dass wir unter unseren Namen, unserer Geschichte, unseren gewählten Wegen und Sprachen eine lebendige Strömung sind, die sich auf dieselbe ewige Quelle zubewegt.
Wir gehen viele Wege. Einige sind alt, andere werden neu entdeckt. Einige führen durch Zeremonien, andere durch Stille, Kampf, Studium, Gebet oder gelebte Erfahrung. Doch keiner davon ist verschwendet. Jeder Weg existiert, um der Seele beizubringen, was sie lernen muss, um zu reifen, weich zu werden und zu erwachen. Bei der Evolution geht es nicht darum, etwas anderes zu werden – es geht darum, uns daran zu erinnern, was wir waren, bevor wir es vergessen haben.
Bevor wir gemeinsam ankommen, müssen wir durch unsere Lektionen geformt werden. Wir müssen uns selbst ehrlich gegenübertreten. Wir müssen stolpern, korrigieren, vergeben und uns erneut entscheiden. So erlangt die Seele ihre Klarheit. So entsteht Weisheit – nicht durch Perfektion, sondern durch Aufrichtigkeit und die Bereitschaft zu wachsen.
Ich gehe geleitet vom Medizinrad und den vier heiligen Himmelsrichtungen – nicht als Doktrin, sondern als lebendige Orientierung. Sie erinnern mich daran, Geist, Körper, Seele und Herz in Einklang zu bringen. Sie lehren mich, Liebe ohne Schwäche, Frieden ohne Vermeidung, Hoffnung ohne Illusion und Glauben ohne Angst zu tragen. Das sind keine Ideale, sondern Disziplinen. Sie sind mein innerer Kompass, wenn die Welt laut und verwirrend wird.
Ehre den Weg, der zu deinem Geist spricht. Folge dem, was tief und wahrhaftig in dir mitschwingt – nicht dem, was dir aufgezwungen, vererbt oder zur Anerkennung vorgespielt wird. Das Göttliche verlangt keine Einheitlichkeit. Die Quelle drückt sich durch Vielfalt aus, durch unzählige Formen, Kulturen und Verständnisse. Es gibt kein einziges Tor zum Heiligen. Es gibt viele wahre Wege, und alle authentischen Wege führen nach Hause.
Wenn wir den Weg des anderen respektieren, stärken wir das Ganze. Wenn wir zuhören, ohne zu versuchen, zu erobern oder zu korrigieren, stellen wir die Harmonie wieder her. Das ist die Lehre der siebten Generation – mit Verantwortung, Weitsicht und Ehrfurcht vor denen, die nach uns kommen, zu wandeln. Und es ist das Feuer der achten Generation, das jetzt in uns brennt – die erwachende Flamme, die uns zur Einheit ohne Auslöschung der Unterschiede, zur Wahrheit ohne Unterwerfung, zum Licht ohne Leugnung der Schatten, die uns geprägt haben, aufruft.
Am Ende kommen wir nicht als Fremde an. Wir kommen als Verwandte an – gestärkt durch Erfahrung, verfeinert durch Liebe und wieder vereint in dem Licht, auf das wir uns immer zubewegt haben.
Geh deinen Weg mit Integrität. Ich werde ihn ehren.
Und wenn die Reise ihren Kreis schließt, werden wir einander erkennen – nicht durch den Glauben, sondern durch die Resonanz der Seele.
Quelle: Ancient Order Of The Hermetics

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