Während einer Ayahuasca-Zeremonie im Jahr 2020 gab es einen Moment früh in der Nacht, als Mutter Ayahuasca mir eine einfache Frage stellte. Nicht mit Worten, wie wir sie normalerweise verstehen, sondern klar und unmissverständlich.
Sie fragte mich, ob ich die Akasha-Chronik sehen wolle.
Ohne zu zögern, sagte ich unbedingt.
Zuerst war es atemberaubend. Unbeschreiblich schön. Es fühlte sich an, als würde ich die Gesamtheit der Existenz auf einmal erleben… jedes Leben, jede Geschichte, jede Zeitlinie, übereinandergeschichtet und lebendig. Ehrfurcht. Staunen. Das Gefühl, etwas Heiliges und Unendliches zu berühren.
Und dann blieb es nicht mehr fern.
Es begann in mich hineinzuströmen. Nicht sanft. Nicht langsam. Es überflutete mein Bewusstsein auf einmal… viel zu viel, viel zu schnell. Die Schönheit wurde überwältigend. Es gab keinen Filter mehr, keine Trennung, keine Möglichkeit mehr für den menschlichen Verstand, es zu ordnen oder zu bändigen. Ich geriet in Panik, nicht weil es dunkel war, sondern weil es unendlich war. Mein Körper wusste, noch bevor meine Gedanken es begriffen, dass dies mehr war, als ich ertragen konnte.
Da setzte ich mich auf. Und da sah ich meinen eigenen Verstand.
Eine holografische Version davon erschien vor mir. Nicht symbolisch … sondern mechanisch und lebendig zugleich. Ich sah, wie es sich wand und funkelte, überlastet, wie ein System, das jahrzehntelang ununterbrochen lief und plötzlich alles auf einmal verarbeiten sollte oder musste. Ich spürte, wie hart mein Verstand mein ganzes Leben lang gearbeitet hatte … verwalten, beschützen, erzählen, überleben. Und in diesem Moment konnte mein Verstand es einfach nicht mehr.
Es fühlte sich an wie ein harter Neustart.
Nicht friedlich. Nicht poetisch. Eine Notabschaltung, um den totalen Zusammenbruch zu verhindern. Einen Moment lang dachte ich wirklich, ich würde alles verlieren, was ich zu sein glaubte.
Und dann … wurde es still.
Später in der Zeremonie, als ich mich auf meiner Matte zurücklehnte, sah ich hinüber und erblickte Shiva, der an der Wand lehnte. Durchscheinend. Ruhig. Seine Kleidung wehte, als ob Wind durch den Raum wehen würde, obwohl keiner da war. Ich hatte mich nie zuvor mit Hinduismus beschäftigt. Ich ging ohne Mythologie oder Erwartungen dorthin. Und doch wusste ich, ohne nachzudenken, genau, wer er war.
Aber mehr noch … ich kannte ihn.
Nicht als Gott. Nicht als Symbol. Als jemanden Vertrauten. Wie einen Freund aus Kindertagen, den ich lange nicht gesehen hatte. Die Erkenntnis war sofort da. Mühelos. Ich sah hinüber und sagte beiläufig: „Na, wie geht’s?“
Und ich lachte. Nicht aus Spaß … sondern aus Erinnerung.
Dieses Lachen, das einen überkommt, wenn etwas Uraltes wieder seinen Platz in einem findet. So nach dem Motto: „Ach … natürlich.“ Ich legte meinen Kopf wieder hin, entspannt, fast amüsiert darüber, wie natürlich es sich anfühlte. Ich versuchte nicht, die Vision festzuhalten. Ich suchte nicht nach einer Bedeutung. Ich jagte nichts hinterher. Der Teil von mir, der Antworten gebraucht hätte, war bereits verschwunden.
Diese Nacht machte mich nicht besonders. Sie verlieh mir keinen Titel. Sie machte mich nicht erleuchtet oder so. Was sie aber tat, war, die falschen Strukturen zu zerstören, in denen ich gelebt hatte. Die Masken die ich angenommen hatte. Das Bedürfnis, etwas vorzuspielen. Das Bedürfnis, Ergebnisse zu kontrollieren. Die Angst vor dem Ende.
Wenn das Ego wirklich zusammenbricht, sieht es nicht immer dramatisch aus. Manchmal fühlt es sich still an. Vertraut. Fast antiklimaktisch. Und danach wird das Leben nicht plötzlich leichter … es wird ehrlicher.
Seitdem habe ich viel weniger Verständnis für Unsinn. Ich fühle mich zutiefst unwohl mit falscher Autorität und inszenierter Spiritualität. Ich kann mich nicht mehr mit geliehenen Identitäten oder spirituellen Kostümen identifizieren. Ich bin bereit, Dinge zerfallen zu lassen, wenn sie nicht echt sind. Und ich vertraue dem Ende auf einer Weise, wie ich es niemals zuvor konnte.
Beim Tod des Egos geht es nicht ums Verschwinden.
Es geht darum, die Rüstung abzulegen, von der wir nicht wussten, dass sie uns erstickt. Diese Nacht brachte mir keine Antworten.
Sie raubte mir den Teil von mir, der sie brauchte.
Diese Erfahrung war viel komplexer, als ich hier jemals schildern könnte. Manche Dinge muss man einfach selbst erleben, nicht erklären. Aber das waren die Wendepunkte … die Entscheidung, die Überforderung, der Neustart, die Erinnerung, für mich selbst.
Und wenn man sich einmal an etwas so Tiefgründiges erinnert hat … kehrt man nicht mehr als derselbe zurück.
ZF 🔥
Quelle: Zachary Fisher
[übersetzt von mascha: Herzlichen Dank Zachary💖Wir freuen uns über eure Unterstützung, Von Herzen Danken wir Euch💖]

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