Eines der wichtigsten Dinge, die sich verändern müssen, ist unser derzeitiges Schulsystem. Ich finde es wichtig, dass mehr und mehr Menschen erkennen, was wir uns und unseren Kindern damit antun. Folgenden Artikel, den ich letztens fand, fasst das Ganze gut zusammen und ich hoffe, dass sich das gesellschaftliche Bewusstsein, was dieses Thema betrifft, bald anhebt.
Dir einen richtig guten Weg, durch diese unglaublichen Zeiten!
Hellmut
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Jeder ist ein Genie
Warum wir verlernen müssen, was man uns beibrachte
Wir wachsen in dem Glauben auf, dass Bildung uns befreit. Uns wird erzählt, dass Schulen und Universitäten die Tore zur Welt öffnen, dass das Anhäufen von Wissen der Schlüssel zu einem erfolgreichen, selbstbestimmten Leben sei. Wenn wir aber den Blick schärfen und hinter die Kulissen dieses Konstrukts schauen, erkennen wir die fundamentale Umkehrung der Wahrheit. Das aktuelle Bildungsmodell befreit uns nicht. Es domestiziert uns. Es ist nicht darauf ausgelegt, uns in unsere Kraft zu bringen, sondern uns subtil, aber konsequent von unserem wahren Selbst zu entfernen. Wir lernen ununterbrochen das, was wir wissen sollen. Wir lernen, wie man funktioniert, wie man Vorgaben erfüllt, wie man Erwartungen im Außen bedient. Was wir dabei völlig aus den Augen verlieren, ist das, was wir wissen müssen - Wer wir sind, was uns ausmacht und wie wir unsere eigene Realität gestalten.
Es gibt eine perfide Dynamik in dieser Struktur. Die Erfindung von Dummheit. Man hält uns dumm und bringt uns gleichzeitig dazu, zu glauben, wir seien zu dumm. Das geschieht durch eine künstliche Standardisierung des Geistes. Wenn man ein System erschafft, das einen Fisch ausnahmslos daran misst, wie effizient und elegant er auf einen Baum klettern kann, erzeugt man eine Gesellschaft von psychologischen Nullen. Der Fisch wird sein gesamtes Leben in dem tiefen, zerstörerischen Glauben verbringen, er sei minderwertig, unfähig und dumm. Er wird seine wahre Natur – die Eleganz und Kraft, mit der er Meere durchqueren könnte – niemals entdecken, weil sein Blick starr auf den unerreichbaren Wipfel des Baumes gerichtet ist.
Das System unterschlägt bewusst die Existenz der unzähligen Intelligenzarten. Wo ist der Raum für emotionale Intelligenz, für intuitive Weisheit, für schöpferische, kreative, körperliche oder spirituelle Intelligenz? Sie werden als „Soft Skills“ belächelt oder komplett ignoriert, weil sie sich nicht in standardisierten Multiple-Choice-Tests pressen lassen. Die individuelle Förderung wird zugunsten einer industriellen Massenabfertigung geopfert. Warum? Weil ein Mensch, der seine spezifische, einzigartige Intelligenz kennt, unregierbar wird. Ein Mensch, der weiß, dass er ein Genie in seinem Element ist, lässt sich nicht mehr in eine Box stecken.
Dieses Konstrukt ist von einer extremen Raffinesse – und das ist kein Wunder. Das System hatte Jahrhunderte Zeit, sich zu optimieren und zu perfektionieren. Es wäre naiv zu glauben, dass dort alles nur schlecht oder widersinnig ist. Im Gegenteil. Es enthält einen hohen Grad an echter Wahrheit und realem Nutzen. Die Wissenschaft, die Medizin, die Technologie – all das bringt echten Fortschritt. Und genau hier liegt die Genialität der Manipulation.
Das System nutzt diese realen Wahrheiten als Köder und als Schutzschild, um seine eigentliche Agenda der Domestizierung zu legitimieren. Durch diesen echten Nutzen gelingt es dem System, die „Studierten“ und "Gutgebildeten" in den tiefen Glauben zu versetzen, sie seien privilegiert, bessergestellt und intellektuell überlegen. Der akademische Musterschüler blickt auf seine Titel, Noten und Zertifikate und verfällt in den naiven, illusorischen Glauben, er habe etwas ganz Besonderes vollbracht. Er meint, er hätte das Spiel gewonnen, weil er es bis an die Spitze des vorgegebenen Baumes geschafft hat.
