2018-06-03

Dieter Broers: Der Wahnsinn der Normalität, oder die Normalität des Wahnsinns


Sind wir noch normal? Normalität als Maß aller Dinge?

Normalerweise sollte ich diesen Artikel nicht schreiben. Diesen Artikel über die sogenannte Normalität.

„Das ist doch nicht normal!“ Mit der größten Überzeugung erklären wir im Alltag Dinge für normal oder unnormal. Doch wer nachfragt, was genau normal bedeutet, bekommt höchstens eine tautologische Antwort: „Na, normal eben!“ Sobald sich aber die Dinge grundlegend ändern, wird „Normalität“ zum Streitfall.

Das Normale, der Norm entsprechend (Norm als Maßeinheit, von lateinisch normaursprünglich ‚Winkelmaß‘).

Was wir den „normalen“ Menschen nennen, ist nichts als normale Pathologie oder normaler Wahnsinn, normale Geisteskrankheit. Auch der normale Mensch ist geisteskrank, aber geisteskrank innerhalb von Grenzen, den akzeptierten Grenzen der Gesellschaft, der Kultur.

Im normalen Alltag werden Bezeichnungen wie ”verrückt“ oder ”wahnsinnig“ stets für einzelne Personen oder kleine Gruppen verwendet. Es liegt ihnen dann ein Vergleich mit dem als üblich oder ”normal“ wahrgenommenen Verhalten der Mehrheit zugrunde.

Im allgemeinen (eben normalen) Sprachgebrauch wird Normalität als Angepasstheit und der Norm entsprechend gedeutet. Jemand der sich außerhalb der „Normalität“ verhält ist eine absonderliche Person, die gern von der Gesellschaft ausgegrenzt wird. Normalität ist gewollt. Zumindest in einer normalen Gesellschaft. Normalität wird nicht etwa durch eine bestimmte Qualität definiert, normal ist das, was die Mehrzahl macht.

Es ist unverkennbar, dass aus dieser Sicht die Mehrheit niemals „verrückt“ sein kann. Sie legt selber fest, was „normal“ und damit eben das Gegenteil von verrückt ist. Bedauerlicherweise legt die Mehrheit ihren Fokus auf das sichtbare und oberflächliche Verhalten. Schon deswegen, weil sich in alltäglichen (normalen) Situationen kaum noch die Gelegenheit ergibt, mehr als nur oberflächliches Denken, Fühlen, und Erleben anderer Menschen zu erfahren. Die „normale“ Routine des Alltags hat uns in ihre seelenlosen Programme eingebunden.

Normalerweise wollen wir doch alle nur Glücklich-Sein. Oder?

Das an sich subjektive Kriterium des Wohlbefindens und des „Glücklich-Seins“ ist im normalen Leben eine erstrebenswerter Maxime. Mit Freiheit hat das nichts zu tun. Innerhalb der von uns akzeptierten „Normalität“ haben diese Lebensziele in Wirklichkeit zu einer seelenentfremdeten Gesellschaft geführt.

Liebe Freunde,

solange es keinem Anderen schadet, sollten wir unsere ganz persönlichen Normen aus unserem Herzen definieren…

Me Agape

Außer der Norm,

Euer Dieter Broers

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