2022-05-12

DER TRICKREICHE VERSTAND - von Dr. Otfried Weise



''Der intuitive Verstand ist ein heiliges Geschenk und der rationale Verstand ist ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft geschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.''

Wir wollen hier nicht diskutieren, ob dieser Ausspruch tatsächlich von Albert Einstein ist. Wir wollen vielmehr untersuchen, was damit ausgesagt wird.

Beginnen wir mit einer dritten Art von Verstand bzw Denken, zu dem praktisch jeder Mensch fähig ist: es ist der gefühlsmäßig eingefärbte Verstand. Er existiert als eine meist unbewusste Vermischung von Denken und Fühlen und wird Gemüt (Psyche oder ungenau auch Seele) genannt; englisch mind, Sanskrit kama manas. Es ist das niedere Denkvermögen (lower mind) und wird außer von Gefühlen von antrainierten Mustern (Konditionierungen, Vorurteilen) beherrscht oder zumindest eingefärbt: das Vorstellungsdenken. Die wichtigste und trickreichste Rolle spielt dabei die Angst. Ein solches angst beladenes Denken wird auch beschönigend als vernünftiges Denken bezeichnet. Je beherrschender die Angst ist, um so irrationaler wird dieses Denken jedoch. Es handelt sich meist um Verlustängste; die Betreffenden glauben nicht nur ihr Leben oder die Gesundheit zu verlieren, sondern auch ihr Ansehen, ihre Expertise/ Glaubwürdigkeit oder das positive, eingebildete Bild, das sie von sich selbst haben, wenn sie bestimmte Handlungen nicht tun. Dieser trickreiche Verstand liefert jede gewünschte Rechtfertigung. Es ist offensichtlich, dass diese Art von Denken für wissenschaftliche Zwecke völlig ungeeignet ist. Trotzdem findet es sich häufig bei sog. Wissenschaftlern, die für bestimmte Ergebnisse bezahlt werden, was erschreckend häufig vorkommt.

Die zweite Art von Verstand ist das, was in dem obigen Einstein-Zitat rationaler Verstand genannt wird. Er beinhaltet das logische, folgerichtige, eindeutige Denken. Dieses Denken ist in den Wissenschaften theoretisch Bedingung, wird jedoch selten erreicht, weil die Wissenschaftler Kompromisse zwischen Wahrheitsfindung, Nützlichkeit, Anwendbarkeit und vor allem ihrer eigenen Karriere eingehen. Außerdem haben sie politisch gesteuerte Grenzen einzuhalten; bestimmte Ergebnisse werden von den Geldgebern nicht akzeptiert und führen zum Verlust der Anstellung. Diese Art von Denken wird auch mit den Begriffen Intellekt und Intellektualität in Verbindung gebracht. Dieses Denken ist nur ausnahmsweise schöpferisch, betritt in der Regel kein Neuland und ist eher mit der Verwaltung der wissenschaftlichen Ergebnisse beschäftigt. Dass Einstein dieses Denken nicht schätzt, ist voll verständlich – es ist alles Andere als genial.

Dies beinhaltet noch einen weiteren sehr bedeutsamen mitmenschlichen Aspekt: Ein solcher Intellektueller ist im schlimmsten Fall ein Mensch, von dem man sagt, er sei überwiegend nur "im Kopf", also mit vollautomatischem, zwanghaften Denken beschäftigt, wobei er seinen Gefühlsbereich so weit wie irgend möglich verdrängt. Solche Menschen missachten Gefühle im Allgemeinen und Mitgefühl wie liebevollen Umgang mit den Mitmenschen im Besonderen. Sie sprechen abwertend von Gefühlsduselei, wir nennen sie Rational-Mental-Krüppel.

Die dritte Art von Verstand ist der oben genannte intuitive Verstand, das höhere Denkvermögen (higher mind). Er steht für die Intuition (buddhi manas) aus den höheren geistigen Ebenen. Das ist der Höhere Verstand der unsterblichen SEELE, des höheren SELBST, EGO, im klassischen Griechenland (z. B. Plotin, SOKRATES, PLATO) PSYCHE genannt, im Gegensatz zum niederen Selbst, Ego, Persönlichkeit. Zur Zeit wird durch die hereinkommenden extremen Energien von der Sonne wie aus dem gesamten Kosmos (z. B. die Höhenstrahlung) und die völlige Umgestaltung des irdischen Magnetfeldes begleitet von extremen Spitzen in der Schumann-Resonanz Frequenz unsere Intuition als inneres schöpferisches Wissen massiv verstärkt.