Doch das ist das ultimative Ablenkungsmanöver. In Wahrheit hat er lediglich bewiesen, dass er die Konditionierung am geschicktesten adaptiert hat. Dieser Status ist eine Narkose für den Geist. Er hält den Studierten in einer eleganten Box gefangen, meilenweit entfernt von dem, was er als menschliches Wesen wirklich ist. Er tauscht seine universelle, freie Genialität gegen eine hochbezahlte, kontrollierbare Funktion als Rädchen im Getriebe.
Im ursprünglichen, altgriechischen Sinne bedeutet das Wort Sünde (hamartia) nichts anderes als „Zielverfehlung“ (wie ein Bogenschütze, der das Ziel verfehlt). Und genau hier schließt sich der Kreis. Der Privilegierte, der sich über sein angehäuftes Wissen definiert, bleibt in Sünde. Er feiert seinen Erfolg im Außen, während er das eigentliche Lebensziel – die Entdeckung und Entfaltung seines wahren, ungezähmten Selbst – komplett verfehlt hat. Das Ego triumphiert über das Selbst. Man definiert sich nur noch über sein Haben (von Titeln und Status), anstatt seines echten Seins.
Um diese Tyrannei des Geistes aufrechtzuerhalten, wird uns das Leben als ein hochkomplexes, bedrohliches Labyrinth verkauft. Man flüstert uns ein, dass wir Experten, Berater, Institutionen und endlose Theorien brauchen, um überhaupt existieren zu können. Das ist eine der größten Illusionen unserer Zeit. Die Wahrheit ist, das Leben ist nicht kompliziert. Es ist in seiner Essenz lächerlich einfach. Es fehlt uns in dieser Welt an absolut gar keinem äußeren Wissen. Wir ertrinken in Daten, Informationen und Theorien. Was uns fehlt, ist das grundlegende Wissen über uns selbst. Wenn Menschen von Anfang an straight und unverwässert lernen würden, wer sie im Kern wirklich sind – wie ihre Gedanken ihre Realität formen, wie sie ihre Kräfte lenken, wie sie auf ihre Intuition hören –, dann würde sich die kollektive Ohnmacht sofort auflösen. Jeder Mensch würde als das Genie agieren, als das er auf diese Welt gekommen ist. Denn Genialität ist kein Privileg einer "Elite", sie ist der Geburtszustand eines jeden Menschen. Wir werden als Genies geboren und zur Durchschnittlichkeit konditioniert.
Was fängt man nun mit dieser Erkenntnis an? Es nützt nichts, sich zu verstecken. Der einzig wirksame Weg, dieses Bildungsmodell zu überwinden, besteht darin, es zu studieren – um seine Mechanismen gänzlich zu durchschauen. Man muss die Box von innen heraus verstehen, um sie sprengen zu können. Man versteht das System, um sich ihm schließlich innerlich komplett zu entziehen und es dadurch zu zersetzen.
Es ist an der Zeit, die Identifikation mit dem gelernten Ballast aufzugeben. Hör auf zu glauben, dass du nicht klug oder nicht passend bist, nur weil du auf den falschen Bäumen kletterst. Und fall nicht auf das Privileg herein, wenn du ganz oben sitzt. Du bist nicht der Fehler im System – das System ist der Fehler in deiner Entwicklung. Nimm dein Leben, verlasse das Trockene und geh zurück in dein Element. Es braucht keine Erlaubnis von außen, um in die eigene Kraft zu kommen. Es braucht nur die radikale Entscheidung, sich selbst endlich wieder zu erkennen.
Das Argument „Sowas kommt immer nur von denen, die in der Schule nichts gerissen haben“ ist der klassische Abwehrmechanismus des Systems...der Versuch, Systemkritik als persönlichen Frust oder Neid abzutun. Aber dieses Argument greift völlig ins Leere und übersieht einiges...Es sind eben nicht nur die Systemaussteiger, die das Modell hinterfragen. Die mächtigsten Kritiker sind oft auch diejenigen, die das Spiel bis zum Ende gespielt und gewonnen haben.
