Physiologen beschreiben den Körper als einen kontinuierlichen Fluss, einen Sarit-Pravah, in dem jeden Augenblick alte Zellen absterben und neue entstehen. Alle sieben Jahre erneuert sich dein Körper vollständig, was bedeutet, dass sich dein Körper im Laufe von siebzig Jahren zehnmal verwandeln wird. Der gesamte Körper befindet sich in einem Zustand ständiger Veränderung.
Ähnlich verhält es sich mit deinem Geist, der noch fließender ist als dein Körper und sich jeden Augenblick verändert. Nichts im Geist ist dauerhaft, nicht einmal für einen einzigen Moment. Was du morgens denkst und fühlst, kann am Abend schon völlig anders sein.
Bhairava sagt, dass ein wahrer Sanyasi jemand ist, der versteht, was vergänglich und was ewig ist, was sich bewegt und was unbeweglich ist. Diese Unterscheidungskraft gilt in der indischen Philosophie als Weisheit – das Erkennen des Vergänglichen und des Ewigen.
Dies lässt sich sowohl tiefgründig als auch einfach anwenden. Betrachte den Hunger: Hunger wird nur an der Oberfläche erlebt, da nur die Peripherie Nahrung und Energie benötigt. Du als Seele brauchst weder Nahrung noch Energie. Es ist das Bedürfnis des Körpers.
Wann immer du Hunger verspürst, denke daran, dass es sich um eine Empfindung deines Körpers handelt, bei der du lediglich ein Beobachter bist. Wäre deine Seele nicht da, würde kein Hunger wahrgenommen werden. Und ohne den Körper gäbe es keinen Hunger.
Sag niemals, du seist alt; erkenne stattdessen an, dass dein Körper gealtert ist. Im Moment des Todes wirst du erkennen, dass nicht du stirbst, sondern dein Körper. Du wechselst lediglich den Körper. Die Seele ist ewig.
Om Namah Shivaya

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