Intuitive Eingaben kommen bei den meisten Menschen nicht auf Knopfdruck, sondern nur dann, wenn die (unsterbliche) SEELE es schafft, den Filter der Persönlichkeit zu perforieren oder kurzzeitig zur Seite zu schieben. Dies gelingt in Momenten der Ruhe und Entspannung am leichtesten, jedoch auch, wenn z. B. ein Autor konzentriert wie fokussiert an einem Buch schreibt. Auch in Meditation oder Träumen kann die Botschaft aufleuchten. Die Intuition gibt Antworten auf unlösbare Fragen sowie Handlungsimpulse und u. a. Ideen für künstlerische Werke oder die Lösung wissenschaftlicher Probleme - hier tummeln sich die GENIES. Intuitive Eingaben sind meist eher ungewöhnlich, unerwartet und wenig gesellschaftskonform und erfordern nicht selten eine Handlungsweise, die von der Umwelt wenig geachtet bis verdammt wird.

Es ist für "Anfänger" deshalb nicht leicht, den weisen Rat der Seele (die intuitive Eingabe) auch umzusetzen. Hier muss sich ein Vertrauensverhältnis entwickeln und die Persönlichkeit muss - zumindest vorübergehend - abdanken. Je häufiger der Intuition gefolgt wird, um so leichter fließt sie. Zumindest langfristig, jedoch häufig auch sofort ersichtlich, sind auf Intuition basierte Handlungen immer genau das Richtige für die betreffenden Personen. Diese erkennen dieses auch und das verstärkt ein intuitiv gesteuertes Leben. Deshalb hat die Intuition wesenhaft mit Unterscheidungsvermögen zu tun: der Mensch weiß in diesem Moment genau, was für ihn oder das Projekt passt.

Übrigens: das oft genannte Bauchgefühl (gut feeling) hat nichts mit Intuition zu tun, sondern mit Instinkt und impulsivem Handeln. Dieser hat seinen Sitz im Reptiliengehirn und gehört zu den vollautomatischen Überlebens-Strategien. Intuition kommt aus dem höheren Mentalkörper vom Höheren Selbst, von der Seele, dem unsterblichen Gottesfunken und wird bewusst und anwendbar über die Großhirnrinde (Neocortex).

Die Intuition fließt um so besser, je weniger angelernte Muster ein Mensch hat. Es ist deshalb äußerst hilfreich, diese Muster systematisch abzubauen. Dazu kann es helfen, wenn der Mensch mit voller Absicht Dinge tut, die ihm in Kindheit und Jugend bei Strafandrohung verboten wurden - die aber schon lange keinen Sinn mehr machen. Die Betreffenden merken dann, dass die Strafe ausbleibt und somit geht das Muster in den Hintergrund. Das intuitive Denken, die wahre Intelligenz, ist eine ausgewogene Synthese aus Fühlen, Wollen, Denken und Intuition. Sie wird auch INTELLIGENZ DES HERZENS genannt.

Bitte beachten Sie: Denken allein führt zu nichts, es muss erst ein Thema geben. Über Gefühle erfolgt zunächst die Auswahl, worüber überhaupt nachgedacht werden soll. Hier liegen in der Regel Präferenzen wie Wünsche vor. Schließlich muss das Projekt in vielen Fällen in Handlung umgesetzt werden: dazu ist Willenskraft nötig, die ebenfalls aus dem Gefühlsbereich kommt. Denken und Fühlen (incl. Wollen) sind also gleich wichtig, jedoch sollte das Denken (insbesondere das höhere Denken, die INTUITION) der CHEF sein - es ist ja energetisch betrachtet auch die höherfrequente Energie.

Auch in der Wissenschaft ist es notwendig, dass am Anfang ein Gedanke ausgewählt wird: die Frage, was erforscht werden soll. Daraus ergibt sich eine Arbeitshypothese, die durch die geplante Untersuchung verifiziert (bewahrheitet) bzw. falsifiziert (widerlegt) wird. Man kann nicht einfach drauflos forschen, man muss schon wissen, was man erreichen will. Empirie allein führt zu nichts.

Die Entscheidung kann intuitiv erfolgen oder logisch oder gefühlsmäßig begründet werden. Streng genommen ist in der Physik nur eine logische Begründung erlaubt, weil Gefühle in der Wissenschaft verachtet werden und die Intuition nicht begründet werden kann. Praktisch ist es jedoch so, dass einzelne intuitive Genies die Wissenschaft dank ihrer Intuition voranbringen und das Heer der übrigen rein empirisch-logisch arbeitenden "Wissenschaftler" das Ganze nur ausarbeiten, verwässern oder nach den Wünschen der Auftraggeber verfälschen. Ohne Intuition kommt niemand zu bahnbrechenden neuen Erkenntnissen.


[max: Danke lieber Otfried 💖]

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