2019-08-26

Heike Kühnemund: Unruhe


Fühlte ich mich gestern morgen noch so richtig schön bei mir und konnte meinen Sonntagmorgenausflug mit dem Fahrrad genießen, änderte sich später die Schwingung. Ich tigerte in meiner Wohnung hin und her, versuchte der zunehmenden Hitze zu entkommen und wusste nichts so recht anzufangen.

Doch ganz schlimm war es nachts. Eigentlich müde lag ich im Bett und spürte, wie ich wieder munterer wurde, um nicht zu sagen putzmunter. Ewig wälzte ich mich hin und her, schwitze vor mich hin und kam nicht zur Ruhe. Irgendwann muss ich dann doch eingeschlafen sein, doch gefühlt ging diese Unruhe weiter und ich erwachte recht zeitig aus einem Traum.

Auch jetzt, es ist Mittag, weiß ich nicht so recht, wohin mit mir. Ich habe das Gefühl, was zu verpassen, nur was? Komme nicht wirklich innerlich zur Ruhe, kann mich schlecht konzentrieren und meine ständig, was tun zu müssen. Es sind seltsame Empfindungen.

Draußen brodelt die Luft und heizt sich zunehmend auf. Jede Anstrengung bringt mich sofort zum Schwitzen. Lust habe ich sowieso nicht, mich irgendwohin zu bewegen, nur was dann?

Es ist, als ob etwas im Inneren noch nicht so ganz am richtigen Platz sitzt und jetzt herum wuselt, um eben diesen zu finden. Auch viele Zellen scheinen mir zuzurufen, dass sie gerade ganz neu werden (wollen/sollen). Was mir noch auffällt, es ist wieder mal eine Zeit, wo ich mich wie zu eng im Körper, wie aufgebläht fühle. Hosen kneifen, es drückt und zwickt, fast wie damals, als ich schwanger war. Und gleichzeitig ist da ein Hungergefühl, was sich ständig bemerkbar macht. „Man“ arbeitet mit mir.

Soweit, so gut. Diese Tage sind echt fordernd, wir sind ja auch schon wieder auf dem Weg zum Neumond mit anschließenden zwei Portaltagen. Und dann ist der August vorbei, so schnell? Ich frage mich, was genau ist in diesen Wochen geschehen, war doch eben noch Monatsbeginn und ich mit meinem Umzug beschäftigt. Zeit löst sich auf, fühlt sich anders an, ist anders.

Was bleibt? Heute erst mal schauen und fühlen, diese Unruhe zulassen und mitnehmen, da sein, egal, was gerade ist. Und mich erinnern, was gerade an Dingen in mir erkannt wurden, diese wertschätzen und wissen, dass ich dieses Sein hier genauso leben darf. Jetzt.

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