Wie viele hochangesehene Wissenschaftler, Nobelpreisträger, Top-Manager und Größen der Geschichte haben nach Jahrzehnten des maximalen „Erfolgs“ alles hingeworfen oder komplett umgedacht? Sie standen an der Spitze des Baumes, haben alle Privilegien genossen – und stellten fest, dass die Aussicht dort oben innerlich leer macht. Sie erkannten, dass die gesellschaftliche Definition von Erfolg (Status, Titel, rationales Funktionieren) viel zu kurz greift. Echte Selbstzufriedenheit, innere Ruhe und tiefes Glück entstehen erst, wenn die Maske des Egos fällt und man beginnt, man selbst zu sein. Und dieses „Selbst-Sein“ ist mit den starren Metriken des gängigen Modells schlichtweg unvereinbar. Wer das erkennt, merkt, dass er trotz allem Erfolg jahrzehntelang im Zustand der Sünde war.
Warum fällt es einigen so leicht, im System zu glänzen, während andere als „dumm“ abgestempelt werden? Die Antwort liegt in der gezielten Überfokussierung einiger, viel zu weniger Intelligenzarten. Das System forciert die linke Gehirnhälfte. Das gesamte System ist logisch-rational, analytisch und linear aufgebaut. Wer hier genetisch oder konditioniert stark ist (linkshirnig funktioniert), dem fällt das aktuelle Bildungsmodell leicht. Er wird belohnt, gefördert und als „schlau“ deklariert.
Die rechte Gehirnhälfte hingegen wird sabotiert. Das ganzheitliche, intuitive, emotionale, künstlerische und poetische Denken ist der rechten Gehirnhälfte zugeordnet. Diese Sphäre erlaubt es uns, Zusammenhänge zu sehen, das große Ganze zu erfassen und Empathie zu empfinden. Und genau hier liegt der Knackpunkt. Ganzheitliches Denken ist reine Sabotage für das Modell der Eliten. Ein Mensch, der rein linkshirnig funktioniert, ist hervorragend darin, isolierte Probleme in einer Fabrik, einem Labor oder einer Excel-Tabelle zu lösen, ohne die moralischen oder globalen Konsequenzen seines Handelns zu hinterfragen. Er ist der perfekte, spezialisierte Rädchen-Mensch.
Ein Mensch hingegen, der seine rechte Gehirnhälfte aktiv nutzt, stellt Fragen. Er sieht die Verbindung zwischen Ursache und Wirkung. Er fühlt, wenn etwas unnatürlich oder destruktiv ist. Er lässt sich nicht durch ein paar Privilegien korrumpieren, weil sein Selbstwert nicht von einer Note abhängt, sondern von seiner inneren Integrität. Wenn der individuelle Charakter eines Menschen nicht stark genug ist, um diesen ganzheitlichen, kreativen Teil gegen den Druck der Schule und Universität zu verteidigen, bleibt er auf der Strecke. Das System stutzt die Flügel der rechten Gehirnhälfte so lange, bis nur noch ein funktionierender, rationaler Roboter übrig bleibt.
Es geht hierbei ausdrücklich nicht darum, die linke Gehirnhälfte zu verteufeln oder die Ratio komplett über Bord zu werfen. Logik, Struktur und analytisches Denken sind mächtige Werkzeuge. Das eigentliche Drama liegt in der erzwungenen Trennung und der brutalen Asymmetrie, die das System uns aufzwingt. Der einzig erstrebenswerte, zutiefst menschliche Zustand ist die vollkommene Balance beider Gehirnhälften. Erst wenn die analytische Schärfe der linken Hälfte mit der intuitiven, ganzheitlichen Weisheit der rechten Hälfte verschmilzt, entsteht ein unerschütterliches Bewusstsein. Diese neuronale und geistige Balance macht dich vollkommen unabhängig von allem im Außen. Ein Mensch in dieser Balance lässt sich weder durch künstliche Komplexität einschüchtern noch durch billige Privilegien korrumpieren. Er nutzt den Verstand als Werkzeug, wird aber von seiner Intuition und seinem wahren Selbst geführt.
