2020-01-16

DIE OBERSTE MYSTISCHE LEHRE - BOTSCHAFT VON BUDDHA

Kämpfe nicht gegen die Dunkelheit, sie löst sich von selbst auf, sobald du das Licht gefunden hast und es auf die Finsternis richtest.

SHVETASHVATARA-UPANISCHAD I

1
Welches ist die Ursache des Kosmos? Ist es Brahman?
Woher kommen wir? Wodurch leben wir?
Wo werden wir schließlich Frieden finden?
Welche Kraft regelt die Dualität
von Lust und Schmerz, von der wir angetrieben werden?

2
Die Zeit, die Natur, die Notwendigkeit, der Zufall,
die Elemente, die Energie, die Intelligenz –
keines von diesen kann die Erste Ursache sein.
Sie sind Wirkungen, deren einziger Zweck darin
besteht,
dem Ich zu helfen, sich über Lust und Schmerz zu
erheben.

3
In den Tiefen der Meditation sahen
die Weisen im eigenen Inneren den Herrn der Liebe,
der im Herzen eines jeden Geschöpfs wohnt.
Tief in den Herzen aller Wesen wohnt er, verborgen
hinter den Gunas Gesetz, Energie
und Trägheit. Er ist Einer. Er ist es,
der über Zeit, Raum und Kausalität herrscht.

4
Die Welt ist das Rad Gottes, das sich immerzu
rundum dreht, der Radkranz besetzt mit allen
lebenden Kreaturen.

5
Die Welt ist der Strom Gottes,
der aus ihm fließt und zu ihm zurückfließt.

6
Auf diesem ständig rotierenden Rad des Seins
kreist das individuelle Selbst immerzu rundum
durch ein Leben nach dem anderen, vermeinend,
es sei ein gesondertes Geschöpf, bis es
seiner Identität mit dem Herrn der Liebe innewird
und Unsterblichkeit in dem unteilbaren Ganzen
erlangt.

7
Es ist die ewige Wirklichkeit, singen die heiligen
Schriften, und der Seinsgrund.
Jene, die ihn in einem jeden Geschöpf wahrnehmen,
gehen auf in ihm und werden aus der
Kreisbewegung
von Geburt und Tod befreit.

8
Der Herr der Liebe hält in seiner Hand die Welt,
die aus dem sich Verändernden und dem
Unveränderlichen,
dem Manifesten und dem Unmanifesten besteht.
Das getrennte Selbst, des Herrn noch nicht gewahr,
hat es auf Lust abgesehen und gerät dabei nur
immer mehr in Gebundenheit. Sobald es den Herrn
sieht,
hat diese Knechtschaft ein Ende.

9
Bewusster Geist und bewusstlose Materie
existieren beide seit dem Zeitbeginn,
zusammen mit Maya, die sie zu verbinden scheint
und dabei die Freude falsch, als außerhalb von uns,
darstellt.
Sobald diese drei allesamt als eines gesehen werden,
gibt
das Selbst seine universelle Form zu erkennen und
dient
als ein Werkzeug des göttlichen Willens.

10
Alles ist Veränderung in der Welt der Sinne,
unveränderlich aber ist der höchste Herr der Liebe.
Meditiere über ihn, verliere dich in ihm,
erwache aus diesem Traum des Getrenntseins.

11
Erkenne Gott, und alle Fesseln fallen gewisslich ab.
Geh, nachdem du dich nun nicht mehr mit dem
Körper
identifizierst, über Geburt und Tod hinaus.
All deine Begehren werden gewisslich erfüllt in ihm,
der Einer ist ohne einen Zweiten.

12
Wisse, dass er immer in deinem Herzensschrein
weilt.
Es gibt im Leben wahrlich nichts weiter zu wissen.
Meditiere und erfasse klar, dass diese Welt
erfüllt ist von der Gegenwart Gottes.

13
Man sieht das Feuer nicht, bis ein Feuerstäbchen
an einem anderen reibt, obwohl das Feuer dennoch
da ist,
verborgen im Feuerstäbchen. Geradeso bleibt
der Herr im Körper verborgen, bis er
zum Vorschein gebracht wird durch das Mystische
Mantra.

14
Lass deinen Körper das untere Feuerstäbchen sein;
lass das Mantra das obere sein. Reibe sie
aneinander in der Meditation
und realisiere den Herrn.

15
Wie das Öl in Sesamsamen, wie die Butter
im Rahm, wie das Wasser in Quellen, wie das Feuer
in Feuerstäbchen, so wohnt der Herr der Liebe,
das Selbst, in den tiefsten Tiefen des Bewusstseins.
Realisiere ihn durch Wahrheit und Meditation.

16
Das Selbst ist in den Herzen aller Wesen verborgen,
wie die Butter im Rahm verborgen liegt. Realisiere
das Selbst in den Tiefen der Mediation –
den Herrn der Liebe, die höchste Wirklichkeit,
der das Ziel allen Wissens ist.
Das ist die oberste mystische Lehre;
Das ist die oberste mystische Lehre.

(Aus dem Buch: Die Upanischaden, Goldmann, S.290ff; die Schreibweise der
einzelnen Verse ist in Übereinstimmung mit der Übersetzung des Buches, Anm. JJK).

Ich bin BUDDHA

Die oberste mystische Lehre erkennt, wer Gott in seinem Innersten wahrnimmt, wer Gott in seinem Herzen aufspürt, wer Gott in allem, was ist, sehen, spüren, begreifen kann.

Die Einheit existiert unabhängig von deiner Wahrnehmung, Gott liebt unabhängig von deinen Meinungen, Gott ist allgegenwärtig, unabhängig davon, ob du Kenntnis davon besitzt.

Erlange diese tiefe, innere Gewissheit, dass Gott alles ist, dass durch Gott alles ist und dass Gott in dir lebt.

Dringe tiefer in das Mysterium deines Lebens ein, durchdringe die Mauern des Unwissens und hebe die Schleier der Illusion.

Leben auf der Welt, Leben als Mensch, Leben, wie du es begreifst, existiert nicht für sich alleine, sondern ist Bestandteil des Ganzen, des Einen, der da ist Gott allein.

Jede Trennung ist Illusion und in der Meditation wird dir das bewusst.

In der Stille hörst du Gott, im Nichtstun kommt das Leben zu dir, im Sein offenbart sich Alles-Was-Ist.

Gott ist kein Fremder mehr, sobald du die Spur aufnimmst und nichts wird dir fremd sein, sobald du Gott gefunden hast – in dir.

DEIN HERZ IST DIE SCHATZTRUHE ALLEN WISSENS.

Suche dort und du wirst finden, suche das Licht und die Finsternis wird weichen.

Kämpfe nicht gegen die Dunkelheit, sie löst sich von selbst auf, sobald du das Licht gefunden hast und es auf die Finsternis richtest.

Mystik ist Gotteserkenntnis und die Liebe ist das Werkzeug eines Menschen für das Leben auf dieser Welt.

Einheit, Liebe, Frieden – zeitlose Phänomene,
Freiheit, Licht, Mitgefühl – zeitlose Phänomene, die du jetzt verinnerlichen, verstehen und begreifen kannst.

Ich bin bei dir, ich bin du, ich bin

BUDDHA

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