Wenn der Abend
den Tag behutsam ausatmet,
wenn die Geräusche
sich nach und nach entfernen
und das Licht
weicher wird,
als wollte es nichts mehr erklären,
darf für einen Augenblick
alles ruhen,
die Fragen, die Pläne,
die Sorgen, das Wollen, die Wünsche,
die heimlichen Erwartungen,
was noch kommen soll.
Es bleibt
nur der Atem.
Ein Kommen,
ein Gehen,
ein stilles Dazwischen.
Und darin,
fast unhörbar,
ein einfaches
ICH BIN
ich lebe, ich liebe,
ich empfange, ich schenke,
ich danke.
Und tief
in diesem schlichten,
weiten DANKEN
ist etwas Leuchtendes,
nicht wie ein Feuer,
das sich behaupten will,
eine Wärme,
die einfach da ist, die nichts verlangt
sich nicht beweisen muss
und nichts festhält.
Gerade darin
zeigt sich ihre subtile Kraft.
Sie flüstert:
DAS LEBEN IST DA,
DU BIST DA,
DIESER AUGENBLICK IST DA
PRÄSENT
mit offenem Herzen,
im inneren Raum
in mir.
Lebe ihn, bewusst,
lass ihn hindurchziehen,
wie Licht durch ein Fenster,
wie Atem durch deinen Körper fließen,
wie ein zarter Hauch, der weiß, wie er sich ausbreitet, ohne sich im Außen zu verlieren.
Und wenn der Tag sich schließlich ganz
an die Nacht schmiegt, spürst du etwas,
keinen Gedanken,
keine Antwort,
keinen Besitz.
Einfach dieses stille Wissen:
Dass FREUDE
ein inneres Erleben ist,
eine sanfte Bewegung des Herzens.
Die TIEFSTE FREUDE ist
nicht jene, die wir besitzen,
sondern die uns durchströmt.
ANANDA
eine grundlose Seligkeit des SEINS, pure Glückseligkeit,
EIN Leuchten ohne Anfang,
das durch unser Herz
in die Welt hinein
atmet.

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