Wenn sich etwas vertraut-alt anfühlt, obwohl es in einem neuen Gewand erscheint, dann geschieht folgendes: Die Wahrnehmung, das Denken und dein Körper sind kurzzeitig deckungsgleich. Das erzeugt das Gefühl von: „Ich kenne das.“ Der Zugang erweitert sich jedoch nicht durch Visionen, sondern durch KOHÄRENZ. Frage dich, worauf du ausgerichtet bist: Wo in deinem Leben bist du noch gespalten – denkst A, fühlst B, tust C? Dort ist der Zugang blockiert.
Was wir „Zukunft“ nennen, liegt nicht zwangsweise vor uns, sondern „unter uns“, wie ein Grund, den wir erst spüren, wenn der Schritt aufhört zu zögern. Und was wir „Erinnerung“ nennen, ist nicht zwingend ein Blick zurück, sondern ein Wieder-Einschwingen auf etwas, das nie fort war. Es ist nicht das Neue, das sich vertraut anfühlt. Es ist das Getrennte, das für einen Moment aufhört, getrennt zu sein.
Wenn Denken, Fühlen und Handeln nicht mehr aneinander vorbeireden, sondern denselben Ton treffen, entsteht Stille. Und in dieser Stille sagt etwas:
JA, DAS BIN ICH. Nicht weil es alt oder bekannt ist, sondern weil es zutrifft bzw. für mich wahr ist.
Spaltung fühlt sich lautlos an. Sie schreit nicht. Sie äußert sich als Müdigkeit ohne Ursache, als Entscheidungen ohne Kraft, als Worte, die richtig erscheinen, aber den Körper nicht erreichen.
Du denkst etwas Klares und fühlst etwas Diffuses.
Du fühlst etwas Wahres und handelst wie gewohnt, wie üblich. Du handelst korrekt und weißt nicht, warum es leer bleibt, sich bedeutungslos anfühlt. Dort entsteht kein Zugang. Dort entsteht nur eine Art „Verwaltung“.
KOHÄRENZ dagegen ist kein automatischer Zustand, du darfst ihn bewusst herstellen. Sie ist ein elementares Ereignis. Sie geschieht, wenn du aufhörst, dich selbst zu überreden.
Wenn du nicht mehr versuchst, stimmig zu wirken,
sondern still genug wirst, um unstimmig zu sein, ohne dich zu verbiegen.
In diesem Moment ordnet sich nichts aktiv. Es fällt nur in sich zusammen. Gedanke sinkt ins Gefühl.
Gefühl findet eine Gemütsbewegung. Diese Bewegung braucht keine Erklärung mehr. Und plötzlich spürst du:
Nichts ist neu. Nichts ist alt. Sondern nur an der passenden Stelle.
Der „erweiterte Zugang“ ist kein Tor, das sich öffnet. Er ist eine Belastung, die wegfällt.
Nicht mehr drei Möglichkeiten gleichzeitig zu leben.
Nicht mehr im Kopf wohnen, während der Körper im Jetzt sitzt.
Wo du noch gespalten bist, wartet jedoch nichts Vorwurfvolles.
Dort wartet nur die imaginäre Zeit.
Nicht als Linie. Sondern als Kreis, der sich schließt,
sobald du vollständig ankommst.
Und vielleicht ist das die eigentliche Erinnerung:
Es geht nicht darum, wer oder was du bist,
sondern wie es sich anfühlt,
wenn nichts in dir widerspricht,
WEIL DU GANZ BIST.
Bild: Chanakya Lama

Diese Ausführung kommt mir sehr bekannt vor 😉
AntwortenLöschenZ.B. hatte ich schon als junges Mädchen eine bestimmte Vorstellung von Partnerschaft und wurde deswegen ausgelacht, da es so was nicht gäbe.
Bisher habe ich das auch nicht erlebt, aber sie ist auf dem Weg zu mir. Und zwar die Zwillingsflamme.
Mit ihr wird alles möglich und wir werden DIE tiefe Verbindung leben, die Ausdruck unserer Seelen sind 💖
Damals wußte ich noch nichts davon, aber meine Seele erinnerte sich daran.
Genauso war es als ich Brustkrebs hatte. Ich hatte keinerlei Angst, aber meine innere Stimme sagte mir ~ Du wirst damit fertig! ~.
Und so war es auch! Alle Tumore waren weg und es sind keine neuen gekommen. Ist jetzt 14 Jahre her.
Das sind jetzt nur 2 "größere" Beispiele, aber ich hatte oft diese Art von Sicherheit in mir 💖
Es geht wohl einigen von uns so? Wenn wir aufmerksam mit uns umgehen, kommen bestimmt noch einiges in den Sinn. Denn wir sind alle gut beschützt und geleitet 💖
ich liebe dich ottfried weise & auch die wundervollen bilder von chakya lama! danke danke danke💖
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