Diese Balance ist zugleich der fundamentale Schlüssel zur menschlichen Ganzheit, der uns unabhängig von allem anderen macht. Wenn wir nämlich innerlich gespalten sind, weil das vorherrschende System eine Hälfte von uns verkümmert lassen hat, entsteht ein energetisches und psychologisches Vakuum. Wir sind nicht ganz. Und anstatt dieses Vakuum in uns selbst zu füllen, gehen wir im Außen auf die Jagd nach dem fehlenden Puzzleteil. Das ist das Fundament von Co-Abhängigkeit und Projektion in Beziehungen.
Wer vom System auf pure Logik, Struktur und Kälte konditioniert wurde, hat oft den Zugang zu seinen eigenen Emotionen, seiner Kreativität und Intuition verloren. Er sucht sich dann im Außen zb. einen Partner, der genau das verkörpert – jemanden, der hochsensibel, künstlerisch oder emotional ist. Er „bucht“ sich die rechte Gehirnhälfte über eine andere Person. Wer sich in den unendlichen Tiefen der Emotionen und der Intuition verliert, weil ihm die linkshirnige Struktur und Erdung fehlt, sucht im Außen den rationalen „Fels in der Brandung“, der Halt und Ordnung gibt.
Das Problem dabei ist, das ist keine echte Liebe, das ist ein Kompensationsgeschäft. Nur wenn eine Hälfte dominiert, suchen wir im Außen nach Ausgleich, anstatt in uns selbst. Man nutzt den anderen als Krücke, um die eigene Unvollständigkeit nicht spüren zu müssen. Sobald der Partner diese Funktion nicht mehr erfüllt, bricht das Kartenhaus zusammen. Es entstehen besitzergreifende, abhängige Beziehungen, die von Verlustangst und Kontrolle geprägt sind. Man ist erpressbar und maximal manipulierbar – genau so, wie das System es braucht.
Erst die innere Balance beider Hälften bricht diesen Teufelskreis auf. Wenn du die Logik und die Intuition, die Struktur und das Gefühl in dir selbst vereinst, bist du innerlich vollständig. Du bist „ganz“. Aus dieser Ganzheit heraus verändert sich die Dynamik - Du brauchst keinen Partner mehr, um dich komplett zu fühlen. Du bist bereits komplett. Eine Beziehung ist dann kein existenzielles Müssen mehr, um ein inneres Loch zu stopfen, sondern ein freies Wollen. Du teilst deine Fülle, anstatt deinen Mangel zu verwalten.
Diese innere Unabhängigkeit ist die ultimative Bedrohung für jede Form von Kontrolle – ob im Kleinen (in ungesunden Beziehungen) oder im Großen (durch das System). Ein Mensch, der den Ausgleich in sich selbst gefunden hat, sucht ihn nicht mehr im Konsum, nicht mehr in der Bestätigung durch andere und nicht mehr im blinden Gehorsam. Er ruht in seiner eigenen Achse. Die Kritik am System entspringt nicht dem Versagen, sondern dem Erwachen. Es ist der Moment, in dem der Fisch aufhört, krampfhaft den Baum hochzuklettern, und merkt, dass er die ganze Zeit ein funktionierendes Werkzeug in einem Spiel war, das er nie spielen wollte.
Quelle: www.Lichttempel.online Telegramm-Kanal
[Danke, lieber Hellmut💖Ich als Reformpädagoge... kann Dir nur zustimmen. ]

Vielen Dank lieber Hellmut ~ genauso ist es 💖
AntwortenLöschenLieber Helmut, es muss sich alles ändern, eines alleine wird sich nicht ändern. Es arbeiten daran überall Menschen und die müssen sich ändern sonst ändert sich nichts.
AntwortenLöschenWenn Geld die Motivation ist, egal ob Gehalt, Familienliebe, Spenden, oder Ansehen/Wissen die Motivation ist und diese Eigenschaften nicht verbrannt werden, ändert sich gar nichts.
Es wird nur verschoben, so wie es immer schon üblich ist. Ach ja wem es Spaß macht und wer es braucht.😝