind erlaubt zu entweichen. Es wird erwartet, dass ein breiter Strom von Solarteilchen als Sonnenwind die Erde am 23.3.2017 erreicht. Dadurch sollte die magnetische Aktivität an beiden Polen der Erde angeregt werden und die ersten Nordlichter (Auroras) des NH-Frühlings auslösen. Quelle: wie vor

Im HMI-Magnetogramm zeigt sich das Koronale Loch heute als großer dunkler Fleck am linken (westlichen) Rand der Sonne, das in den kommenden Tagen mit der Drehung der Sonne nach rechts (Bartel’s Rotation)zunehmend auf die Erde gerichtet ist.


Das HMI-Magnetogramm vom 17.3.2017 zeigt ein großen dunkles Loch mit geringer magnetischer Aktivität auf der Sonnenoberfläche (CH/Coronal Hole). Mit Drehung der Sonne nach rechts (von Ost nach West) wird das Koronale Loch zunehmend auf die Erde gerichtet sein, wodurch ein starker Sonnenwind aus elektrisch geladenenem Sonnenplasma auf die Erde trifft. 

Quelle: https://sohowww.nascom.nasa.gov/sunspots/

Durch den erwarten starken Sonnenwind wird die kosmische Teilchensstahlung (GCR) von der Erde abgeschirmt, obwohl derzeit seit fast zwei Wochen keine aktiven Sonnenflecken auf der erdzugewandten Seite der Sonne zu sehen sind, was eigentlich zu einer verstärkten kosmischen Strahlung führt: Absturz der Sonnenaktivität Anfang März 2017!



Die SILSO-Grafik vom 17.3.2017 zeigt die täglichen Sonnenfleckenzahlen der letzten dreißig Tage. Anfang März gibt es einen Absturz von SN 55 auf Null am 4. und vom 6. bis 17. März 2017. Der Monatsdurchschnitt (blaue Linie) ist im März auf unter SN 10 gefallen. Quelle: http://sidc.oma.be/silso/home

Ob es durch den erwarteten kräftigen Sonnenwind/Sonnensturm auch zu einem sogenannten Forbush-Ereignis mit plötzlichem kräftigen Abfall der hochenergetischen kosmischen Strahlung wie bei einem solaren Ausbruch (CME) kommt bleibt abzuwarten.

Die Auswirkungen kann man auf dem Neutron-Monitor der finnischen Universität in OULU täglich verfolgen, der die kosmische Strahlung (GCR=Galactic Cosmic Rays) misst.

Die kosmische Strahlung hat durch die ungewöhnlich schwache Sonnenfleckenaktivität ab 2016 deutlich zugenommen.


Der Oulu-Plot zeigt die tägliche Stärke der kosmischen Strahlung (GCR) in Prozent vom Mittelwert von Januar 2015 bis zum 17.3.2017 (ganz rechts oben). Durch die zunehmende Sonnenschwäche hat sich die wolkenbildende kosmische Strahlung (GCR) im Jahr 2016 gegenüber 2015 deutlich verstärkt. Der vorübergehende starke Abfall der kosmischen Strahlung Ende Juni 2015 wurde durch ein sogenanntes Forbush-Ereignis ausgelöst. Dabei schirmt ein starker Sonnenwind die GCR von der Erde ab. Quelle: http://cosmicrays.oulu.fi/

Wikipedia schreibt zu „Koronales Loch“:

„Ein koronales Loch ist ein Bereich der Sonnenkorona, der eine niedrigere Temperatur und Dichte als seine Umgebung aufweist; die Dichte ist typischerweise ca. um den Faktor 100 reduziert.[1] Koronale Löcher manifestieren sich auf Satellitenaufnahmen im Röntgenstrahlenbereich als dunklere Bereiche.

Ihr Auftreten ist während des Abklingens und im Minimum des Sonnenfleckenzyklus häufiger und stellt in dieser Zeit den Haupt-Beeinflussungsfaktor für die Ionosphäre und das Magnetfeld der Erde dar.[2] Während des Sonnenfleckenminimums ist das räumliche Auftreten koronaler Löcher zumeist auf die Polregionen beschränkt, während des Maximums können sie sich jedoch an allen Breitengraden bilden.[1]

Im Normalfall sind die Magnetfeldlinien im Äquatorialbereich der Sonne geschlossen und hindern somit das Plasma am freien Austreten in den interplanetaren Raum. Die Sonne weist jedoch ausgeprägte lokale Magnetfeldstrukturen auf, so dass es passieren kann, dass Bereiche gleicher magnetischer Polarität nah beieinander liegen und die Magnetfeldlinien weit in den Raum hinausreichen. Innerhalb des Magnetfeldbogens wird das Plasma festgehalten, außerhalb des Bogens jedoch kann es an den Bereichen, wo die Magnetfeldlinien nahezu senkrecht auf die Sonne zurückfallen, ungehindert als schneller Sonnenwind in den interplanetaren Raum austreten.“


„In den Bereichen A sind die Feldlinien geschlossen und halten das Plasma der Korona fest. Im Bereich B (koronales Loch) reichen die Feldlinien in den Raum hinaus, das Plasma kann an ihnen entlang entweichen.“ Quelle: Koronales Loch

Durch die abschirmende Wirkung des erwarteten Sonnenwindes wird die wolkenbildende kosmische Strahlung (GCR) vorübergehend geschwächt, was durch verringerte Wolkenbildung vor allem über Landflächen der Erde zu einer regionalen Erwärmung führen kann: CERN-Sensation: Die Wälder bilden Wolken als Schutz vor Sonnenbrand! Kosmische Strahlung verstärkt Wolkenbildung bis zum 100fachen!

Letzte Meldung: Solar Minimum 2019/20 brings extra cosmic rays, pink auroras, and much more.


„Dec. 26, 2016: Christmas Day 2016 brought a fantastic display of auroras to the Arctic Circle. A great many of them were pink. James Helmericks sends this picture from the Colville River Delta in northern Alaska.“ Quelle: pink auroras

Mal sehen, wie lange die Sonne noch streikt und außer koronalen Löchern nix zu bieten hat…

Herzlich euer
Schneefan2015

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